Architekturfilmtage München: Beton und Barock

Vom 23. bis 26. April 2015 stehen barocke Architektur und Betonikonen in unterschiedlichsten Spiel- und Dokumentarfilmen auf dem Programm der 15. Architekturfilmtage der Bayerischen Architektenkammer, die im Filmmuseum gezeigt werden.

 

Kann denn Barock Sünde sein? Wann hat man begonnen, ihn zusammenzubringen mit Überschwang und Exzess, mit Kitsch und Schwulst? Seit wann steht er quer zu Vorstellungen vom Einfachen, Harmonischen, Klassischen, in der Ästhetik, in der Architektur? Das Programm der 15. Architekturfilmtage versucht, einen neuen Blick, auf den Barock und andere diskreditierte Genres. Ein kleines Plädoyer fürs Irrationale, Irreale, Irresponsible. Gegen die Dominanz der Ausgewogenheit, der Harmonie. Für den Barock. Den Brutalismus. Den Beton.“ (aus dem Programmheft des Filmmuseums).

Vom 23. bis 26. April 2015 stehen barocke Architektur und Betonikonen in unterschiedlichsten Spiel- und Dokumentarfilmen auf dem Programm und was auf den ersten Blick gegensätzlich wirken mag, erweist sich bei näherem Hinsehen als zusammenhängend:

So u.a. Dieter Wielands Filme über „Balthasar Neumann und die Würzburger Residenz“ und den „Barockschmied Oegg“  (Samstag, 25. April 2015, 21 Uhr), das Filmportrait  „Die Böhms - Architektur einer Familie“ von Maurizius Staerkle-Drux (Freitag, 24. April 2015; 18:30 Uhr) , Kurzfilme der Reihe „Concrete & Samples“ von Aglaia Konrad  oder „La Sapienza“ (Freitag, 24. April 2015; 21 Uhr), der neueste Spielfilm von Eugène Greene: „Ein außergewöhnlicher Film, zugleich eine Architekturstudie und ein Musterbeispiel an Verfremdung.“ (Rainer Kienböck).

Ort: Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München (U-/S-Bahn Marienplatz)

Eintritt: 4 Euro (5 Euro: „99 Dom-Ino“); 3 Euro (4 Euro „99 Dom-Ino“) für Mitglieder des Münchner Filmzentrums und der Bayerischen Architektenkammer Kartenreservierung: Telefon (089) 233 964 50

Weitere Informationen:

15. Architekturfilmtage: Übersicht der Filme

15. Architekturfilmtage: Komplettes Programm mit Filmbeschreibungen

 

Bild: Ausschnitt aus dem Film „La Sapienza“