Fritz-Höger-Preis für Dominikuszentrum

Die nach dem führenden Vertreter des norddeutschen Klinker Expressionismus – dem Architekten Fritz Höger (1877 bis 1949) – benannte Auszeichnung geht dieses Jahr an die Münchner meck architekten. Der 1. Preis ist mit 4000 Euro dotierte und wird für das Dominikuszentrum in der Nordheide, im München Stadtbezirk Milbertshofen – Am Hart vergeben (siehe Bild oben). Der alle drei Jahre ausgeschriebene Preis wurde zuletzt 2008 vergeben.

Die Arbeit des Architekten Andreas Meck wurde aus 50 nominierten Beiträgen von der Jury, der neben dem Architekten Christoph Mäckler auch die Erstplatzierten von 2008, Ulrich Königs, Köln, und Felix Claus von Kaan Architekten, Amsterdam angehörten, ausgewählt. Sie begründeten ihre Entscheidung wie folgt: „Dem Dominikuszentrum in München verleiht der Backstein Lebendigkeit, Haptik und manuelle Qualität zugleich. Der Backstein strahlt Ruhe aus und steht für eine die Zeiten überdauernde Baukultur. Durch das Spiel mit verschiedenen Ebenen entsteht ein Spannungsverhältnis, welches sich im von bläulichem Klinker geprägten Andachtsraum durch eine ruhige Raumgestaltung auflöst. Das künstlerische Gestaltungskonzept und die gekonnten Details stellen eine große Interpretation von Backstein-Mauerwerk dar.“

Im Münchner Norden entsteht an der Nordheide ein neuer Stadtteil für fünftausend Bewohner. Für diese ist an städtebaulich herausragender Stelle ein geistliches Zentrum mit sozialen Einrichtungen errichtet worden. Durch das neue Zentrum, das einen Andachtsraum, ein Pfarrheim, eine dreigruppige Kindertagesstätte, sowie die katholische Jugendstelle München-Nord und das Caritas-Zentrum München-Nord beinhaltet, soll Raum für ein vielfältiges pfarrliches Leben in dem neuen Stadtteil angeboten werden. Aus diesem Anlass wurde vom Erzbischöflichen Ordinariat München, Baureferat, ein beschränkter Realisierungswettbewerb ausgelobt.

Klare Details und schlichte Formgebung standen dagegen beim Wohnungsbauprojekt „Lakerlopen“ in Eindhoven (biq stadsontwerp bv, Rotterdam, 2. Preis, 3.000 Euro) im Vordergrund. Die Gebäude passen sich dem Stil der Umgebung an und fügen sich so zurückhaltend in die Bestandsbebauung ein.

 

 

 

Das im Stil der frühen Moderne erbaute Einfamilienhaus in Münster (hehnpohl architektur, Münster, 3. Platz, 2.000 Euro) hat eine einfache, deutliche Struktur, die eine hohe Effizienz für die Nutzung erzeugt. Der Backstein bestimmt zwar die gesamte, monolithische Form des Baukörpers, angewendet nimmt er sich aber auf die handwerkliche Qualität zurück.

 

 

Weitere Preise erhielten im Rahmen der heutigen Preisverleihung im DAZ in Berlin: Dominikus Stark Architekten, München, harter + kanzler Architekten, Haslach, David Chipperfield Architects (für das Neue Museum in Berlin, Bild links), Berlin, sowie Wingender Hovenier aus Amsterdam.

 

Weitere Informationen zum Fritz-Höger-Preis finden Sie auf der website www.backstein.com