Architektenhäuser im Fünfseenland

Die Architekturgalerie zeigt bis 20. Oktober 22 Modelle des Greifenberger Büros Bembé Dellinger.  Die individuell gestaltete Wohnhäuser geben einen Einblick über das Schaffen des Architekturbüros in der Fünfseen-Region.

 

Seit 1998 führen Felix Bembé und Sebastian Dellinger das in Greifenberg am Ammersee ansässige Büro. Bearbeitet werden klassische Bauaufgaben vom Einfamilienhaus über Gewerbebauten bis zu Gebäuden der öffentlichen Hand. Zu den letzteren  gehört die Sanierung und Neugestaltung im Patent- und Markenamt (DPMA) in München sowie die Rathauserweiterung in Landsberg. Besondere Aufmerksamkeit erzeugen die Architekten aber durch ihre extravaganten und vielfach prämierten Wohnhäuser, welchen der größte Teil dieser Ausstellung gewidmet ist. Jedes Haus ist an die individuellen Ansprüche des Bauherrn und die Eigenheiten des Ortes angepasst: Haus  R erscheint von außen wie eine Skulptur, Haus F passt sich in Winkelform den Außenrändern des Grundstückes an. Haus N wurde an einem schmalen und steilen Grundstück errichtet. Weitauskragende Betonbügel geben spektakuläre Aussichten frei und blenden Teile des Umfeld aus.

 

Bembé Dellinger – Gebäude

Ausstellung 15.09.12-20.10.12

 

Architekturgalerie München

Einggang über Buchhandlung L. Werner

Türkenstrasse 30

München

Öffnungszeiten: Mo-Mi 9.30-19.00 Uhr, Do-Fr 9.30-19.30 Uhr, Sa 9.30-18 Uhr

 

Eröffnung: 14.09.12, 19 Uhr

 

 

 

Atelier im Currypark,

Riederau (2003)

 

 

 

 

„Ein spezielles Haus. Ein Haus für die eigene Verwandtschaft, mit der Möglichkeit, auch den künftigen Generationen noch Spielraum zu lassen. Zunächst als Atelier und Wochenendhaus genutzt, musste es pflegeleicht und robust sein. Gleichzeitig variabel genug für Kommendes. Ein Haus an dem viel heimisch ist und Einiges riskiert wurde, was man vielleicht so nur am eigenen Objekt verwirklichen kann.“ 

 

 

Wohnhaus MV

in Feldafing (2006)

 

 

 

 

 

 

 

„Der bayerische Rundfunk nannte es „Fernrohr“. Ein etwas sperriger Begriff für ein Haus. Vielleicht, weil es sich förmlich zwischen die Umgebung schiebt und den Blick fokusiert wie eine Röhre. Ein Haus für zwei Personen auf einem sehr schmalen Grundstück. Mit eigentlich nur einem Raum.“

 

 

 

Wohnbebauung Lachen-Birkenallee in Diessen am Ammersee (2007)

 

 

 

 

 

 

 

„Eine Siedlung ohne Bauträger und Spekulation sollte entstehen. Eine Siedlung, die der Grundstückseigentümer auch nach Jahren noch gerne betritt. Das Grundstück war da, zwei Wohneinheiten sollten für die Töchter erhalten bleiben, für den Rest suchte man Mitbauherren. Das Konzept war entwickelt, das Erscheinungsbild sollte einheitlich bleiben, innen waren alle individuellen Wünsche erlaubt. Verblüffend homogen und friedfertig entstand in gemeinschaftlicher Anstrengung die Siedlung.“

 

Haus R

in Schondorf (2009)

 

 

 

 

„Schondorf am Ammersee, mit guter örtlicher Infrastruktur, der Nähe zur Münchner Innenstadt einerseits und zum Flughafen andererseits, wird als Wohnort stark nachgefragt. Eine Villa für ein unternehmerisches Paar mit Gestaltungskompetenz, Neugier und Mut. Ein Haus mit komplexen Funktionsabläufen. Ein skulptural gefasster Landschaftsblick. 380 massive Acrylglaszylinder perforieren die Gebäudeaußenwand.“

 

 

 

Wohnhaus J

in Landsberg (2009)

 

 

 

 

„Ordentliche Giebelhäuser entlang des neuen Angers, das war das Konzept des Bebauungsplanes. Das Grundstück war tief und die Bauherren nicht unbedingt konventionell. Ein eher freies Wohnen wurde bevorzugt.

 

 

Haus N

in Bachern (2010)

 

 

„Es durfte ein Haus aus Beton werden, dabei atmosphärisch und nicht zu nüchtern. Das Grundstück war steil und schmal, die Aussicht  in Teilen spektakulär. Weitauskragende Balkonbügel stellen exklusive Blickbezüge frei und blenden Umfeld aus. Das reduzierte Materialkonzept setzt auf Sichtbeton und dunkles Eloxal.“

 

 

 

Wohnhaus V6

in Hechendorf (2011)

 

 

 

„Ein erster Entwurf stand bereits, da änderten sich Bauplatz und See. Alle Bemühungen, den quadratischen Flachbau in die neue Situation zu implantieren, funktionierten nicht recht. Das neue Grundstück verlangte nach einem landschaftlicheren Konzept.“

 

 

 

DPMA von Bembé Dellinger: Patente Umgestaltung

 

Bilder:

Bembé Dellinger;

Text: wenn in Ausrufezeichen Bembé Dellinger;