Sensor für Architekturtrends

Was wie ein Ufo auf der grünen Wiese aussieht, ist das von Ryue Nishizawa gestaltete das Art Museum auf der Insel Teshima. Das Gebäude ist selbst ein Kunstwerk in Form eines in hauchzartem Beton gegossenen Tropfens. Ryue Nishizawa ist zusammen mit der Architektin Kazuyo Sejima Mitgründer des japanischen Architekturbüros SANAA.

 

 

Das Art Museum in Teshima des Pritzker-Preisträgers ist eine von vielen aufsehenserregende Werke zeitgenössischer Architekten, die im neuen, nun bereits dem achten Band von „Architecture Now! Vorgestellt werden. Die jüngste Folge des Referenzwerks zu Entwicklungen der zeitgenössischen Architektur präsentiert realisierte ebenso wie aktuell im Bau befindliche Projekte aus aller Welt. Es beschränkt sich auf keinen Stil, im Gegenteil: kein Bautypus wird unterschlagen. Vertreten sind aktuelle Arbeiten renommierter Architekten wie Frank O. Gehry, Zaha Hadid (Bild links), Massimiliano Fuksas, Kengo Kuma, Jean Nouvel und Peter Zumthor. Aber auch neue Stars wie Joshua Prince-Ramus und Sou Fujimoto sind in dem Buch mit schönen Fotografien und eindrucksvollen Animationsbildern enthalten. Schließlich werden auch die Arbeiten von Architekturbüros vorgestellt, die wie Nieto Sobejano aus Spanien oder das Studio Mumbai, hierzulande noch nicht die Bekanntheit genießen, die sie verdienen. 

Zusammengestellt und vorgestellt werden die Bauten von Philipp Jodidio, der für den Tachen Verlag bereits eine eindrucksvolle Reihe von Büchern zum Thema zeitgenössischer Architektur, etwa  Monografien über Tadao Ando, Norman Foster, Richard Meier, Jean Nouvel und Zaha Hadid, veröffentlicht hat. Der  1954 geborene Jodidio, hatte Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Harvard-Universität studiert und war über zwei Jahrzehnte lang Chefredakteur der französischen Kunstzeitschrift Connaissance des Arts. Er gilt international als einer der bekanntesten Autoren zum Thema Architektur.

 

 

Philip Jodidio: Architecture Now! Vol. 8

Taschen-Verlag, 480 Seiten; 29,99 Euro

 

 

 

 

 

 

Bilder: Taschen Verlag, oben Iwan Baan