Moosach: Stadtrat billigt Bau des neuen Busbetriebshof

Nach dieser Entscheidung kann der neue Busbetriebshof der MVG nach dem Entwurf der Kölner JSWD-Architekten am Georg-Brauchle-Ring gebaut werden. Die geplante Verlagerung des Busbetriebshofes nach Moosach macht den Weg frei für die Entwicklung eines qualitätvollen Wohnquartiers am bisherigen Standort in Laim.

 

 

Der Stadtrat hat den Bebauungsplane Nr. 2087a gebilligt und damit rechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung eines Busbetriebshofes im Bezirksteil Altmoosach des Münchner Stadtbezirks Moosach für die Stadtwerke München GmbH (SWM) geschaffen. In räumlicher Nähe zur Zentrale der SWM an der Dachauer Straße wird entlang der Hanauer Straße und südlich des Georg-Brauchle-Rings der Stadtraum zukünftig durch sechsgeschossige Büro- und Verwaltungsgebäude und eine Hochgarage mit insgesamt 57.000 Quadratmeter Geschossfläche klar definiert werden. Die umfangreichen Betriebs- und Werkstatthallen sowie Nutzflächen für zirka 200 Fahrzeuge werden im rückwärtigen Bereich des Grundstückes platziert. Das städtebauliche Konzept sowie die aktuellen Projektplanungen der SWM beruhen auf dem Ergebnis des im Sommer 2014 durchgeführten Realisierungswettbewerbes (siehe unten) mit dem ersten Preisträger JSWD Architekten (Köln) mit KLA Landschaftsarchitekten (Duisburg).

Der im Zuge dieses Verfahrens parallel geänderte Flächennutzungsplan stellt außerdem Wohnbauflächen und Gemeinbedarfsflächen an der Hanauer-Straße für eine Grundschule südlich des Busbetriebshofs dar. Dafür entwickelt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung derzeit einen weiteren Bebauungsplan.

Durch den Umzug des Busbetriebshofes nach Moosach wird wiederum das derzeitige Betriebsgelände entlang der Zschokkestraße in Laim für die Wohnbebauung frei.

Quelle: Pressemeldung Referat für Stadtplanung und Bauordnung vom 1.06.2016

Juni 2014: Kölner JSWD Architekten gewinnen 1. Preis für Busbetriebshof

Im Stadtteil Moosach entsteht bis Mitte 2018 ein neuer Busbetriebshof für die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Nun stehen die Preisträger der 13 Teilnehmer des Architektenwettbewerbs „Hybrid.M – Neubau Busbetriebshof Moosach und Mantelbebauung“ fest.

Im Stadtteil Moosach entsteht bis Mitte 2018 ein neuer Busbetriebshof für die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Seit Ende 2013 ist der Weg dafür grundsätzlich frei: Der Stadtrat fasste im Dezember den erforderlichen Aufstellungs- und Eckdatenbeschluss für das betreffende Gelände nordwestlich der bestehenden Zentrale von SWM und MVG. Nun ist ein weiterer Meilenstein erreicht: Die Preisträger des Architektenwettbewerbs „Hybrid.M – Neubau Busbetriebshof Moosach und Mantelbebauung“ stehen fest.

Die Jury vergab einen ersten, einen zweiten und zwei vierte Preise. Die Preisträger sind:

1. Preis: JSWD Architekten (Köln) mit KLA Landschaftsarchitekten (Duisburg)

2. Preis: Auer+Weber+Assoziierte (Stuttgart/München) / Vogt Landschaftsarchitekten (Zürich)

4. Preis: Dominique Perrault (Paris) / Levin Monsigny (Berlin) / PSP (Berlin)

4. Preis: AllesWirdGut (Wien) / club L94 Landschaftsarchitekten (Köln) / bss-architekten (Nürnberg)

Alle vier Preisträger legten Konzepte vor, die die Gestaltungsspielräume im Bereich der Bürobebauung nutzen, aber gleichzeitig eine genaue Einhaltung der er- forderlichen Betriebsabläufe im Busdepot gewährleisten. Die SWM werden nun als Auslober mit allen vier Preisträgern Verhandlungen führen und nach deren Abschluss einen der Preisträger mit der weiteren Planung beauftragen.

Dreizehn renommierte Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten nahmen an dem von den SWM als Bauherrin ausgeschriebe- nen Wettbewerb für den kombinierten Neubau aus Busbetriebshof und Bürogebäude teil. Eine Jury aus Stadträten, Stadtteilpolitikern, Architekten und Fachleuten der Landeshauptstadt München sowie von SWM/MVG hat nun vier Entwürfe prämiert.

Die außergewöhnliche Planungsaufgabe des Wettbewerbs bestand in der Entwicklung eines architektonischen und landschaftsplanerischen Konzepts für das geplante Neubauensemble am Georg-Brauchle-Ring mit Busbetriebshof für bis zu 200 Busse.

Zur städtebaulichen Einbindung in die Nachbarschaft und zur Sicherstellung des erforderlichen Lärmschutzes soll der Busbe- triebshof teilweise überdacht und mit einer ca. 24 Meter hohen, sechsgeschossigen Bürobebauung (Mantelbebauung) umgeben werden.

Die Gestaltung der Bürobebauung sowie der Fassaden und Dachflächen des Busbetriebshofs bildeten den wesentlichen Teil des Wettbewerbs. Die Struktur des eigentlichen Betriebshofs ergibt sich dagegen aus festgelegten betrieblichen Ab- läufen und war damit fest vorgegeben. In der Bürobebauung entsteht Raum für rund 900 Arbeitsplätze sowie für weitere betriebliche Nutzungen von SWM und MVG. Zusammen mit dem Busbetriebshof ergibt sich ein hybrides Gebäudeen- semble, das betriebliche und nichtbetriebliche Nutzungen intelligent miteinander verbindet und durch seine hochwertige Gestaltung die bisherige Brachfläche am Georg-Brauchle-Ring deutlich aufwertet.

„Unser Ziel ist, den Busbetriebshof durch die Mantelbebauung städtebaulich einzufas- sen und damit möglichst gut in die Umgebung zu integrieren. Die Entwürfe der vier Preisträger bieten Potenzial für eine entsprechend hochwertige Lösung. Es zeigt sich, dass es möglich ist, im Zusammenhang mit dem neuen Busbetriebshof einen positiven städtebaulichen Akzent an der Ecke Georg-Brauchle-Ring/Hanauer Straße zu setzen. Welche Bürogemeinschaft zum Zug kommt, werden die weite- ren Verhandlungen zeigen. Fest steht schon heute, dass der neue Busbetriebshof etwa ein Drittel mehr Kapazität als der bisherige Standort in Laim bietet und optimale Betriebsabläufe für das Bereitmachen, Instandhalten, Reparieren und Abstel- len der Busse ermöglicht. Die nebenan geplanten Werkswohnungen helfen uns zudem bei der Personalgewinnung. Der Busverkehr boomt – und wird weiter wachsen. Mit dem neuen Betriebshof gehen wir gut gerüstet in die Zukunft“, so Herbert König, Jurymitglied, MVG-Chef und SWM Geschäftsführer Verkehr.

Das Wettbewerbsgrundstück liegt in unmittelbarer Nähe der SWM Zentrale und umfasst eine Fläche von insgesamt ca. 41.000 Quadratmeter. Hiervon sind rund 36.000 Quadratmeter für den Neubau „Hybrid.M“ vorgesehen, weitere ca. 5.000 Quadratmeter entfallen auf eine neu zu schaffende Grünfläche.

Südlich angrenzend an das Planungsgebiet sollen in einem weiteren Planungs- schritt bis zu 500 Wohneinheiten entstehen; ein großer Teil davon als Werkswoh- nungen für Mitarbeiter der SWM. Ein Planungswettbewerb für dieses Areal wird derzeit vorbereitet. Durch die Verlagerung nach Moosach kann außerdem das bisher vom Busbetriebshof genutzte Areal in Laim für zusätzliche Wohnbebauung genutzt werden.

Die Beiträge aller Wettbewerbsteilnehmer werden voraussichtlich Anfang Juli im Foyer der SWM Zentrale (Emmy-Noether-Straße 2, 80992 München; U1/U7 Westfriedhof, Tram 20/21 Borstei) ausgestellt.

 

 

 

 

Quelle: Pressemeldung SWM vom 10.06.14; competionline

Bilder: SWM/Presse -  Visualisierungen von oben nach unten: JSWD Architekten (Köln) mit KLA Landschaftsarchitekten (Duisburg);  Auer+Weber+Assoziierte / Vogt Landschaftsarchitekten; Dominique Perrault / Levin Monsigny / PSP; AllesWirdGut / club L94 Landschaftsarchitekten / bss-architekten