DAM-Preis: Bruno Fioretti Marquez gewinnen mit Meisterhäuser

Am 29. Januar 2016 wurde der DAM Preis für Architektur in Deutschland 2015 an das Berliner Büro Bruno Fioretti Marquez für ihre Rekonstruktion „Neuen Meisterhäuser“ in Dessau verliehen. Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt zeigt nun die Werke.

 

Die Jury entschied sich damit für ein viel diskutiertes Projekt, deren Architekten sich bewusst für eine abstrahierte Wiedergabe und gegen eine originalgetreue Rekonstruktion entschieden hatten. In einer Ausstellung des Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main werden nun die Arbeiten zusammen mit weiteren Nominierten gezeigt.

Die Rekonstruktionsdebatte wurde erneut angefacht, was die intensiven Diskussionen zum Gewinner des DAM Preises für Architektur in Deutschland belegen: Die Neuen Meisterhäuser in Dessau des Berliner Büros Bruno Fioretti Marquez stehen als Gewinner des DAM Preises für Architektur in Deutschland 2015 im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Architekten realisierten anstelle einer originalgetreuen Rekonstruktion eine „städtebauliche Reparatur“ mit der exakten und dennoch abstrahierten Wiedergabe der Hülle der ehemaligen Direktorenvilla Gropius und der Doppelhaushälfte Moholy-Nagy. Vielleicht gab es in der Geschichte dieses Preises noch nie einen so stark zur Debatte anregenden und gerade dadurch verdienten Gewinner.

Neben den Gewinnern präsentiert die Ausstellung 21 weitere Bauten in und aus Deutschland, die von Wohn- über Kulturbauten bis hin zu Gedenkstätten einen breiten Querschnitt der aktuellen deutschen Baukultur zeigen. 30. Januar bis 8. Mai 2016, Deutsches Architektur- museum.

Gezeigt werden die Werke zudem in dem DAM Jahrbuch 2015/16, das im Prestel-Verlag erschienen ist: 200 Seiten, rund 180 Abbildungen, Deutsch/Englisch

Bildnachweis: Quer - Stiftung Bauhaus Dessau, Neue Meisterhäuser 2014, 
Architekten: Bruno Fioretti Marquez
Foto: © Christoph Rokitta; hoch - Stiftung Bauhaus Dessau, Neue Meisterhäuser 2014
, Architekten: Bruno Fioretti Marquez
Foto: © Werner Huthmacher