Am Hart: HENN gewinnt 1. Preis für das FIZ-Future von BMW

Den mehrstufigen Architekturwettbewerb um die Erweiterungsbauten des BMW Forschungszentrum (FIZ-Future) gewann Ende September gegen internationale Konkurrenz das Münchner Architekturbüro HENN. Nun besteht eine erste Blaupause für das Großprojekt im Münchner Norden.

 

Die BMW Group verfolgt mit dem Programm FIZ Future das Ziel, einen Rahmen für langfristige Entwicklung vom Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) im Münchner Norden zu schaffen. Bereits heute ist das FIZ mit 26.000 Arbeitsplätzen und einer rund eine Million Quadratmeter Nettogeschossfläche der größte Standort der BMW Group. Durch das stetige Unternehmenswachstum, die technologischen Veränderungen wie Elektromobilität, neue Materialien, zunehmende Vernetzung sowie neue Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodelle sind Erweiterung und Restrukturierung des FIZ notwendig.

Vor diesem Hintergrund soll der Standort mit Schwerpunkt im Stadtviertel Am Hart um ein Areal von von 26 Hektar in den Stadtbezirken Milbertshofen-Am Hart und Feldmoching-Hasenbergl erweitert und der Bestand teilweise neu strukturiert werden. Auf den neuen Flächen sollen weitere Verwaltungs-, Forschungs- und Werkstatteinrichtungen sowie Prüfstände und Designstudios entstehen.

Am 25. September 2014 fand die Preisgerichtssitzung der 2. Wettbewerbsstufe in München statt. In einem einstimmigen Beschluss hat das Preisgericht unter dem Vorsitz von Kaspar Kraemer die Entwürfe von drei Architekturbüros mit Preisen ausgezeichnet:

 

1. Preis: HENN mit Topotek1 (Deutschland, München)

2. Preis: ernst niklaus fausch architekten (Schweiz, Zürich)

3. Preis: West 8 urban design & landscape architecture (Niederlande, Rotterdam)

HENN konnte sich neben den 2. Und 3. platzierten Architekturbüros in der zweiten Stufe des Wettbewerbsverfahrens zudem gegen AllesWirdGut Architektur ZT Wien, AS&P – Albert Speer & Partner, Frankfurt sowie gegen gmp International, Hamburg, durchsetzen.

„Der Siegerentwurf besticht durch seine klare Idee einer zentralen Mittelachse, an der künftig auch der neue Eingang liegen wird“, lobt Münchens OB Dieter Reiter den Vorschlag von Henn Architekten. „Der großzügige Park stellt sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Umgebung einen großen Gewinn dar. In den Planungsprozess wird die Öffentlichkeit auch weiterhin aktiv eingebunden werden.“ 



Im namhaft besetzten Preisgericht saßen neben dem Münchner Oberbürgermeister und dem Vorsitzenden Kasper Kramer außerdem die Architekten Roger Diener (Basel), Reinier de Graaf (Rotterdam), Louisa Hutton (Berlin), Ulrike Lauber (München), Patrick Ruggli (Zürich), Karin Schmid (München) und Michael Triebswetter (Kassel), die Stadtbaurätin Elisabeth Merk sowie die Mitglieder des Vorstands der BMW AG, Herbert Diess und Milagros Caiña Carreiro-Andree.

„Das vorgeschlagene Freiraumkonzept mit grünen Höfen, Pocket-Parks, kleinen Plätzen und Dachbegrünungen steigert die Qualität des Arbeitsumfelds unserer Mitarbeiter. Auch der große Nachbarschaftsgarten im Norden und das Bürgerhaus an der Knorrstraße sind für mich gelungene Beiträge zur Vernetzung mit den angrenzenden Stadtquartieren“, meint Milagros Caiña Carreiro-Andree.

Quellen: FIZ Future, Baunetz

Bilder: BMW Group, HENN