Moosach: Stadt billigt Bebauungsplan für 620 Wohnungen

Der Stadtrat hat am 19. Juli 2017 den Billigungsbeschluss zum Bebauungsplan für ein neues Wohnquartier der SWM auf dem ehemaligen Gaswerksgelände in Moosach gefasst. Nördlich davon soll der neue Busbetriebshof entstehen. .

 

Der Planungsausschuss des Stadtrats stimmte den vorbehaltlichen Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2087b im Bereich Georg-Brauchle-Ring, Emmy-Noether-Straße, Dachauer Straße, Hanauer Straße im Stadtbezirk 10 Moosach zu.

Auf dem ehemaligen Gaswerksgelände in Moosach soll südlich des neuen Busbetriebshofs ein qualitätsvolles, lebendiges Quartier für unterschiedliche Einkommensgruppen entstehen. Grundlage des Bebauungsplans sind die erstplatzierten Entwürfe eines nichtoffenen Realisierungswettbewerb (Erster Preis: Superblock ZT GmbH, Wien mit Yewo Landscapes, Wien) mit städtebaulichem und landschaftsplanerischem Ideenteil (Erster Preis: Meili, Peter GmbH, München mit Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten, München), der Anfang Oktober 2014 entschieden wurde. Für den Bedarf an sozialer Infrastruktur aus dieser Nutzung und der Umgebung soll eine integrierte Kindertageseinrichtung im westlichen Bereich sowie an der Emmy-Noether-Straße ein Standort für eine Grundschule mit einem Haus für Kinder vorgesehen werden.

Den Einwohnerinnen und Einwohnern wird eine öffentliche Grünfläche östlich der Emmy-Noether-Straße als Erholungsfläche dienen. Durch Fuß- und Radwegeverbindungen sollen auch die Gebiete westlich der Hanauer Straße mit der benachbarten öffentlichen Grünfläche verbunden werden. Die denkmalgeschützten Doppelhäuser der ehemaligen Lehrkolonie Moosach bleiben erhalten und werden in das Gebiet integriert. An der Dachauer Straße ist eine Einzelhandelsnutzung zur Versorgung des Gebietes geplant.

Quelle: Pressemeldung des Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München vom 19.7.17

Oktober 2014: Wiener Architekten Superblock gestalten neues Wohnquartier

 

Das Planungsgebiet liegt im Bezirksteil Altmoosach des Stadtbezirks Moosach (im Umgriff des Bebauungsplanes Nr. 2087) südlich des geplanten neuen Busbetriebshofes und umfasst den Südteil des ehemaligen Gaswerksgeländes mit einer Größe von insgesamt zirka 5,7 Hektar. Hier sollen 600 Wohnungen entwickelt werden. Dabei sollen auch bis zu 120 Werkswohnungen entstehen.

Wiener Architektenteam gewinnt Realisierungswettbewerb

Im Realisierungswettbewerb im November 2014 zeichnete das Preisgericht Superblock ZT GmbH, Wien, mit Yewo Landscapes, Wien, als Sieger gegen 14 Mitbewerber aus. Der Entwurf zeichnet sich durch klare Kanten, viel Glas und vor allem mit viel Platz für Grünanlagen aus.

Der erste Preis im städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb ging an Meili, Peter GmbH, München, mit Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten, München.  Das nun anschließende Bebauungsplanverfahren basiert auf dieser Grundlage.

Geschlossene Bebauung als Lärmschutz

Für den Bedarf an sozialer Infrastruktur sind in dem neuen Wohngebiet eine integrierte Kindertageseinrichtung sowie – an der Emmy-Noether-Straße – ein Standort für eine Grundschule vorgesehen. Im südlichen Bereich, einem von der Dachauer Straße aus gut sichtbaren Standort, wird der Einzelhandel Platz finden. Die städtebaulichen Aufgaben und Zielsetzungen umfassen auch die Bewältigung der Lärmeinwirkungen durch eine möglichst geschlossene Bebauung sowie Fuß- und Radwegeverbindungen zur Verknüpfung mit den benachbarten öffentlichen Grünflächen.

Lehrkolonie bleibt erhalten

Die verbleibenden Doppelhäuser der ehemaligen Lehrkolonie Moosach des Architekten und Bauunternehmers Karl Stöhr sollen im Sinne der Denkmalpflege weiter zum Wohnen genutzt werden. Für diese kleinteiligen Häuser soll ein angemessenes Umfeld geschaffen werden, das ihrer Eigenart als Baudenkmal angemessen ist.

 

 

 

 

 

 

Quellen: Pressemeldung Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München vom 2.03.2016, immobilienreport

Bild: Visualisierung nach Entwurf von Superblock ZT GmbH, Wien, mit Yewo Landscapes, Wien; Visualisierung und Lageplan