Mehr Schein als Sein

Wie bestimmen Fiktion und Inszenierung unsere Realität? Die Ausstellung „Inszeniert“ in der Hypo-Kunsthalle zeigt vom 19. August bis zum 6. November 2016, wie in Architektur, Medien und Kunst die Scheinwelt und Rollenspiele unsere Realität bestimmt. 

 

Die ganze Welt ist Bühne/Und alle Frauen und Männer bloße Spieler“, heißt es in William Shakespeares Lustspiel „Wie es euch gefällt“. Es könnte das Motto der Ausstellung „Inszeniert – Spektakel und Rollenspiel in der Gegenwartskunst“ sein, die ab dem 19. August in der Kunsthalle München zu sehen ist.

 Wie bestimmen Fiktion und Inszenierung unsere Realität? Welche Rollen haben wir zu spielen? Solche Fragen beschäftigen beispielsweise viele Teilnehmer der sozialen Netzwerke. Auch zeitgenössische Künstler wie Nan Goldin, Stan Douglas, Candida Höfer, Ulrike Oettinger, Cindy Sherman und Jeff Wall greifen auf die Welt des Theaters, der Oper und des Balletts zurück und lassen sich von prunkvoller Architektur und opulenten Bühnenbildern, von Spektakel, Rollenspiel und Maskerade inspirieren. Anhand von 90 Kunstwerken – Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Filme und Installationen – aus der Sammlung Goetz wird gezeigt, wie Künstler auf die perfekt inszenierte Scheinwelt zurückgreifen. Alle Exponate entstanden im Zeitraum von 1972 bis 2013 und können somit als Querschnitt des Wechselspiels zwischen Kunst und Bühne in der Gegenwart gelten.

Einige Werke wollen keine perfekte Illusion erzeugen, sondern ihre eigene Inszenierung offenlegen. Gezeigt werden verblüffende Weltentwürfe zwischen Poesie und Trash, politischem Zeitgeschehen und Science Fiction, klassischer Kunsttradition und Multimedia.

 

Inszeniert! Spektakel und Rollenspiel in der Gegenwartskunst

Ort: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstraße 8 (in den fünf Höfen), München

Zeit: 19. August bis 6. November 2016, geöffnet täglich von 10–20 Uhr(auch sonntags und an Feiertagen)

 

Quelle: Presse Hypo-Kulturstiftung

Bildnachweis (von oben nach unten): Hans Op de Beeck, Staging Silence (2)
2013, 1-Kanal-Video (s/w, Ton), Full HD
Courtesy Sammlung Goetz, München
© Hans Op de Beeck, VG-Bildkunst, Bonn, 2016; Ottinger, Ulrike, Absinth (Tabea Blumenschein)
1975, C-Print, 62 x 40 cm, 
Courtesy Sammlung Goetz, München
© Ulrike Ottinger ; Stan Douglas, Michigan Theatre
1997/98, C-Print, 45,7 x 55,9 cm
 Courtesy Sammlung Goetz, München