Isarvorstadt: Badelust am Isarstrand

Während noch bis Ende 2017 an der Machbarkeitsstudie für ein Flussbad an der Isar gearbeitet wird, haben Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften bereits Pläne dafür ausgearbeitet. Diese können noch bis zum 23. Oktober vor Ort besichtigt werden.

 

Zugegeben: Zum Baden ist aktuell die Isar vielen zu kalt. Doch der Isarlust e. V. denkt an wärmere Monate und setzt sich für eine Liberalisierung des Badeverbots zwischen Reichenbach- und Tivolibrücke sowie für ein Flussbad ein. Nun kann die Badelobby einen Erfolg vermelden.

Am 5. Juli 2016 hat der Stadtrat eine Machbarkeitsstudie für 120.000 Euro in Auftrag gegeben, die voraussichtlich Ende 2017 vorgelegt werden soll. In der Studie soll geklärt werden, ob und wo das Flussbad entstehen und wie es gestaltet sowie betrieben werden könnte. Denn die von den Stadtwerken München (SWM) betriebenen Freibäder sind weitgehend defizitäre Zuschussbetriebe. Unterstützung erhielt nun der Verein Isarlust durch die Green City Energy AG. Das Tochterunternehmen der gleichnamigen Münchner Umweltorganisation könnte das Flussbad betreiben, wenn die Finanzierung über Crowdfunding oder einen Förderverein sichergestellt wäre. Im kommenden Jahr will der Verein Isarlust einen Gestaltungswettbewerb ausschreiben.

An der  Münchner Hochschule für angewandte Wissenschaften am Institut Architectural Design ist man bereits weiter. Unter der Leitung von Professorin  Silke Langenberg und Professor Andreas Meck haben im vergangenen Wintersemester 16 Studentinnen und Studenten Entwürfe für „Life is a Beach – ein Flussbad in München“ ausgearbeitet. Diese können noch bis zum 23. Oktober 2016 in den Frühlingsanlagen südlich der Reichenbachbrücke auf Bannern besichtigt werden.

Julia Botzenhardt positioniert ihr „Erhardt´s Flussbad“ (siehe oben links Modellfoto) mit öffentlichen Treppen zur Isar gegenüber der Erhardtstraße am Westufer.

An der Ludwigsbrücke, dem Volksbad und dem Isartor will Tiago Alves Machado sein Flussbad „Drunter & Drüber“ (siehe Visualisierung links)  – das zugleich Brücke und Restaurant ist – auf drei Ebenen errichten.

Und Antonia Ivankovic will die tragenden Wände ihres Flussbades mit Stampfbeton (Bild links unten) anfertigen lassen, um die Schichten sowie die Geschichte des Flusses sichtbar zu machen. Einige Anregungen wird es für den Gestaltungswettbewerb sicher geben.

Weitere Informationen:

Isarlust e. V.: Webseite des Vereins mit Studentenentwürfe

 

 

 

 

Bildnachweis: Entwürfe der Studenten Hochschule für angewandte Wissenschaften München / Pressematerial Isarlust