Maxvorstadt: Chipperfield und Enea gestalten Karl

In der Maxvorstadt soll auf dem ehemaligen MAHAG-Areal ein nobles Gebäude mit Hotel, Büros und Gastronomie entstehen. Das berliner Büro des britischen Stararchitekten Sir David Chipperfield hat nun den Zuschlag bekommen.

 

"Uns geht es darum, einen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität und eigener Identität zu schaffen“, so Stephanie und Alexej Brecht-Bergen. Für das Projekt „Karl“ im Marsfeld der Maxvorstadt gegenüber der Spaten-Brauerei wurde 2016 ein Wettbewerb ausgelobt. Drei zweite Plätze wurden vergeben: an David Chipperfield Architects, Berlin, EM2N, Zürich und Allmann Sattler Wappner, München.

Nun entschied sich das Bauherren-Ehepaar für das Berliner Büro von Chipperfield. Ihre Entscheidung begründen sie mit der ausdrucksstarken Fassade des Entwurfs, dem quadratischen Grundriss sowie mit der nachhaltigen Gebäudestruktur.

Die Fassade des Neubaus – in dem überwiegend Büros, aber auch Gastronomie und ein Hotel untergebracht werden – besteht aus großen Betonfertigteilen (siehe Visualisierung oben). Diese rahmen jeweils zwei Geschosse ein, wodurch der Bau „eine höhere materielle Qualität“ bekommen soll und der Eindruck entsteht, „als wäre das Haus kleiner, als es ist“, so David Chipperfield.

Als Reminiszenz an die nun zum Abriss freigegebene Werkstatthalle mit dem Sheddach soll eine neue Shedhalle für das geplante Restaurant (siehe Bild links) wieder ausgebaut werden. Eine grüne Oase (siehe Bild oben links) soll der Schweizer Landschaftsarchitekt Enzo Enea in dem für die Öffentlichkeit zugänglichen Innenhof gestalten. Auch für die Dachterrasse des Hotels ist eine Begrünung vorgesehen. Eine zweigeschossigen Tiefgarage soll zudem für die erforderlichen Stellplätze sorgen. Mit dem Bau soll 2018 begonnen werden. Nach Fertigstellung soll das Gebäude auf dem 7500 Quadratmeter großen Grundstück rund 30.000 Quadratmeter oberirdischer BGF aufweisen.

Weitere Informationen:

Karl: Die Projektseite

Bildnachweis David Chipperfield Architects