Landsberg: 1. Preis für Staab Architekten für Wohn- und Kulturbau

Der Starnberger Projektentwickler Ehret + Klein errichtet das Quartier Urbanes Leben am Papierbach in Landsberg am Lech. Nun gewannen die Berliner Staab Architekten den Wettbewerb für das Baufeld B1 mit ihrem Entwurf für eine Versammlungsstätte mit Cafe und Wohnungen in den oberen Etagen.

 

Auf dem Gebiet der ehemaligen Pflugfabrik in Landsberg am Lech soll in den nächsten Jahren ein neues innerstädtisches Quartier entstehen. Mit einer Fläche von 5,7 Hektar zählt die Industriebrache zu den wichtigsten innerstädtischen Entwicklungsarealen in Landsberg. Das äußerst stadtzentrumsnahe Areal stellt eine wichtige Entwicklungsfläche im Rahmen der städtebaulichen Innenentwicklung der Stadt Landsberg dar. Neben der Wohn- und Mischnutzung, Kinderbetreuungseinrichtungen mit Freiflächen und einem Nahversorgungsunternehmen soll auch der Bedarf an Räumen für vielfältige, kulturelle Nutzungen gedeckt werden. Sowohl vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung der Bevölkerung als auch insbesondere mit Blick auf die gute Verkehrslage und der sehr guten fußläufigen Anbindung zur Stadtmitte bietet sich hier im Rahmen einer verdichteten Bauweise die Möglichkeit zur Schaffung von Wohnraum und Infrastruktureinrichtungen in Form eines urbanen Quartiers mit Geschosswohnungsbau. 
Mit dem vorliegenden Realisierungswettbewerb erwarteten die Ausloberin Ehret + Klein und die Stadt Landsberg gestalterisch, funktional und wirtschaftlich überzeugende Lösungen für das Baufeld B1 im süd-östlichen Quadranten des Quartiers. Durch seine direkte Lage an Lechbogen und Lechaue und die vorgesehene Nutzung hat dieser Standort eine herausgehobene Bedeutung für das Quartier.

Die Jury unter Vorsitz des Architekten Peter Brückner vergab den 1. Preis an Staab Architekten, Berlin (siehe Visualisierungen oben und oben links) und den 2. Preis an Auer Weber, München und Stuttgart (Visualisierung unten).

Zum Wettbewerb waren außerdem die Architektenbüros ATP München Planungs GmbH, Hild und K, München und Studio Libeskind, New York, geladen.

Jury zum 1. Preis:

Franziska Ebeler von Staab Architekten kombinierte mit ihrem Entwurf die Dachform der Alten Schmiede mit den typischen Dachformen der Altstadt. „So forme sich ein Bauwerk, das mit Anleihen in der Industriearchitektur und Verbindungen zum Ort vertraute Bilder schaffe, lobte die Jury. Und stellte fest: „Der Dialog mit dem Karl-Schrem-Bau ist förmlich hörbar“. Funktional und atmosphärisch schaffe der Berliner Entwurf einen „Kreativ-Hub“: Freitreppen, Stadtbalkone, eine erste Etage, durch die man flanieren kann, sehr große Glasflächen und einen intimen, halböffentlichen Hof. Ein Laubengang, der durch Überbreite zur Gemeinschaftsloggia wird, fördere die Kommunikation und den Zusammenhalt.

Quellen: Competitionline

Bildnachweis: Staab Architekten