Parkstadt Schwabing: Hilmer Sattler gewinnen mit Wohnquartierentwurf

In der Parkstadt Schwabing dominiert bislang die Wohnbebauung. Nun lobte die Argenta ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb für die Bebauung eine der wenigen freien Baufelder für eine Wohnbebauung aus, der nun entschieden wurde.

 

Entwickelt soll ein in der Parkstadt Schwabing im Bezirksteil Alte Heide/Hirschau des Münchner Stadtbezirks Schwabing-Freimann südlich gelegenes Areal. Bislang ist das Quartier zwischen den Highlight Towers im Süden und dem m.pire im Norden weitgehend durch Bürogebäude mit aktuellen und künftigen Mietern wie Amazon, IBM, Interhyp, Microsoft und Osram geprägt. Aktuell errichtet die Argenta in der Nähe des Erschließungsareals den neuen Hauptsitz für Microsoft Deutschland sowie ein Hotelgebäude für Motel One.

Nun wurde für eines der letzten großen zusammenhängenden Baufelder im südlichen Teil der Parkstadt Schwabing ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb für eine Wohnbebauung entschieden, den Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht mit mahl.gebhard.konzepte

 Gewannen. Der 2. Preis ging an HPP Hentrich-Petschnigg & Partner, Düsseldorf mit +Grün GmbH, Düsseldorf, der 3. Preis an GSP architekten, München mit El:ch Landschaftsarchitekten, München.

Die Entwürfe können noch bis zum 25. April im Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München, Blumenstraße 28b besichtigt werden.

Es soll eine Bebauung mit einer Gesamtgeschossfläche von zirka 84.000 Quadratmetern entstehen, ganz überwiegend für Wohnnutzung, aber auch für kerngebietstypische Nutzungen wie etwa Handel oder Gastronomie. Es geht dabei um vier Parzellen, die sich südlich und nördlich der Anni-Albers-Straße sowie zwischen Gunta-Stölzl-Straße und Lilly-Reich-Straße erstrecken. Die Baukörper sollen gemäß einer Behördenvorlage sieben bis acht Geschosse hoch sein; darin werden zu 95 Prozent Wohnungen unterkommen, nur 2520 Quadratmeter sind für Gewerbeflächen vorgesehen. Auch eine Kindertagesstätte ist geplant. Die Gebäude seien durch Takt aus Vor- und Rücksprüngen gestaffelt, heißt es in der Projektbeschreibung. Von "schallexponierten Loggien" ist die Rede, die durch Verglasungen geschützt seien.

Ursprünglich beabsichtigte die Argenta Internationale Anlagegesellschaft & Co. Grundbesitzgesellschaft OHG mit ihrem Eigentümer Helmut Röschinger – unter dessen Federführung die Parkstadt Schwabing entwickelt wurde – das Areal mit gewerblich genutzten Gebäuden erschließen. Aufgrund der langen Erschließungsdauer und der anfänglich eher schleppenden Akzeptanz der Parkstadt Schwabing in Konkurrenz anderer Gewerbe-Entwicklungs-Areale wie dem Arnulfpark und der stark gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum, wurde jedoch zur Freude der Stadt eine Umnutzung des Erschließungsquartiers  vorgenommen. Bislang gibt es bereits 1800 Wohnungen im südwestlich gelegenen Abschnitt der Parkstadt Schwabing.

Quellen: Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München; „SZ“ vom 12. April 2016

Visualisierung: Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht mit mahl.gebhard.konzepte/ Argenta