Werksviertel: Niederländische Stararchitekten MVRDV planen Werk12

Nach der Juryentscheidung zum neuen Münchner Konzerthaus wird ein weiterer Entwurf für ein Projekt im Werksviertel präsentiert. MVRDV, Rotterdam, stellen ihre Pläne für das OTEC-Projekt Werk12 vor.

 

Die Partner des niederländischen Büros MVRDV vor Ort werden N-V-O Nuyken von Oefele Architekten, München, sein. Auftraggeber ist die OTEC GmbH & Co. KG der Pfanni-Erben.

Auf 9.600 Quadratmetern wird das Werk12 im Werksviertel von Berg am Laim Flächen für verschiedene Nutzungsarten bieten:  Büros, Entertainment, Fitness, Gastronomie und Nachtleben.

Ungewöhnlich hohe Geschosshöhen

Die Grundstruktur des Hauses besteht aus fünf Ebenen mit einer Raumhöhe von über fünf Metern: das Konzept sieht möglichst frei gestaltbare Räume vorher, die mit ihren 5,50 Meter Deckenhöhe auch zweietagig genutzt werden.Für das Gebäude ist eine Vollverglasung mit über drei Meter tiefen, umlaufenden Terrassen auf allen Obergeschossen geplant. Im Inneren des Baukörpers liegen konventionelle Erschließungskerne. Im Bereich der Terrassen, befinden sich halb offen geführte Treppenläufe.

Hommage an Pfanni-Werbegrafiken als künftiger Selfie-Hotspot?

Die fünf Meter hohen Buchstaben an der Fassade stammen von den Künstlern Christian Engelmann und Beate Engl. Werbegrafiken und Graffiti inspirierten sie zu den riesigen Wörtern Sie werden nachts farbig erstrahlen und sollen das Werk12 zum „neuen Selfie-Hotspot in München“ machen. Der Loft- und Industriecharakter, der dieses Gebiet am Ostbahnhof geprägt hat, sollte ebenfalls aufgenommen werden. Im Hintergrund ist auch schon das Werk 4 teilweise zu erkennen. Ein ebenfalls spektakuläres Gebäude, welches später ein Hotel beherbergt.

Die Adresse des Hauses – Knödelplatz – verweist auf die ursprüngliche Nutzung des ehemaligen Pfanni-Areals. Die Fertigstellung ist bereits für Anfang 2019 geplant.

 

Visualisierungen und Schnitt: MVRDV Architects