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Freimann: Stadtrat beschliesst Umnutzung von Lokhallen

Der Stadtrat hat am 6. Mai  grünes Licht für die Umnutzung und Weiterentwicklung des Areals des ehemaligen Bundesbahnausbesserungswerks gegeben. In der denk- malgeschützten Lokhalle soll künftig ein Oldtimer-Zentrum und ein Baumarkt untergebracht werden.

 

Das Areal des ehemaligen Bundesbahnausbesserungswerks liegt im Bezirksteil Freimann des 12. Stadtbezirk (Schwabing-Freimann) zwischen der Maria-Probst-Straße und der Lilienthalallee und umfasst eine Fläche von zirka 20,2 Hektar. Das erarbeitete Planungskonzept sieht sowohl den Erhalt des Gebäudes als solches wie auch seiner umgebenden Struktur vor. Die neuen Nutzungen werden in die vorhandene Struktur integriert. So bleiben der Hallencharakter und das Volumen dieses imposanten Baukörpers weiterhin erlebbar. Im nördlichen Teil der Halle soll ein Baumarkt-Fachzentrum realisiert werden. Der großflächige südliche Hallenbereich und dessen östlicher Vorbau sowie das Kantinengebäude, das Kesselhaus und der Kohlenbunker sollen als Oldtimer- und Sportwagen-Zentrum genutzt werden. Neben den Ausstellungs- und Handelsflächen, Restaurationswerkstätten oder Aufbewahrungs- und Wartungsboxen sind weitere Nutzungen wie Veranstaltungsflächen, Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie oder Erlebniszonen, Flächen für Tagungen sowie ein Club für Autobegeisterte angegliedert. Das Oldtimer- und Sportwagen-Zentrum soll täglich geöffnet und gänzlich öffentlich zugänglich sein. Der Baumarkt erhält eine Kundenanbindung an die Maria-Probst-Straße. Das Oldtimer- und Sportwagen-Zentrum wird über die Lilienthalallee auf Höhe der Edmund-Rumpler-Straße erschlossen. In deren Verlängerung entsteht eine neue öffentliche Fuß- und Radwegeverbindung in Richtung Westen.

Quelle: Pressemeldung Landeshauptstadt München vom 07.05.2015

 

09.04.2015: Lauber+Zottmann gewinnen Ideenwettbewerb

Auf dem Areal des ehemaligen Ausbesserungswerks (AW) Freimann soll ein neues Gewerbequartier entstehen. Nun wurde der von CA Immo ausgeschriebene Ideenwettbewerb entschieden. Den ersten Preis erhielten Lauber + Zottmann Architekten mit Valentien + Valentien Landschaftsarchitekten

Die ersten Großhallen in Freimann ließ Krupp für die Rüstung in den Kriegsjahren 1916 und 1917 errichten, später baute die Reichsbahn weitere bedachte Flächen hinzu, unter anderem die mit 36.680 Quadratmeter große Halle 24 (siehe Aufmacherbild oben), die größte in Süddeutschland. In der Blütezeit des Ausbesserungswerks (AW) 1932 bis 1940 wurden 2902 Dampflokomotiven, 2351 Elektrolokomotiven  und 74.635 Güterwagen  untersucht.

Nun soll das ehemalige AW-Areal umgenutzt werden, dass sich im heutigen Viertel Freimann des Bezirks Schwabing-Freimann befindet.

Die CA Immo hat als Rechtsnachfolger der Bundesbahn-Grundstücksverwaltung dafür – genauer für den Südteil des Geländes – in Abstimmung mit der Landeshauptstadt München städtebauliche Ideenwettbewerb  ausgelobt. Dabei galt es die bereits vorhandenen kulturellen und kreativen Nutzungen – wie beispielsweise in der historischen Zenith-Halle – zu berücksichtigen und zu integrieren wie das geplante „Forum für Fahrkultur“ in der ehemaligen Dampflokrichthalle. Im März vergab das Preisgericht unter dem Vorsitz von Professor Markus Neppl den ersten Preis an Lauber + Zottmann Architekten, München, mit Valentien + Valentien Landschaftsarchitekten, Weßling.

Der Sieger-Entwurf sieht für das Wettbewerbsgebiet die Errichtung von Gebäuden unterschiedlicher Größe mit einer Geschossfläche von rund 50.000 Quadratmeter vor. Dabei sind  Büro-, Dienstleistungs- und Handelsnutzungen sowie Werkstätten aber auch Hotels und in geringerem Umfang bestimmte Wohnungen, wie Betriebs- und Atelierwohnungen vorgesehen. "Fünf präzise gesetzte Gebäudemodule bestimmen auf angenehme Weise die offene Campusstruktur“, lobt Jurychef Neppl. „Die Gebäudeanordnung verspricht in der Typologie, Nutzungsmöglichkeit und baulichen Ausformung ein hohes Maß an Flexibilität.“

 

Ziel des unter dem Motto „Campus für Innovation und Forschung“ ausgelobten Wettbewerbs war die Entwicklung eines städtebaulichen und landschaftsplanerischen Konzepts für das rund 3,7 Hektar große Areal. Dabei galt es die bereits vorhandenen kulturellen und kreativen Nutzungen  zu berücksichtigen und zu integrieren. Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung wurde mit interessierten Bürgern und Bürgerinnen bereits im Vorfeld des Wettbewerbs über das Vorhaben diskutiert und wesentliche Anregungen aus dieser Veranstaltung wurden in die Auslobungsunterlagen integriert.

Insgesamt waren zu dem städtebaulichen Ideenwettbewerb acht Arbeitsgemeinschaften aus Münchner Stadt- und Landschaftsplanungsbüros eingeladen. Die Arbeiten von Goetz Castorph Architekten und Stadtplaner, München, mit Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten Stadtplaner, München, und Steidle Architekten, München, mit Grabner + Huber Landschaftsarchitekten, Freising, wurden jeweils mit einem dritten Platz ausgezeichnet.

Der Jury gehörten neben dem Fachpreisgericht als stimmberechtigte Mitglieder u. a. auch die Stadt- räte Klaus-Peter Rupp (SPD), Richard Quaas (CSU), Jutta Koller (Die Grünen/RL), Dr. Michael Mattar (FDP) an. In der Jury war auch der Bezirksausschuss Schwabing-Freimann mit Petra Piloty vertreten.

Auf Grundlage der Wettbewerbs wird die Stadt das Bebauungsplanverfahren durchführen. Im nördlichen Teil der Halle soll ein Baumarkt realisiert werden. Der südliche Hallenbereich mit Kantine, Kesselhaus und Kohlenbunker soll als „Forum für Fahrkultur“ alte und seltene Kraftfahrzeugen aufnehmen. Neben den Ausstellungs- und Handelsflächen sind Veranstaltungsflächen, Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie oder Erlebniszonen, Flächen für Tagungen angegliedert werden.  Die Verbindung mit der historischen Nutzung soll also gewahrt werden.  

 

 

Weitere Informationen:

Landeshauptstadt München: AW Freimann