Parkgebühren: München kassiert in Bayern am meisten ab

Durchschnittlich 1,24 Euro zahlen Autofahrer pro Stunde in Bayern in den kreisfreien Städten für einen Parkplatz. So eine Umfrage des Bund der Steuerzahler. München liegt dagegen mit 2,50 Euro bayernweit an der Spitze. Die hohen Parkgebühren spiegeln sich auch in den Einnahmen der Landeshauptstadt wider.

 

Einkaufsbummel, Arztbesuch – es gibt viele Gründe, warum man sein Auto eine Zeit lang in der Stadt parken muss. Dabei stellt sich die Frage, wie teuer es wird, ein, zwei oder mehrere Stunden auf einem öffentlichen Parkplatz stehen zu bleiben. Handelt es sich dabei um eine kreisfreie Stadt in Bayern, schlägt dieser Parkplatz mit durchschnittlich 1,24 Euro Parkgebühr pro Stunde zu Buche. Das hat eine statistische Erhebung des Bundes der Steuerzahler in Bayern ergeben.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Erstaunlich viele Kommunen (17) bieten auch kostenlose öffentliche Parkplätze an. Andere dagegen fordern zwei Euro oder mehr für die erste Parkstunde.

Der Bund der Steuerzahler hat auch nachgefragt, wie hoch die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung sind. Bis auf Kaufbeuren, haben alle Städte geantwortet, mit folgendem Ergebnis: Im Schnitt kostet die erste Stunde Parken auf öffentlichen Parkplätzen 1,24 Euro. In einzelnen Städten kann es aber bedeutend teurer werden. Spitzenreiter ist München: 2,50 Euro fallen dort für eine Stunde Parken an.

Auch in Straubing (2,40 Euro), Augsburg (2,00 Euro) und Ingolstadt (1,80 Euro) werden Autofahrer überdurchschnittlich zur Kasse gebeten. Ein Drittel der kreisfreien bayerischen Kommunen berechnet einen Euro für die erste Stunde, so zum Beispiel Amberg, Bamberg, Coburg, Hof, Passau, Rosenheim, Schwabach und Schweinfurt. Nur halb so teuer ist das Parken mit 50 Cent für die erste Stunde in Kempten, Memmingen und Regensburg.

Einige Kommunen wie zum Beispiel Amberg, Ansbach, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Erlangen, Hof, Ingolstadt, Kempten, Landshut, Memmingen, München, Schwabach, Schweinfurt, Straubing, Weiden i.d.OPf. oder Würzburg bieten neben den kostenpflichtigen Parkplätzen auch gebührenfreie Stellplätze in der City an.

Insgesamt sind die Parkgebühren bis auf die Städte München, Straubing und Augsburg als moderat zu bezeichnen.

Die kreisfreien Städte, die mehr als einen Euro für die Stunde Parken berechnen, sind nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler zu teuer und das könnte durchaus negative Folgen haben. Denn zu hohe Parkgebühren – so Vizepräsidentin Maria Ritch – halten die Besucher aus den Innenstädten fern, sie gehen dann lieber in außerhalb gelegenen Shopping-Centern oder in den Nachbarstädten mit günstigeren Parkgebühren einkaufen. Dabei haben jetzt schon zahlreiche Kommunen mit Leerständen in den Innenstädten zu kämpfen. Das sollte den Kommunen bei der Festlegung ihrer Parkgebühren zu denken geben.

Quelle: Pressemeldung Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. vom 18.09.2014

Bilder: Tabelle - Bund der Steuerzahler in Bayern e.V., Foto oben – Parkplatz von Florian Hurlbrink, Parkscheinautomat von KMJ