Chiemgau: Burg Marquartstein steht zum Verkauf

Der Kunsthändlers Konrad Bernheimer hat Sotheby’s International Realty mit dem Verkauf seines Wohnsitzes beauftragt. Marquartstein in Oberbayern befindet sich eine Autostunde von München entfernt. Das Anwesen mit der Burg aus dem 11. Jahrhundert umfasst rund 1,15 Hektar Land.

 

Das besondere und einzigartige dieser Immobilie ist schnell erklärt: die Burganlage wurde im 11. Jahrhundert hoch oben auf einem Felsen erbaut mit einem hohen Maß an Privatsphäre und einem herrlichen Blick auf die Berge der Alpen bis hin auf den nahen Chiemsee. Historische Objekte dieser Dimension in der sehr beliebten Bestlage zwischen München und Salzburg kommen nur äußerst selten auf den Markt. Die Burg mit einer Wohnfläche von insgesamt 1300 Quadratmeter umfasst 40 Zimmer.

Die Burg wurde von Marquart von Marquartstein dem Grafen von Chiemgau 1075 erbaut. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel gelangte sie 1259 an den Wittelsbacher Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern und war daraufhin bis 1803 Sitz eines bayrischen Pflegamts. Während dieser Zeit wurde das Anwesen erweitert und mehrmalig umgebaut. 1857 hatte die englisch-irische Schriftstellerin Jemina Montgomery und ihr Mann Cajetan von Tautphoeus die zerfallende Burg erworben und renovieren lassen. Von 1928 bis 1958 beherbergte die Burg ein Landschulheim.

1987 erwarb der Münchner Kunsthändler Konrad O. Bernheimer die Burg und sanierte sie. Mit seinem Kunstverstand und ausgeprägtem Stilgefühl hat Konrad Bernheimer auch das Innere der Burg in eine wahre Luxusimmobilie verwandelt.

„Unser Ziel ist es, einen Käufer zu finden, der das Einzigartige von Burg Marquartstein zu schätzen weiß, jemanden, den auch Herr Bernheimer gerne als neuen Besitzer sieht. Wir können uns eine weiterhin rein private genauso wie eine mehr öffentlich geprägte Nutzung vorstellen. Gestaltungsmöglichkeiten bietet die Immobilie reichlich“, so Nadja Pfeifer, Repräsentantin von pantera Sotheby’s International Realty in München.

„Fast 30 Jahre lang konnten meine Familie und ich die Ruhe und Erholung genießen, die Burg Marquartstein uns gegeben hat. Unsere zahlreichen Gäste, wie internationale Kunstsammler, haben sich in den repräsentativen Räumlichkeiten im historischen Ambiente immer sehr wohl gefühlt“, betont Konrad Bernheimer.

Der Familientradition entsprechend macht Bernheimer jetzt den Weg für seine teilweise ebenfalls im Kunstgeschäft tätigen Töchter frei, die an verschiedenen Orten ihr eigenes Konzept gefunden haben und die sich ein späteres Übersiedeln auf die Burg im Chiemgau nicht vorstellen können. Im Zuge dessen trennt sich Konrad Bernheimer nicht nur von seiner Liegenschaft, sondern auch von der Bernheimer Familiensammlung, die einen Teil des Inventars der Burg beinhaltet. Die Versteigerung der Sammlung mit Kunstobjekten „vom Speicher bis zum Lapidarium“, wird an zwei Tagen im November dieses Jahres im Auktionshaus Sotheby’s in London stattfinden.

Quelle: Pressemeldung Pantera/Sotheby´s International Realty vom 09.06.2015

Foto: Burg Marquartstein, Ansicht aus Nord-West, Cafezinho