Altstadt: Donisl im neuen Design

Mit dem neuen Donisl stellt die Bayerische Hausbau eine weitere Vorzeigeimmobilie in der Münchner Innenstadt fertig. Der Neubau nach dem Entwurf von Hild und K Architekten greift die Atmosphäre des traditionellen Wirtshauses auf und setzt auf helle Räume und authentische Materialien.

 

Nach knapp zwei Jahren Bauzeit präsentiert die Bayerische Hausbau unmittelbar am Marienplatz im Herzen der Münchner Altstadt mit der Gaststätte Donisl einen zeitgemäßen Neubau, der traditionelle Formen aufnimmt und diese neu interpretiert. Das Konzept des Architekturbüros Hild und K Architekten bezieht sich typologisch auf die Alt-Münchner Laubenhöfe. Das Zentrum des Gebäudes bildet ein heller, von Säulen umsäumter Innenhof, in dessen unterschiedlich ausgeprägte Tonnengewölbe sich gemütliche Sitznischen schmiegen. Daneben wartet der Donisl mit hochmoderner Technik auf. So lässt sich das rund 13 Tonnen schwere und aus insgesamt über 50 zickzackförmig angeordneten Einzelscheiben bestehende Glasdach über dem Innenhof bei gutem Wetter öffnen. Mit einem eigens entwickelten Fassaufzug wird das Bier direkt aus dem Keller auf die große Haupttheke gefahren.

Hochwertige Materialen und traditionelle Handwerkskunst

Der neue Donisl vereint konsequent hochwertige Materialen und traditionelle Handwerkskunst. Die floralen Muster der geschmiedeten Fenstergitter vor den großen Rundfenstern finden sich an verschiedenen Stellen im Haus, etwa den Außenlampen und den Absturzsicherungen an der Hauptfassade, wieder. Für die Böden wurden Eichenbohlen sowie Wachenzeller Dolomit, ein lokaler Naturstein aus der südlichen Frankenalb, verbaut. Die Wandvertäfelungen, Bänke und Tische wurden eigens für den Donisl aus massiven Birnen- und Ahornhölzern gefertigt. Aufwändig gestaltet wurden auch die Stuck- und Putzarbeiten an Wänden, Decken und Pfeilern. „Wir sind sehr stolz darauf, der Hacker-Pschorr-Brauerei, der Wirtsfamilie Reindl und natürlich den Münchnerinnen und Münchnern dieses gelungene Gebäude zu übergeben. Dafür danke ich allen an der Planung und am Bau Beteiligten sehr herzlich. Sie haben eine immense Aufgabe mit Bravour gemeistert. Dank Ihnen ist der neue Donisl etwas ganz Besonderes geworden“, so Dr. Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Hausbau.

Zeitgemäßer Neubau

Die Gaststätte bietet in Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss rund 520 Sitzplätze im Innenbereich. Zusätzlich finden sich in den Außenbereichen rund 100 weitere Sitzplätze. Vom zweiten bis zum fünften Obergeschoss wurden im Vordergebäude am Marienplatz neue Büroräume mit rund 1050 Quadratmeter Geschossfläche geschaffen. Der hintere Bereich an der Thiereckstraße wurde partiell um ein Geschoss aufgestockt. Die Fassade zur Weinstraße einschließlich des charakteristischen Freskos von Max Lacher und der Löwenskulptur von Marlene Neubauer-Woerner wurde erhalten und restauriert, sodass sich das neue Gebäude wie bisher harmonisch in sein Umfeld integriert. Mit den ersten Rückbaumaßnahmen im Gebäudeinneren wurde Anfang des Jahres 2013 begonnen. Der Rohbau wurde im April 2014 begonnen, im März 2015 wurde das Richtfest gefeiert.

Das Donisl ist nicht die einzige Immobilie am Marienplatz, die die Bayerische Hausbau einer Neugestaltung unterzieht. Von Frühjahr 2016 bis 2017 wird auch das Gebäude Marienplatz 22, in dem bislang der Buchhändler Hugendubel der größte Mieter war, renoviert und umgestaltet.

Quelle: Pressemeldung Bayerische Hausbau vom 2.12.2015

Bildquellen: Bayerische Hausbau, Fotografien: Michael Heinrich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Januar 2013: Donisl: Traditionsgaststätte soll im neuen Glanz erstrahlen

Die Gaststätte am Marienplatz soll nahezu neu errichtet werden. Ein Gutachten hatte ergeben, dass die Qualität der Baustoffe des Gebäudes aus der Nachkriegszeit ungenügend ist. Nun will die Schörghuber Unternehmensgruppe investieren und die Gaststätte zu einem Flaggschiff der Hacker-Pschorr Brauerei werden

Eine Substanzanalyse hatte ergeben, dass die Qualität der Baustoffe des Gebäudes aus der Nachkriegszeit ungenügend, die Haustechnik veraltet und die Raumhöhen von 2,50 Metern im oberen Bereich nicht mehr zeitgemäß sind. 

Nun will die 

Bereits 2011 hatten die Bayerische Hausbau und die Hacker-Pschorr Brauerei entschieden, in den Standort zu investieren und dort weiterhin eine Traditions­gaststätte zu betreiben. „Der Verzicht auf eine Umwidmung des Gebäudes in eine ertragsreichere Einzelhandelsimmobilie zeigt, dass wirtschaftliche Überlegungen nicht die alleinigen Maßstäbe sind, nach denen wir handeln“, so Kai-Uwe Ludwig, Geschäftsführer der Bayerischen Hausbau: „Die Familie Schörghuber und mit ihr die Bayerische Hausbau fühlen sich einer prosperierenden Entwicklung ihrer Heimatstadt verpflichtet. Dazu gehört auch eine lebendige Gastronomievielfalt in zentraler Innenstadt.“

Traditionsreicher Standort

Der Donisl, im Jahr 1715 von Max List aus Ramersdorf als „Bierwirtschaft am Markt“ eröffnet, ist die zweitälteste Gaststätte Münchens. Das ursprünglich als Kornmesserhaus errichtete Gebäude bestand bereits seit 1315. Erst 1760 kam der Donisl zu seinem heutigen Namen, abgeleitet vom damaligen Pächter Dionysius Haertl. 1885 erwarb der Brauerei­besitzer Georg Pschorr die Immobilie, seitdem gehört die Gaststätte zur Hacker-Pschorr Brauerei. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude vollständig zerstört und bald nach 1945 wieder aufgebaut. Seit 1985 führt die Familie Wildmoser das beliebte Lokal. Mit viel Engagement und Herzblut haben Karlheinz Wildmoser und  vor allem seine Frau Therese den Donisl in den vergangenen 27 Jahren geprägt. Sie haben die jahrhunderte alte Gastronomie an diesem traditionsreichen Standort  erhalten und erneuert. Mit dem Jahr 2012 und dem Beginn der ersten Baumaßnahmen endet der Pachtvertrag. In einem umfangreichen Ausschreibungsverfahren wird die Hacker-Pschorr Brauerei in den nächsten Monaten mit der Auswahl des zukünftigen Pächters beginnen. 

 

1315

Im ehemaligen Kornmesserhaus (erbaut von Ritter Ainwich dem Gollier am damaligen Schrannenplatz) befindet sich am städtischen Weinumschlagplatz eine kleine Weinschänke.

 

1439  

Als frühester Besitzer der Gaststätte kann ein gewisser Konrad Assenhauser in den Stadtbüchern urkundlich nachgewiesen werden.

 

1715  

Die Schänke mit dem Wirt Max List erhält den „realen Bierausschank“ und den Namen „Bierwirtschaft am Markt“.

 

1760 bis 1775

Dionysius Haertl (auch Härtl) bewirtschaftet das Bierlokal. Der Volksmund prägt den Gasthausnahmen „Zum Donisl“. In den Jahren 1886 bis 1908 wird die Wirtschaft in den Adressbüchern jedoch wieder mit dem Namen „Zur alten Hauptwache“ versehen. Erst ab 1909 hat die Gaststätte in den Adressbüchern wieder den Beinamen „Bayerischer Donisl“. Nach dem Steuerbuch ist die Bierwirtschaft 1760 errichtet worden und Haertl gilt offiziell als erster Wirt des Hauses. Nach dem Tode von Haertl im Jahre 1776 führt seine Witwe das Geschäft weiter.

 

1885  

Die Brauerei Pschorr kauft die Wirtschaft. Mit der Übernahme nimmt das Wirtshaus einen solchen Aufschwung, dass es als eine der bestbesuchtesten Wirtschaften Münchens bezeichnet werden kann.

 

1937

Die Gasträume werden umfassend renoviert.

 

Zweiter Weltkrieg

Bomben vernichten das Gaststätten-Gebäude.

 

Nach Kriegsende

Auf dem Ruinengrundstück entsteht eine Behelfsgaststätte mit Biergarten.

 

1954  

Die neu aufgebaute Gaststätte wird wieder eröffnet.

 

1985 bis 2012           

Die Familie Wildmoser führt das beliebte Lokal. Ende 2012 läuft ihr Pachtvertrag aus.

Über Hacker-Pschorr Bräu

Die Hacker-Pschorr Bräu GmbH ist eine der großen Traditionsbrauereien in München. Der Name „Hacker“ steht schon seit dem 15. Jahrhundert für reinen Biergenuss, für das Ursprüngliche, das Lebens- und Liebenswerte an Bayern. 1417 wird bereits eine „Preustatt an der Hagkagasse“ in München erwähnt, genau dort wo man heute noch im „Alten Hackerhaus“ Hacker-Pschorr Biere ausschenkt. Unter der Führung von Joseph Pschorr entwickelte sie sich im 18. Jahrhundert zu Münchens führender Großbrauerei. Heute ist sie Teil der Paulaner Brauerei Gruppe mit Sitz in der Hochstraße 75 in München. Geschäftsführer sind Dr. Stefan Schmale und Andreas Steinfatt. Die Paulaner Brauerei Gruppe gehört zur Brau Holding International, dem stärksten Verbund regionaler Brauereien und einer der größten Brauereigruppen Deutschlands.  Die Brau Holding International ist ein Joint Venture der Schörghuber Unternehmensgruppe (50,1 Prozent) mit Heineken NV (49,9 Prozent). Neben dem Geschäftsfeld Getränke ist die Schörghuber Unternehmensgruppe auch in den Bereichen Bauen & Immobilien, Hotel sowie Seafood unternehmerisch tätig.