Schwanthalerhöhe: Künftiges Nahversorgungszentrum fast vermietet

EDEKA, VollCorner und L‘Osteria kommen in das Forum Schwanthalerhöhe. Damit sind 96 Prozent der Einzelhandelsflächen im neuen Naversorgungzentrum der Bayerischen Hausbau bereits Monate, bevor die ersten Bagger anrollen, vermietet..

 

Einen ausgewogenen Mix attraktiver Mieter vereint die Bayerische Hausbau künftig in ihrem Nahversorgungszentrum im Forum Schwanthalerhöhe. EDEKA und VollCorner schaffen umfassende Einkaufsmöglichkeiten für Güter des täglichen Bedarfs. Gemeinsam mit dem Einkaufszentrum der HBB auf dem Nachbargrundstück entsteht so eine auf das Viertel zugeschnittene Infrastruktur, die den Anwohnern längere Wege ersparen und den Einkauf in Wohnungsnähe erlauben wird. Mit L‘Osteria kommt außerdem ein Gastronomieangebot hinzu, das italienische Lebensfreude an den Standort bringt.

In angenehmer und moderner Einkaufsatmosphäre wird EDEKA auf über 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche ein vielfältiges, frisches und serviceorientiertes Vollsortiment mit 35.000 Artikeln anbieten. „Ob regionale Produkte, Bio-Artikel oder Exoten aus aller Welt – bald präsentieren wir unsere volle Sortiments­kompetenz im Herzen Münchens“, freut sich Claus Hollinger, Sprecher der Geschäftsführung der EDEKA Südbayern, über die Realisierung des Nahversorgungszentrums auf der Schwanthalerhöhe.

Birgit Neumann und Willi Pfaff haben die VollCorner Biomärkte als feste Münchner Bio-Marke etabliert. Seit knapp drei Jahrzehnten setzt das Ehepaar in seinen Filialen konsequent die Strategie des regionalen Bio-Nahversorgers um. „In unserer neuen VollCorner Filiale auf der Schwanthalehöhe bekommen unsere Bio-Lebensmittel nun endlich die große Bühne, die sie verdienen. Auf rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche warten einige kulinarische Specials auf unsere Kunden,“ freut sich Willi Pfaff.

Das italienische Gastronomiekonzept L’Osteria ist derzeit an 60 Standorten in drei Ländern vertreten – nach den erfolgreichen Eröffnungen im Künstlerhaus, in der Leopoldstraße, am Gasteig, am Hauptbahnhof und in der Elisabethstraße ist der Standort auf der Schwanthalerhöhe die bereits sechste L’Osteria in der bayerischen Landeshauptstadt.

„Dass wir die Flächen schon deutlich vor Baubeginn weitgehend vermietet haben, unterstreicht die Attraktivität des Forums Schwanthalerhöhe für die künftigen Mieter, vor allem aber für die Bewohner des Viertels. Wir sind davon überzeugt, dass EDEKA, VollCorner und L‘Osteria das Einkaufs- und Gastronomieangebot am apellenstraße.

Eingang zum Westend hervorragend ergänzen werden. Ich freue mich persönlich sehr darüber, dass der Komplex nun bald wieder lebendiger wird“, so Dr. Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Hausbau. „Funktionierende Quartiere leben von einem gesunden Miteinander aller Beteilig­ten. Gemeinsam mit der Bayerischen Hausbau werden wir einen optimal auf den Standort zugeschnittenen Mietermix anbieten. EDEKA, VollCorner und L’Osteria passen hervorragend ins Forum Schwanthalerhöhe“, so Harald Ortner, Geschäfts­führer der HBB. Aktuell sind nur noch kleinere Restflächen von rund 240 Quadratmeter im Nahversorgungszentrum frei, für die bereits Gespräche geführt werden. Im Spätsommer 2016 beginnt die Bayerische Hausbau mit den Bauarbeiten für das Nahversorgungszentrum. Momentan werden auf dem Grundstück Entkernungsarbeiten im Gebäudeinneren durchgeführt. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant.

Die Bayerische Hausbau revitalisiert einen Teil ihrer Einzelhandelsflächen auf der Schwanthalerhöhe. Die Neuerungen beziehen sich im Wesentlichen auf die derzeitige Einzelhandels­fläche an der Schwanthalerstraße 111. Hier soll ein Nahversorgungszentrum in Ergänzung zu dem auf dem Nachbargrundstück von der HBB geplanten Einkaufsquartier realisiert werden. Das Nahversorgungszentrum der Bayerischen Hausbau und das Einkaufsquartier der HBB werden künftig gemeinsam unter dem Namen Forum Schwanthalerhöhe auftreten.

Quelle: Pressemeldung Bayerische Hausbau vom 24.05.2016

Sommer 2015: Entwürfe für neues Nahversorgungszentrum

HBB und Bayerische Hausbau werden den Einzelhandelsbereich des Anfang der 1970er-Jahre erbauten Wohn- und Geschäftszentrum Theresienhöhe auf der Schwanthalerhöhe revitalisieren. Nun stellten die Bauherren, Architekten und Vertreter der Stadt den aktuellen Planungsstand und das Konzept vor.

Der Einzelhandelssockelbau mit den darüber sich erhebenden Wohnhochhäusern dominieren in Größe und Höhe die Schwanthalerhöhe. Der Komplex wurde von 1970-1974 nach Plänen der Architekten E.M. Lang, Klaus von Bleichert und Gernot E. Carr errichtet und befindet sich seit Jahrzehntem im Bestand der Schörghuber-Unternehmensgruppe beziehungsweise dessen Tochterunternehmen Bayerische Hausbau. Im Laufe der Jahre wurden an dem Baukomplex zahlreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt. Als Ende 2013 der Möbelmarkt XXLutz, einer der größten Mieter des Einzelhandelsbereichs, den Standort auf der Schwanthalerhöhe mit 20.000 Quadratmeter schloss und die 160 Mitarbeiter freistellte, entstand die Gefahr einer Verwahrlosung aufgrund der fehlenden Nachnutzung.

Das geplante Einkaufsquartier der HBB

Der Hamburger Investor HBB erwarb die Flächen des ehemaligen Möbelhauses in der Theresienhöhe 5 und will sie in ein „auf den Standort zugeschnittenes Einkaufsquartier“ verwandeln. Ein modernes Zentrum mit Handel, Gastronomie und öffentlicher Nutzungen soll entstehen. Dabei sind die Eigentumsverhältnisse des Gebäudekomplexes nicht ganz unkompliziert.

Die Bayerische Hausbau ist neben HBB weiterhin Eigentümer großer Einzelhandelsflächen, etwa dem von Saturn Hansa und von Toys R ´us (Bild oben) vermieteten Bereich. Zudem bestehen zwei große WEG´s der Wohnanlagen. Nun haben sich die Eigentümer zusammengetan, um das Projekt nach einem möglichst einheitlichen Erscheinungsbild zu revitalisieren und an die zeitgenössische Architektursprache anzupassen, ohne die Wurzeln der 1970er-Jahre Architektur zu verleugnen.

Nahversorgungszentrum der Bayerischen Hausbau

Die Neuerungen auf den Flächen der Bayerischen Hausbau beziehen sich auf der derzeitige Einzelhandelsfläche an der Schwanthalerstraße 111 sowie einige kleinere momentan leerstehende Büroflächen. Hier soll ein Nahversorgungszentrummit Supermarkt, Biomarkt, Gastronomiefläche und einer Apotheke in Ergänzung des benachbarten Einkaufsquartiers realisiert werden.

Erscheinung des Forum Schwanthalerhöhe

Am 19. Juni stellten die Bauherren, Architekten und Vertreter der Stadt das neue Konzept vor. Das von der HBB geplante Einkaufsquartier und das auf dem Nachbargrundstück von der Bayerischen Hausbau projektierte Nahversorgungszentrum treten künftig unter dem Namen „Forum Schwanthalerhöhe“ auf. Zusammen mit Informationen und Wünsche der Anwohner und Nutzer, sollen dann Details wie gewünschte Mieterstruktur festgelegt werden.

Die Fassaden des Einzelhandelssockels sollen modernisiert werden. Auf beiden Grundstücken werden die vorgelagerten Glasanbauten jeweils durch einen reduzierten Neubau nach Entwürfen von ASW - Allmann Sattler Wappner (für den Bereich Bayerische Hausbau) und RKW – Rhode Kellermann Wawrowsky (für HBB) ersetzt. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, alle nachträglich angebrachten Elemente zu entfernen und das Bild der horizontalen Bandfassade des ursprünglichen Entwurfs zu unterstreichen. Die geplanten Fassaden beider Gebäude harmonsieren hinsichtlich ihrer Materialität und sind auf die verbindende Freianlagengestaltung der Berliner Landschaftsarchitekten Topotek 1 abgestimmt, um den Gesamteindruck des Gebäudeensembles weiter zu stärken.

Neue Wege und Erschließung

Im Zuge der Umbaumaßnahmen soll auch die Durchwegung des Komplexes optimiert werden. Die engen, dunklen Passagen werden durch eine breitere, hellere und freundlichere Passage ersetzt. Zusätzlich zur Ost-West-Verbindung wird eine neue Nord-Süd-Verbindung geschaffen. Diese öffnet sich zu einem von allen Seiten barrierefrei zugänglichen, vergrößerten Innenhof als zentralem Anlaufpunkt. Der Park auf der Ostseite des Komplexes soll perspektivisch ebenfalls besser erschlossen und auch der Quartiersplatz im Westen, an der Schießstättstraße, soll attraktiver gestaltet werden. Sowohl zur Schießstättstraße als auch zur Theresienhöhe hin entstehen neue repräsentative Eingangsbereiche.

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen sind bauch bei den Tiefgaragen geplant. Beide Tiefgaragen werden zusammengelegt und künftig durch einen gemeinsamen Pächter betrieben. Zudem sollen sie in das allgemeine Parkleitsystem der Stadt München integriert werden.

Zeitplan des Projekts

Die HBB plant spätestens Mitte 2016 mit den Umbaumaßnahmen zu beginnen und diese bis 2008 abzuschließen. Die Arbeiten auf dem Grundstück der Bayerischen Hausbau sind für den Zeitraum von Anfang 2016 bis 2017 angesetzt. Hierfür wurden im Mai und Juni 2015 seitens HBB und Bayerischer Hausbau Bauanträge bei der Landeshauptstadt München eingereicht. Im Juli werden die Fassadenplanungen in der Stadtgestaltungskommission behandelt.

Die Abstimmung zwischen den Bauherren erwies sich als zeitaufwendig, ist aber für den Erfolg der Sanierung des Nahversorgungszentrums und der Revitalisierung des Quartier-Komplexes sinnvoll. „Funktionierende Quartiere leben von einem gesunden Miteinander aller Beteiligten“, erläutert Harald Ortner, Geschäftsführer der HBB. Dem pflichtet der Entscheidungsträger der Bayerische Hausbau zu. „Unsere Planungen ergänzen sich sehr gut, sowohl, was die Nutzungen betrifft, als auch in Hinblick der Architektur“, so Jürgen Büllesbach, CEO Bayerische Hausbau. 

Quellen: HBB, Bayerische Hausbau, immobilienreport vom 19.06.2015; Ulrich Lohrer

Bilder: Fotografien - Ulrich Lohrer, Visualisierungen - ASW, RKW; von oben nach unten jeweils Foto aktueller Zustand sowie geplante Änderung: Grünanlage und Quartiersplatz Theresienhöhe am Bavariaring, Innenhof (nur Visualisierung),  Blick von Osten von Martin-Greif-Str. durch Schwanthalerstraße auf Gebäudekomplex Schwanthalerhöhe, Schießstättstraße