Schwabing-West: Neue Mieter im erweiterten Businessareal Infanteriestraße

Die Allgemeine Südboden Grundbesitz AG erweitert ihr Business- und Gewerbeareal an der Infanteriestraße 11a südlich der Schweren Reiter-Straße um rund 4000 Quadratmeter erweitert. Mit der Agentur Hirschen Group und dem ROI Management stehen dafür bereits Mieter für große Teile der neuen Büroflächen fest.

 

Das Business- und Gewerbeareal an der Infanteriestraße 11a, Firmenadresse vieler namhafter Marken wie beispielsweise der Werbeagentur fischer-Appelt, der AMD Akademie Mode Design sowie der Hochschule Fresenius, kann seine Bedeutung als Kreativspot in München weiter ausbauen. Mit dem Erwerb des benachbarten Gebäudes an der Infanteriestraße 11 wird das bis dato voll-vermietete Areal flächenmäßig erweitert. Das Gebäude war nach Auszug des Hauptmieters, der Europäische Assistance, im Sommer letzten Jahres zum Verkauf gestanden.

Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen - aktuell wird das Gebäude komplett entkernt und umfassend revitalisiert - werden ab 2016 zusätzliche 4000 Quadratmeter an hochwertigen Büroflächen im modernen Loftstil zur Verfügung stehen. Neben dem Innenausbau erfolgen Arbeiten an der Fassade, so dass sich das neue Gebäude auch optisch gut in das bereits bestehende Campus-Areal einfügen wird.

Geplant wurde der Umbau vom Architekturbüro Weickenmeier, Kunz + Partner Architekten, Ingenieure GmbH, München.

Zu den ersten Mietern des Erweiterungsbaus gehört die Hirschen Group bzw. deren Tochterunternehmen „Zum roten Hirschen“. Die Hirschen Group ist die fünftgrößte inhabergeführte Agenturgruppe Deutschlands mit ca. 500 Mitarbeitern und 40 Mio. Euro Jahresumsatz. Erst im Frühjahr diesen Jahres hatte sie für Schlagzeilen gesorgt, als sie den Werbeetat von Media Markt gewinnen konnte. Immerhin gehört Media Markt zu den größten Werbungtreibenden in Deutschland. Der Firmensitz der Tochter „Zum roten Hirschen“ wird auf die das Gelände an der Infanteriestraße verlegt. Die neuen Büros mit einer Gesamtfläche von 1.800 Quadratmetern und attraktivem Terrassengarten von ca. 500 Quadratmetern sind zum 01.02.2016 bezugsfertig.

„Die Fläche an der Infanteriestraße bietet uns in einem zentralen und agilen Stadtteil ausreichend Platz, unsere Vorstellungen von kollarborativem Arbeiten in einer modernen Agentur umzusetzen.“, begründet Marcel Loko, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Hirschen Group GmbH die Standortentscheidung.

Weiterer neuer Mieter im Gebäude an der Infanteriestraße 11 ist die ROI Management Consulting AG, die einen Mietvertrag über 850 Quadratmeter Fläche mit Bezug ebenfalls zum 01.06.2016 unterzeichnet hat. Damit ist Das Gebäude bereits mit Beginn der Bauarbeiten zu 75 Prozent vermietet.

Erfreut über den Vermietungserfolg zeigte sich auch Maximilian von der Leyen, CEO der Allgemeine Südboden Grundbesitz AG: „Da wir bereits großvolumigen Vermietungsanfragen absagen mussten, sind wir uns sicher, auch die verbleibenden 900 Quadratmeter an hochwertigen und modernsten Büroflächen zeitnah vermieten zu können.“

 

Quelle: Pressemeldung Allgemeine Südboden Grundbesitz AG vom 07.08.2015

Das Business- und Gewerbeareal in der Infanteriestraße 11a

Ehemalige Münchner Kasernen und Industrieanlagen werden zunehmend für andere gewerbliche Zwecke genutzt. Ein aktuelles Beispiel für eine gelungene Projektentwicklung ist der Büro- und Gewerbe Campus im ehemaligen Bekleidungsamt in der West-Schwabinger Infanteriestraße.

Wo früher die Infanterie ausritt, schwingen sich nun Studenten auf´s Motorrad. In der ehemaligen Kaserne südlich der Schwere-Reiter-Straße finden die Konversionen ihren Abschluss: Studenten und Mitarbeiter von PR-Agenturen, Verlagen oder Projektentwicklern arbeiten hier, wo früher Soldaten sich einkleideten. 

Das ehemalige Bekleidungsamt der Königlichen Infanterie, erbaut zwischen 1896 und 1898, ist mit seinen dunkelroten Klinkerfassaden und den großzügigen, streng geschnittenen Fensterflächen im Stil der Industriearchitektur des späten 19. Jahrhunderts eine Rarität am Münchner Immobilienmarkt. Das ehemalige Kasernengelände wurde 2004 durch die Allgemeine Südboden Grundbesitz von der Telekom erworben. Seit 2006 wird das Areal von den Projektentwicklern zu einem Büro- und Gewerbe-Campus entwickelt. Die Gebäude wurden renoviert, so dass ihre ursprüngliche Struktur mit alten gusseisernen Säulen wieder zur Geltung kam. Grünflächen und der Campus-Charakter sorgen für besonderen Flair, den die Mieter als kreative und innovative Unternehmen schätzen.

Am 14. August 2012 wurde der Rohbau des letzten von vier Schulpavillons fertig gestellt und das Richtfest gefeiert. Mit der Fertigstellung wird das Areal über knapp 20.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche verfügen. ◊Wir freuen uns, mit unseren Mietern zu feiern,“ betont Maximilian von der Leyen, Vorstand der Allgemeine Südboden Grundbesitz.

Mit dem Bau des Pavillons – vom Architekturbüro Weickenmeier, Kunz + Partner Architekten, Ingenieure geplant  – wurde im Februar diesen Jahres begonnen. Er fügt sich harmonisch in den vorhandenen denkmalgeschützten Bestand ein. Dieser ist von rot verklinkerten Fassaden und großzügigen Glasfensterflächen im Stil der Industriearchitektur des späten 19. Jahrhunderts geprägt. Zusätzlich entstehen mit dem Neubau knapp 2000 Bruttogeschossfläche auf drei Etagen. Hauptmieterin ist die Hochschule Fresenius, die auch bereits Mieterin der Pavillons I bis III ist. Für Projektentwickler und Investoren stellt die Umnutzung ehemaliger Kasernen oder Industrieanlagen eine interessante, aber nicht immer risikofreie Aufgabe dar. So erfolgen Umbau und Nutzung unter oft strengen Auflagen der Denkmalschutzbehörde. Ohnehin sorgt die Renovierung und Umbau alter Gebäude oft für Überraschungen für Bauherr und Handwerker, da sich der Zustand und der erforderliche Aufwand am Anfang oft schwer abschätzen lassen.

Dem stehen steuerliche Anreize gegenüber: Im Rahmen der Denkmalschutz AfA (Absetzung für Abnutzung) können Kapitalanleger nicht nur die Instandhaltungs- und Modernisierungskosten über zwölf Jahre absetzen, sondern auch die Anschaffungskosten linear abschreiben (siehe unten)

Aus alt mach neu Gegenüber modernen Gewerbeneubauten bieten Industriedenkmäler und alte Kasernen den Mietern oft den Mehrwert einer größeren Identifikation aufgrund der Einzigartigkeit oder dem geschichtlichen Hintergrund solcher Bauten. Besonders junge Kreative wie Werber, Webdesigner oder Architekten achten auf ein solches Arbeitsumfeld. Hinzu kommt, dass sich die Stadt zunehmend ihrem historischen Erbe bewusst ist und Gebäude wie Industrieanlagen oder Bunker unter Denkmalschutz stellt, die vor einigen Jahren noch nicht diesen Status hatten. Für die Projektentwickler und ihre Architekten stellt der Spagat zwischen Vorgaben der Behörden, der Beibehaltung der charakteristischen Merkmale der Bauten und Wirtschaftlichkeit und Vermietbarkeit eine große Herausforderung dar.

 

Gegenüber dem Bekleidungsamt befindet sich mit dem künftigen Kreativquartier ein weiteres Entwicklungsareal mit denkmalgeschützten Gebäuden wie der Jutier- und der Tonnenhalle. Man darf gespannt sein, was Projektentwickler daraus machen werden.

Ein weiteres interessantes Beispiel für eine gelungene Revitalisierung stellt die vor kurzem umgenutzte Kraemer`sche Kunstmühle in Untergiesing dar. Nach der Stillegung wurde das Gebäude völlig saniert und an die Nutzung – eine Rösterei, ein Café und Büros  – angepasst. In dem imposanten Bauwerk haben sich auch die am Umbau beteiligten Schindelhelmarchitekten sowie der Bauherr einquartiert.

Gleiches gilt auch für die Allgemeine Südboden Grundbesitz in der Infanteriestraße. Kein schlechtes Zeichen, wenn die Entwickler ihr Projekt auch selbst beziehen.

 

 

Denkmalschutz-AfA 

Die Modernisierung denkmalgeschützter Gebäude der Kapitalanleger honoriert der Fiskus mit folgenden steuerlichen Anreizen: 

Instandhaltungs- und Modernisierungskosten: Kapitalanleger können hundert Prozent dieser Kosten von ihrer Einkommensteuer abschreiben, allerdings begrenzt auf einen Zeitraum von zwölf Jahren. In den ersten acht Jahren können nach der Denkmal-AfA neun Prozent der Sanierungskosten geltend gemacht werden. In den restlichen vier Jahren sind es noch sieben Prozent.

Anschaffungskosten: Besonders günstig ist die Anschaffung einer Denkmal-Immobilie für Kapitalanleger dadurch, dass neben den Abschreibungen nach Denkmal AfA auch die lineare AfA für die reinen Anschaffungskosten der Gebäude genutzt werden kann. Diese AfA beträgt über einen Zeitraum von 50 Jahren zwei Prozent, bei Gebäuden, die vor 1925 gebaut wurden, sogar 2,5 Prozent.