Bürgerentscheid: Kein Ikea in Feldkirchen

Aus einem dritten Einrichtungshaushaus des schwedischen Konzerns im Münchner Umland wird erst mal nichts: Am Sontag stimmten 56,6 Prozent der Wähler in Feldkirchen gegen die Ansiedlung.

 

Von den 5200 Wahlberechtigten in der Gemeinde Feldkirchen östlich von München gaben 3271 ihre Stimme ab, damit lag die Beteiligung bei 63,6 Prozent. 1730 Wähler stimmten dagegen, die Flächennutzungsplanänderung für das geplante Ikea-Haus weiter zu betreiben,  aber nur 1414 Wähler stimmten dafür. 1851 sprachen sich dafür aus, die Flächennutzungsplanänderung zu stoppen, nur 1225 stimmten dagegen. Damit war eine Stichfrage überflüssig. Das Ergebnis lautet also in der Konsequenz, dass der Gemeinderat und der Bürgermeister von den Bürgern den Auftrag erhalten haben, das begonnene Verfahren zu beenden.

Dies ergab die Stimmenauszählung am Abstimmungstag. 
Amtlich endgültig festgestellt wird das Ergebnis erst am Dienstag, 2.7.2013, in der Sitzung des um 18:30 Uhr öffentlich tagenden Abstimmungsausschusses.

Ikea hatte beabsichtigt, neben den bestehenden Möbelzentren um München, in Brunnthal im Süden und Eching im Norden mit 40 Kilometern Entfernung, einen weiteren Standort nahe München zu errichten. Feldkirchen mit den Autobahnen A 99 und A 94 sowie der nahen Messestadt Riem gilt als ideal gelegen.

Bürgermeister Werner van der Weck (SPD), hatte sich für den Bau ausgesprochen. Die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans schien im Gemeinderat eine beschlossene Sache. Die Initiative für das Bürgerbegehren "Kein großflächiger verkehrsintensiver Einzelhandel wie Ikea in Feldkirchen" stoppte dies. Es bildete sich eine ungewöhnliche Allianz  aus dem Bund Naturschutz, dem Landesbund für Vogelschutz, Grünen und die örtliche CSU. Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) bleibt nun nichts anderes übrig, als das deutliche Votum der Bürger zu akzeptieren.