Das Olympiastadion soll für 76 Millionen Euro saniert werden

Der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats beschloss am 20. Januar 2015 in einer Grundsatzentscheidung eine umfassende Sanierung. Dadurch soll die Durchführung von Großveranstaltungen, wie Musikkonzerte von Weltstars, im Olympiastadion auch künftig sicher durchgeführt werden können.

 

Zur Anwendung soll das Sanierungskonzept „Fokus“ kommen, das eine umfassende Renovierung mit geschätzten Kosten von 76 Millionen Euro vorsieht. Nach dem Umbau soll das Stadion in seiner Gesamtheit sinnvoll nutzbar sein, erläutert Olympiapark-Chef Arno Hartung, und vor allem der Bau von sogenannten Interimsbauten während Großveranstaltungen, der sehr kostenintensiv ist, reduziert werden. Wann der Umbau begonnen wird und wie lange die Arbeiten dauern, steht noch nicht fest. Der Stadtrat muss der Grundsatzentscheidung in seiner Vollversammlung in der kommenden Woche noch zustimmen. Bereits 2010 bis 2011 wurden Sanierungsarbeiten am oberen Betonrand des Stadions für 10,7 Millionen Euro durchgeführt.

 

Quelle: Pressemeldung Landeshauptstadt München vom 20.01.2015

 

Olympiastadion München

Nachdem München 1966 den Zuschlag zur Austragung der XX. Olympischen Sommerspiele erhalten hatte, fiel die Entscheidung für den Standort für die Sportstätten gesucht auf das etwa drei Quadratkilometer große Oberwiesenfeld, dem heutigen Stadteil Am Riesenfeld des Münchner Stadtbezirks Milbertshofen-Am Hart. Aufgrund eines Wettbewerbs setzte sich als Entwurf der von Günther Behnisch mit dem markanten Zeltdach von Frei Otto durch. Die Architektengruppe Olympiapark unter Leitung von Günter Behnisch sowie seinen Mitarbeitern Fritz Auer, Carlo Weber, Eberhard Tränkner und Winfried Büxel gestalteten zusammen mit Frei Otto das zum Teil als Erdstadion erbaute Bauwerk, dass es sich in die vom Landschaftsarchitekten Günther Grzimek entworfenen Olympiapark einschmiegt. Das Olympiastadion wurde am 26. Mai 1972 – drei Monate vor dem Beginn der Olympischen Spiele – mit einem Fußball-Länderspiel Deutschland gegen die UdSSR eingeweiht. Die Baukosten lagen bei 137 Millionen DM. Nach verschiedenen Umbaumaßnahmen verfügt es aktuell über eine Kapazität von 69.250 Plätze.

1993 verwarf der Architekt Günther Behnisch die Pläne des DFB und  des FC Bayern München, das Olympiastadion in eine reine Fußballarena umzubauen. Daraufhin entwickelte der FC Bayern München in Kooperation mit dem TSV 1860 München Pläne für eine neue Fußballarena (Allianz Arena) am Stadtrand von München, die nach einem Entwurf von Herzog & de Meuron errichtet wurde und seit Sommer 2005 zunächst beiden Fußballklubs als neue Heimstätte diente. Das Hauptaugenmerk des Olympiastadions liegt seitdem auf Kultur- und Leichtathletikveranstaltungen. Zum Ausgleich finden in der Allianz Arena keine Kulturveranstaltungen statt.

Eigentümer des Olympiastadion ist die Landeshauptstadt München, Betreiber die Olympiapark München GmbH.

 

Bilder: Olympiapark München GmbH, Architekturpreis Nike