Palais an der Oper: Luxustempel eröffnet

Der April brachte für Münchens Konsumenten eine Bereicherung des Angebots. Nach der Hofstatt wurde nun auch das neue Flagshipstore von Luis Vuitton im Palais an der Oper mit viel Glanz, Glamour & Prominenz eröffnet.

 

Die amerikanische Schauspielerin Uma Thurman ("Pulp Fiction" und "Kill Bill") war extra aus den USA angereist, um bei der Eröffnung der neuen Münchner Adresse von Luis Vuitton dabei zu sein. Dabei waren auch Prominenz aus Deutschland, darunter die Schauspieler Moritz Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Alexandra Neldel, Kostja Ullmann oder Elyas M'Barek sowie Romy Schneiders Tochter Sarah Biasini und das amerikanische Model Olivia Palermo.

Das von Leo von Klenze Anfnag des 19. Jahrhunderts zur Residenzpost umgestaltete Adelspalais wurde von LBBW Immobilien und Accumulata Immobilien nach Plänen des Architekturbüros Hilmer & Sattler und Albrecht mit alter Fassade, aber vollständig neuem Kern neu erbaut.

Wie die meisten Maisons wurde auch der neue Flagshipstore in München von Peter Marino entworfen. Der 63-jährige Architekt aus New York wurde zuerst von Andy Warhol gefördert gestaltet neben den Stores von Luis Vuitton die von Chanel, Dior und Ermenegildo Zegna. Er gilt als Künstler der Inneneinrichtung, der die Luxusverkaufsobjekte wie Kunstwerke in Szene zu setzen weiß.

Das Herzstück des 1300 Quadratmeter großen Stores ist die Haupttreppe, die ins Erd- und Untergeschoss führt. Entsprechend der farblichen Stimmung der jeweiligen Etagen - hell oben bei den Damen, eher dunkel unten bei den Herren - sind die Treppenstufen in einem Farbverlauf in Holztönen gestaltet. Die Fenster hat Marino mit Metallflechtwerk verfremdet, die Säulen sind mit Leder, die Wände mit gegerbter Aalhaut verkleidet.

Das Palais an der Oper mit Wohnungen, Büros und Ladenbereich wurde vor wenigen Monaten an eine russische Investorengruppe Lenhart verkauft. Mit dem Flagshipstore von Luis Vuittons kann Münchens Nobelmeile Maximilanstraße seine Spitzenstellung innerhalb Deutschland ausbauen.

Bereits zuvor wurde die „Kuffler California Kitchen“ der Gastronomiefamilie Kufler eröffnet. 4,5 Millionen Euro haben sie in das Flaggschiff-Restaurant gesteckt.

Roland Kuffler hat auch seinen alten Freund Eckart Witzigmann mit auf das kalifornische Boot geholt, um der Küche mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Kuffler hat sich mit seiner Frau Doris vornehmlich um das Interieur gekümmert. Im neu gebauten Teil des Palais an der Oper erstreckt sich das Restaurant zum Hofgraben hin mit raumhohen Fenstern. Es finden im Restaurant 170 Gäste Platz.

Im denkmalgeschützten „Oak Room“ mit einer Raumhöhe von 6,50 Metern und Kamin kommen 65 Leute unter. Edel, aber gemütlich sind die Räume eingerichtet, sie sind mit Bildern und Fotografien von Münchner Künstlern geschmückt.

 

Fisch, Seafood und bestes Fleisch vom Grill, in der hauseigenen Metzgerei auf den Punkt gereift, kommen auf den Tisch; Gemüse und Salate, eine leichte, mit Kräutern und Gewürzen immer wieder neu interpretierte Westküsten-Küche von mediterraner Leichtigkeit. Einige Beispiele: Fusilli Calamaretti mit Frühlingszwiebel und Zuckerschoten in Weißweinsud (17,00 Euro); Baramundifilet, knusprig auf der Haut gegrillt in Safranschaum (24,50 Euro); Marinierte Spare Ribs mit Ingwer, Soja, Zitronengras und Honig (22 Euro); Soft Shell Crab Burger in Tempura oder Brioche Burger Bun Strauchtomaten und Zitrone (21 Euro) und als Nachtisch ein Santa Barbara Tiramisu mit Cranberries und Sorbetspitz mit Himbeerfülle (9,80 Euro). 

Besondere Attraktion ist Terrasse der Bogenhalle des Palais, mit Blick über den Max-Joseph-Platz. Um 10 Uhr morgens öffnet das Lokal, dessen Monatspacht im höheren fünfstelligen Bereich liegt.

 

Bilder:

Innen: Luis Vuitton; Kuffler California Kichen; außen: Ulrich Lohrer