Einkaufsparadies im Pasinger Traumschiff

Der zweite Bauabschnitt der Pasing Arcaden im gleichnamigen Münchener Stadtteil ist vollendet. Unter dem Motto des Fußballtrainers Giovanni Trapattoni „Wir haben fertig!“  wurden am 18. Februar die neuen Räumlichkeiten offiziell eingeweiht. Die italienische Fußball-Trainerlegende  sorgte höchstpersönlich für den „Anpfiff“.

Die Pasing-Arcaden unterteilen sich in zwei Abschnitte: der erste Teil, der bereits am 15. März 2011 eingeweiht wurde, umfasst etwa 100 Shops und 7000 Quadratmeter für Wohnungen. Im zweiten Abschnitt, der am 18. Februar 2013 eingeweiht wurde, sind weitere 50 Shops vorgesehen.

Im direkten Anschluss, von 18 bis 20 Uhr, haben Besucher Gelegenheit zum Pre-Opening-Shopping mit dem Großteil der rund 50 neuen Shops des erweiterten Einkaufszentrums, das vom International Council Of Shopping Centers (ICSC) zur besten europäischen Einkaufscenter-Neuentwicklung des Jahres 2011 (Kategorie „mittelgroße Objekte“) prämiert wurde. Am Dienstag, wenn dann alle Läden ab 8 Uhr morgens geöffnet haben, wird „Trap“, in Begleitung von ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, (ab ca. 10 Uhr) noch für eine besondere Aktion zur Verfügung stehen.

Zu den Mietern des zweiten Bauabschnitts der Pasing Arcaden  zählen Unternehmen und Marken, wie die Fashion-Anbieter Pierre Cardin, Marco Polo, Strellson, Mavi Jeans, Orsay und Olymp, Schuhanbieter Deichmann, das Sportgeschäft Runners Point, die Unterwäscheläden Intimissimi und Hunkemöller sowie das Spielzeuggeschäft Imaginarium, werden die Arcaden bereichern. Außerdem präsentiert das Spielzeugunternehmen Playmobil hier den ersten Store in Europa.

Gastronomischer Höhepunkt wird im zweiten Bauabschnitt ein „Food Court“ mit elf Anbietern sein. Das Angebot soll von italienischem Essen über Tex-Mex bis hin zu thailändischer Küche reichen. Auch der Fastfood-Riese McDonalds wird hier vertreten sein.

Errichtet wurde der zweite Bauabschnitt der Pasing Arcaden von mfi management für immobilien AG aus Essen nach den Plänen der Münchner Architekten Allmann Sattler Wappner, die bereits den ersten Bauabschnitt der Pasing Arcaden in Form eines Kreuzfahrtschiffes errichtet hatten.

Die Pasing Arcaden weisen entlang den Bahngleisen eine eindrucksvolle Größe auf – trotzdem sind sie wiederum nur ein Bestandtteil eines weitaus größeren Projekts, der Neugestaltung Pasings im Rahmen der Entwicklung der Zentralen Bahnanlagen Münchens. Dazu gehört die Umgestaltung des gesamten Pasinger Bahnhofsbereichs, die Umleitung des Verkehrs nördlich des Pasinger Zentrums, der Bau eines etwa 50 Meter hohen Bürogebäude an der Kreuzung „Am Knie“ und die neuen Grünanlagen an der Lortzing- und Bodenseestraße.

Der Entwurf der Pasing Arcaden stammt vom Münchner Architektenbüro Allmann Sattler Wappner, die auch die bereits eröffneten Pasinger Hofgärten (Bild links) auf der westlichen Seite des Pasinger Bahnhofsplatz gestaltet haben.

Der Plan für die Arcaden ist das Ergebnis eines internationalen Architektenwettbewerbs. „Die prägnante Fassade des Gebäudekomplexes soll an ein elegantes weißes Kreuzfahrtschiff erinnern, das hier in Pasing an den Bahnhof andockt und dessen Wohnungen auf dem Deck den Blick über die Dächer Pasings bis in die Alpen zulassen“, so die Erläuterung des Projektentwicklers. Über dem „Rumpf“ befinden sich etwa 80, nach Süden ausgerichtete Wohnungen (Animation ganz unten).

Die Verkaufsflächen befinden sich in den drei unteren Stockwerken des „Kreuzfahrtschiffes“, im Basement, dem Erdgeschoss und dem Obergeschoss. „Wir sind davon überzeugt, dass die Arcaden den gesamten Einzelhandelsstandort stärken werden und den Bezirk zu einer attraktiven Einkaufsadresse machen werden“, sagt Projektleiter Lars Jähnichen von der mfi. Der Schwerpunkt des Angebots liegt bei junger Mode, die das vorhandene Handelsangebot der traditionellen Einkaufsstraßen im Pasinger Zentrum ergänzen soll.

Zu den Mietern größerer Flächen gehören Textilketten wie C & A, Esprit, H & M, s.Oliver, auch Schuhgeschäfte wie Tretter, Salamander und Schuhhof sowie Kosmetik- und Drogerieketten wie Douglas und dm. „Der Mix entspricht dem eines klassischen Shopping-Center- Angebots“, erläutert Katrin Grumme, Geschäftsführerin des Einzelhandelsberatungsunternehmen DGC GmbH in München. Die kleineren Läden wurden von Mode-Labels wie Tom Tailor, Jack Wolfskin und Gerry Weber sowie von Schmuckgeschäfte wie Christ, Bijou Brigitte, Le Clou und Meyra gemietet. Für das Lebensmittelangebot ist durch Aldi, aber auch durch lokale Anbieter wie die Metzgerei Boneberger und der Bäckerei Ihle gesorgt. Zudem befinden sich auf alle Stockwerke Restaurants und andere Gastronomiebetreibe.

Anders als bei vielen Shopping-Centern dominiert in den Pasing-Arcaden kein großer Ankermieter. Ein Großteil der Mietflächen liegt im Größenbereich bis 400 Quadratmeter, was eine breite Angebotsvielfalt ermöglichen soll. Durch die Vielfalt und die Funktionen wie Shopping, Gastronomie und Wohnen soll der Stadtteil Pasing belebt werden.

„Damit ein Einkaufszentrum für Konsumenten attraktiv ist und zum Verweilen einlädt, reicht eine Auswahl von Läden alleine nicht aus“, sagt Grumme. „Wichtig für das Einkaufserlebnis ist auch ein breites gastronomisches Angebot und ein interessantes Ambiente.“

Die Betreiber haben im Konzept des Erlebniseinkaufs nicht nur des Schiffsambiente des Neubaus, sondern auch den alten Bürklein-Bahnhof berücksichtigt. Mit der Eröffnung der Pasing Arcaden wird das denkmalgeschützte Gebäude saniert sein und mit dem Alex-Konzept von Mitchells & Butlers für die Gastronomie sorgen. Dafür stehen auf zwei Ebenen 440 Sitzplätze und ab dem Frühling der großzügige Außenbereich für die Bewirtung zur Verfügung. „Die Verbindung zu einem Lifestyle orientierten Shopping-Center ist für unser Konzept optimal“, erläutert „Alex“-Deutschlandchef Bernd Riegger.

Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 300 Millionen Euro sind die Pasing Arcaden für den Betreiber mfi und ihrem Finanzierungspartner, der BayernImmo ein gewaltiges Vorhaben. Entscheidend für den Erfolg ist dabei, ob es gelingt, die Bewohner des Umlands zu mobilisieren.

Schließlich steht das Projekt auch im Wettbewerb zu einem der attraktivsten Einkaufsstandorten Deutschlands. „Die Münchner Altstadt ist mit ihrer Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten und ihrem Gastronomie- und Erlebnisangebot für die Konsumenten des Großraum ein starker Magnet“, betont Einzelhandels-Expertin Katrin Grumme.

Pasing Arcaden

Entwickler/Besitzer:

Die mfi management für immobilien AG in Essen hat zusammen mit der BayernImmo das Projekt entwickelt. Die mfi betreut ein Immobilienvermögen von etwa vier Milliarden Euro.

Einkaufsflächen:

Der erste Abschnitt umfasst 14.000 Quadratmeter für Läden, 3000 Quadratmeter für konsumnahe Dienstleister und 7000 Quadratmeter für Wohnungen. Im zweiter Abschnitt kommen weitere 7000 Quadratmeter an Verkaufsflächen hinzu.

Mieter:

Vorwiegend bekannte Textil- und Modeunternehmen.

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