Messestadt Riem: Konsumtempel mit Brückenanschluss

Für die Riem Arcaden in der Messestadt im Münchner Osten plant Union Investment Real Estate einen Erweiterungsbau mit über 18.000 Quadratmeter Mietfläche. Damit vergrößert sich das 2004 eröffnete Stadtquartier um mehr als ein Drittel seiner Fläche.

 

Der Riemer Brückenschlag wird eine eindrucksvolle Größe haben.  Eine rund 22 Meter hohe und 150 Meter lange Stahldachkonstruktion soll das bereits bestehende Novotel mit dem Neubau verbinden. Vom Willy Brand Platz wird dieser Portikus ein riesiges Entree zu den erweiterten Riem Arcaden bieten.

Rund 18.540 Quadratmeter Mietfläche soll der Neubau in der Messestadt Riem aufweisen, der wie bereits die bestehenden RiemArcaden und das östlich angrenzende Novotel von den Münchner Allmann Sattler Wappner Architekten entworfen wurde.

Die künftigen Flächen sind bereits zu 80 Prozent vorvermietet. Mit Motel One wurde auf der Expo Real ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Auf einer Fläche von 8660 Quadratmetern wird die Budget-Marke künftig ein 311-Zimmer-Haus betreiben.

Für die insgesamt 9.880 Quadratmeter neuen Einzelhandelsflächen konnten bereits zwei Mieter gewonnen werden, die die Attraktivität der Riem Arcaden zusätzlich steigern sollen. Union Investment plant zudem, eine Großfläche mit einem Sportartikelhersteller zu belegen.

"Dank ihrer Diversifikation und der weitblickenden Planung sind die Riem-Arcaden seit über einem Jahrzehnt ein bedeutender Stabilitätsanker im Portfolio unseres Deutschland-Fonds“, sagt Volker Noack, Mitglied der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate, Hamburg. Die Union Investment Real Estate verwaltet für ihre Offenen Immobilienfonds und Spezialfonds mittlerweile einen sieben Milliarden Euro schweren Shoppingcenter-Bestand. 

Der Standort Messestadt-Riem mit dem Shoppingcenter Riem Arcaden als Mittelpunkt hat sich dabei in der Dekade seines Bestehens erfolgreich entwickelt. Und dies, obwohl in den vergangenen Jahren etliche neue Shoppingcenter wie die Pasing Arcaden im Westen, das Suma-Center und das Mira im Norden entstanden sind. Andere Einkaufszentren wie die Stachus Passagen oder  die Passagen am Hauptbahnhof erfuhren eine aufwendige Erneuerung und Umgestaltung. Münchnes Shoppingcenter-Spektrum, das früher vom OEZ und dem pep dominiert wurde, ist breiter geworden (siehe Tabelle unten). Nicht für alle, aber für viele Betreiber mit Erfolg.

Die Nachfrage in den Riem Arcaden resultiert zum einen von der zunehmenden Riemer Bevölkerung der nun bald abgeschlossenen Messestadt Riem, aber auch vom Einzugsbereich östlich von München.

Entsprechend groß ist auch das Interesse potenzieler neuer Einzelhändler. “Die Flächennachfrage ist außerordentlich gut. Wir trauen uns zu, bis zur Fertigstellung eine Vollvermietung zu erreichen“, sagt Volker Noack.

Quellen: Union Investment Real Estate vom 12.10.2015, immobilienreport

Bilder: Visualisierung von Allmann Sattler Wappner via Union Investment Real Estate