Maxvorstadt: Condé Nast mietet im Oskar

Hines vermietet über 8.000 Quadratmeter in der Immobilie Oskar – dem ehemaligen Siemens-Forum an den Verlag Condé Nast. Das Gebäude wurde von eineinhalb Jahren von dem in den USA beheimatete Immobilien-Investor und Entwickler Hines für die staatliche südkoreanische Pensionskasse National Pension Service (NPS) erworben..

 

Wie das mit dem Asset Management betraute Unternehmen Hines mitteilt, unterzeichnete der Condé Nast Verlag einen Mietvertrag über mehr als 8.000 Quadratmeter Bürofläche im Oskar, der repräsentativen Immobilie am Oskar-von-Miller-Ring. Das Gebäude wird zur Zeit noch von Siemens-Mitarbeitern genutzt. Nach der Fertigstellung der neuen Siemens-Zentrale soll Oskar Ende 2016 revitalisiert werden. Condé Nast sicherte sich zwei Stockwerke und übernimmt rund ein Drittel der gesamten Bürofläche. Bei der Anmietung war die CBRE GmbH vermittelnd tätig.

Condé Nast ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Advance Publications, Inc., einem der größten privaten Medienunternehmen der Welt, und hat in Deutschland traditionsreiche, Medienmarken wie VOGUE, GLAMOUR, myself, GQ, AD und WIRED im Portfolio. Das Verlagsgebäude befindet sich aktuell in der Karlstraße 23, in einem von Steidle Architekten entworfenen Gebäudeteil der des Quartiers Lenbach-Gärten am Alten Botanischen Garten im Königsplatzviertel, ebenfalls in der Maxvorstadt.

 „Das Oskar hat uns nicht nur durch die hervorragende, repräsentative Lage und Architektur überzeugt, auch die Flexibilität der Flächen, die unseren sich schnell wandelnden Arbeitsabläufen ideal gerecht werden, war entscheidend für die Standortwahl“, so Roland Riedesser, Finanzdirektor von Condé Nast Deutschland.

„Wir freuen uns sehr, dass wir einen so prominenten Mieter wie den Condé Nast Verlag von unserem Oskar überzeugen konnten“, so Alexander Möll, Senior Managing Director von Hines Immobilien. „Das ist wegweisend für die weiteren Vermietungsgespräche, denn es unterstreicht die hervorragende Qualität des Standorts und des Produktes.“ Oskar wurde 1998 als Siemens-Forum von Richard Meier entworfen und erfährt nach dem Auszug von Siemens Ende 2016 eine umfängliche Revitalisierung durch Hines.

Das Gebäude mit der einzigartigen Handschrift von Richard Maier zeichnet sich neben der repräsentativen Adresse und der großzügigen Empfangslobby durch eine perfekte Ausstattung und effiziente Grundrisse aus. Neben dem Anschluss an den ÖPNV bietet das Gebäude eine hohe Anzahl an Stellplätzen.

„Wir führen derzeit diverse Gespräche mit weiteren potentiellen Mietern und sind deshalb sehr zuversichtlich, in absehbarer Zeit weitere attraktive Abschlüsse tätigen zu können“, so Christian Meister, Managing Director von Hines Immobilien in München. „Außerdem erwarten wir aufgrund der derzeitigen Situation am Münchner Immobilienmarkt und der in letzter Zeit erfolgten Abschlüsse, nicht nur im Oskar, zeitnah eine weitere Verknappung von zusammenhängenden Büroflächen in der Innenstadt. Wir gehen daher davon aus, dass das Interesse großer Büromieter insbesondere bei einmaligen Projekten wie dem Oskar weiter steigen wird.“

Quellen: Hines, Conde Nast, Deal-Magazin, immobilienreport, Property Magazin vom 02.03.2015

 

6. Oktober 2013: Siemens verkauft Siemens-Forum ansüdkoreanische Pensionskasse NPS

 

Der Siemens-Konzern hat das Siemens-Forum am Oskar-von-Miller-Ring 20 verkauft. Der Kaufpreis soll bei gut 150 Millionen Euro liegen. Erst vor kurzem hatte Siemens daneben mit dem Bau der neuen Konzern-Zentrale begonnen

Käufer des Siemens-Forums sind die staatliche südkoreanische Pensionskasse National Pension Service (NPS) und der in den USA beheimatete Investor und Entwickler Hines. Das vom amerikanischen Stararchitekten Richard Meier geplante Gebäude mit 43.000 Quadratmeter BGF wurde 1999 fertig gestellt und diente als öffentliche Ausstellungsplattform, Auditorium und Cafeteria für Siemens. Siemens bleibt als Mieter bis zur Fertigstellung der benachbarten neuen Siemens-Zentrale am Wittelsbacherplatz noch drei Jahre im Forum.

Laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ will Siemens dann in dem Gebäude langfristig Räume für eine Kindertagesstätte anmieten. Die Erwerber würden keine größeren Eingriffe in die Architektur des Forums planen Vorgesehen sei, dass mehrere verschiedene Mieter einziehen werden. Die Anpassungen der Räume sollen in Abstimmung mit dem Büro Richard Meier erfolgen.

Vermittelt wurde die Transaktion von CBRE.

Das Siemens Kulturforum ist ein Gebäude, das Teil mehrerer Bauten der Siemens AG im Viertel ist. Der Entwurf von Richard Meier & Partner des aus verschiedenen Innenhöfen bestehenden Komplexes entstand 1983, der Bau erfolgte aber erst zwischen 1991 bis 1999. Der Bau schirmt das Viertel vom Verkehr des Oskar-von-Miller-Ring ab und bildet zusammen mit dem von Eduard von der Lippe und Hans Maurer Mitte der fünfziger Jahre erbauten ehemaligen Verwaltungsgebäude der Siemens AG – nun im Besitz der MEAG – den mordwestlichen Eckpunkt des Quartiers. "Hier wird der Zusammenhang gesucht und ausgedehnt: nicht nur funktional und gestalterisch, sondern auch historisch und typologisch durch den Bezug zu den umstehenden Gebäuden und Stadtganzen," (Meier). Dafür hat Meier einen markanten Kopfbau als Eingangsgebäude gesetzt. Hinter dem sechsgeschossigen schmalen Fensterfronten nach Norden und Süden befindet sich die Empfangshalle mit dem Foyer. In diesem Kopfbau wurde ein Rundbau mit einem Vortrags- und Aufnahmesaal gestellt, um den runde Rampen die die verschiedenen Stockwerke miteinander verbinden. An der Spitze dieses Gebäude befindet sich das Kreisrunde Café mit einer Terrasse. Meier greift mit dieser stockwerksübergreifenden Verbindung Le Corbusiers "promenade architecture" auf.