Parkstadt Schwabing: Willkommen im Smart Workspace

Nach zwei Jahren Bauzeit hat Microsoft die neue Deutschland-Zentrale in der Parkstadt Schwabing bezogen. In Räumen, die zum Teil wie Internet-Cafes oder Hotellobbys aussehen, werden die Möglichkeiten einer vernetzten Arbeitswelt getestet.

 

Am 19. September haben die 1900 Microsoft-Mitarbeiter von Unterschleißheim ihre neue Deutschland-Zentrale in der Münchner Parkstadt Schwabing im Bezirksteil Alte Heide / Hirschau bezogen. „Wir ziehen nicht nur in die Stadt hinein, sondern wir wollen auch Teil dieser Stadt werden“, betont Sabine Bendiek, Chefin von Microsoft Deutschland.

Deshalb lud sie zur offiziellen Eröffnung am 11. Oktober Prominenz aus Politik und Wirtschaft wie Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in den siebengeschossigen Neubau der Walter-Gropius-Straße 5.

Projektentwickler und Vermieter des vom Architekturbüro GSP entworfenen Gebäudekomplexes mit 26.000 Quadratmetern ist die Argenta Unternehmensgruppe von Helmut Röschinger, die knapp zwei Jahre nach der Grundsteinlegung der Microsoft-Deutschland-Zentrale die Immobilie fertig stellte. Raumplanung und Innenarchitektur für die „Arbeitswelt der Zukunft“ steuerten HPP Architekten in Düsseldorf bei.

Bürokonzept der Zukunft bei Microsoft schon jetzt verwirklicht?

In der Eröffnungswoche vermittelten Veranstaltungen das „Neue Arbeiten“ für Partner und Kunden.  Als Muster steht dabei die Microsoft-Zentrale mit der Bezeichnung „Smart Workspace“. Mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart wurde hier das Bürokonzept der Zukunft 4.0 entwickelt. Im Microsoft Technologie Center können die neuesten Technologien erlebt und ausprobiert werden. Zu den Highlights zählt dabei das „Envisioning Center“ mit 180 Grad Leinwand und das ◊Holo-Deck“ mit unterschiedlichen Mixed-Reality- Szenarien für die Microsoft HoloLens. Im Erdgeschoss können Neugierige im Café „Digital Eatery“ neben verschiedenen Kaffeespezialitäten und kleinen Speisen auch die Microsoft-Produkte und -Services selbst testen. „Mit der neuen Unternehmenszentrale setzt Microsoft Maßstäbe für die Gestaltung von Bürogebäuden“, zeigt sich OB Reiter beeindruckt.

 Im Mittelpunkt des Konzepts der Smart Workspace sollen jedoch nicht die Technik, sondern die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter und ihre individuellen Anforderungen an den Arbeitsplatz stehen. Wer seine Arbeit flexibel und selbstbestimmt gestalten kann, erreicht nicht nur eine bessere Work-Life-Balance, mehr Motivation und eine höhere Leistungsfähigkeit, sondern ist auch kreativer.

Nach einer Studie von Professor Holger Görg vom Institut für Weltwirtschaft bringen Unternehmen mit Vertrauensarbeitszeit bis zu 14 Prozent mehr neue oder verbesserte Produkte auf den Markt als solche mit herkömmlichen Arbeitszeitregelungen. Auch die in 2016 fertig gestellten oder sanierte Münchner Unternehmens-Zentralen von Siemens am Wittelsbacherplatz und HVB im Arabellapark setzen auf neue Arbeitswelten und -organisationen im Rahmen einer daran angepassten Architektur.

Quellen: Pressemeldung Microsoft, Landeshauptstadt München

Bildnachweis: Microsoft