Sendling-Westpark

 

Der Stadtbezirk wird im Osten durch die S-Bahn-Linie nach Wolfratshausen und im Westen durch die Fürstenrieder-/Westendstraße begrenzt. Der Bezirk unterteil sich durch die drei Bezirksteile Mittersendling (im Osten), Land in Sonne (im Norden) und Am Waldfriedhof (im Westen). Sendling-Westpark wird von ein quer durch das Viertel verlaufende Teilstück des Mittleren Rings und den einmündenden Autobahnen der A 96 (München-Lindau) und A 95 (München-Garmisch) durchschnitten. Dies setzt die Anwohner ein hohes Maß an Umweltbelastung aus. Der Bau der Untertunnelung am Luise-Kieselbach-Platz wird jedoch zumindest im Süden des Bezirks eine Reduzierung der Schadstoffsbelastung und des Lärmes für die Anwohner mit sich bringen. Dies wirkt sich zum Teil auch bereits durch eine Höherbewertung des Immobilien in diesem Bereich aus. Mit dem Abschluß der Arbeiten wird aber nicht vor 2017 gerrechnet.

 Einen gewissen Ausgleich für ihre Belastung erhielten die Bewohner bereits in der Vergangenheit durch den Bau des Westparks. Er wurde anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 1983 nach den Plänen des Landschaftsarchitekten Peter Kluska angelegt und enthält eine Seebühne, gastronomischen Einrichtungen und Erholungsflächen. Ebenfalls im Stadtbezirk, auf einem ehemaligen Gewerbegelände, befindet sich ein Jugendkulturzentrum, der sogenante "Hansapalast" und der Verein "Feierwerk" mit stadtweitem Einzugsbereich. Der Westpark bildet aber nicht der einzige Bereich des Bezirks mit Grünflächen. Dazu gehört auch ein großer Teil des Sendlinger Waldes und die Kleingartenanlage „Land in Sonne“.  die auch namensgebend für einen Bezirksteil ist, sowie die Sportflächen von zwei Bezirkssportanlagen und mehrere kleinere Parkflächen.

Mit dem städtischen Altenheim St. Josef, der Behindertenwerkstatt "Lebenshilfe Werkstatt", dem Spastikerzentrum mit Rehabilitationsschule und Berufsbildungswerk, der Bayerischen Landesschule für Gehörlose, der Zentrale des ADAC, sowie dem Technischen Überwachungsverein verfügt der Stadtbezirk über wichtige öffentliche und zentrale Einrichtungen.

Zwischen 1950 und 1995 hat sich die Bevölkerung des Bezirks Sendling-Westpark mehr als verdoppelt Durch die langjährigen Zuzugsüberschüsse und die damit verbundene Veränderung der Altersstruktur, setzt sich der Bewohnerschaft sowohl aus mittlere und jüngere Familienhaushalte wie auch ältere Ein- und Zweipersonenhaushalte zusammen. Der Ausländeranteil liegt geringfügig unter dem gesamtstädtischen Niveau.

Immobilien. Zu den markanten Neubauten am Rande des Bezirks gehören das neue ADAC-Verwaltungszentrum der Architekten Sauerbruch Hutton und das vor einigen Jahren errichtete Hochhaus der Fraunhofer-Gesellschaft. Hier im Hansapark gibt es vor allem mittlere bis große Gewerbebebauung.

Bei den Wohnimmobilien dominiert im Umfeld der Hauptverkehrsstraßen der Geschosswohnungsbau, der überwiegend erst nach 1948 entstanden ist. Ein- und Zweifamilienhausbebauung aus der Zwischenkriegszeit sind für die Baustruktur des Viertels charakteristisch. Im Waldfriedhof-Viertel findet man überwiegend frei stehende Häuser mit Gärten. Der Südwesten des Stadtbezirks ist daher die ruhige Wohnlage mit hohem Grünanteil. Auch um den Westpark stehen viele , oft neuere Einfamilienhäuser in ruhiger und grüner Umgebung. Schöne Einfamilienhäuser aus den 30er Jahren befinden sich zwischen der Fürstenrieder Straße und dem Westpark. Auch für Häuser mit Sanierungsbedarf liegen die Kaufpreise auf grund der relativ großen Grundstücke dieser Häuser bei einer Million Euro. In Mittersendling, südlich des Westparks,  herrschen ältere Mietshäuser mit drei bis acht Stockwerken vor. Vereinzelt finden sich hier auch Einfamilienhäuser. Der Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen beträgt etwa 18 Prozent. Doch der Bindungswegfall von Sozialwohnungen ist heute überdurchschnittlich hoch.

Einfamilienhäuser sind hier ab etwa 700.000 Euro zu haben. Die Preise für Eigentumswohnungen liegen zwischen 3500 bis 5000 Euro, bei Neubauten zum Teil sogar darüber. Ein größeres Neubauprojekt ist das Green Village in der Dauthendeystraße im Waldfriedhofsviertel. Angeboten werden vom Bauträger Baywobau Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen.

Die Mieten im Bezirk sind für Münchner Verhältnis noch erschwinglich. Die Spanne der Wohnungsmieten reicht von etwa 11 bis 14 Euro pro Quadratmeter. Bei den Büromieten liegt sie zwischen zehn und 17 Euro.

Weitere Informationen:

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