Fürstenried: Viele Preisträger für Wohnquartiers-Neugestaltung

Im städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb mit Realisierungsteil des „Appenzeller Straße“ „Appenzeller Straße“, ist eine Entscheidung gefallen. Das zu verdichtende Wohngebiet befindet sich sich im Eigentum von fünf Versorgungswerken. Das Preisgericht hat für den Bereich Städtebau vier Preise sowie für den Realisierungsteil drei Preise vergeben.

 

Bekanntestes Gebäude im Bezirksteil Fürstenried-West im 19. Münchner Stadtbezirk ist die vom Münchner Architekten von Branca entworfene Kirche St. Matthias in der Appenzeller Straße. Im westlichen Bereich der Appenzeller Straße soll es zu einer städtebaulichen Veränderung kommen,Fünf Versorgungswerke der Bayerischen Versorgungskammer besitzen dort insgesamt rund 1.500 Wohnungen in einem ca. 13,5 Hektar großen Areal. Dabei handelt es sich um die Häuser in der Appenzeller Straße, Bellinzonastraße, Graubündener Straße, Zuger Straße und der Forst-Kasten-Allee.

Die bebaute Fläche befindet sich im Eigentum von: der Bayerischen Ärzteversorgung (BAV), der Bayerischen Apothekerversorgung (BApV), der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZKdbG), der Versorgungsanstalt der deutschen Kulturorchester (VddKO) und der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (VddB). Alle Versorgungswerke werden gesetzlich vertreten von der Bayerischen Versorgungskammer.

Die Gebäude wurden zwischen 1968 und 1972 errichtet. Die vorhandene Siedlungsstruktur ermöglicht nach intensiven Voruntersuchungen und Abstimmungen mit der Landeshauptstadt München eine zusätzliche Bebauung mit weiteren ca. 600 Wohnungen. Diese sollen sowohl durch neue Gebäude als auch durch Aufstockung bestehender Gebäude entstehen. Basis für die Bauleitplanung soll ein städtebauliches und landschaftsplanerisches Gesamtkonzept sein, das über ein Wettbewerbsverfahren von Architekten entwickelt wird.

Nun stehen vier Preisträger für das städtebauliches und landschaftsplanerisches Gesamtkonzept fest::

LIN Labor Integrativ Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, mit HOLZWARTH Landschaftsarchitektur, Berlin

zillerplus Architekten und Stadtplaner, München, mit Burkhardt/Engelmayer PartG, München

su und z Architekten GbR, München, mit studio B Landschaftsarchitektur, München

h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH, Stuttgart, mit lohrer hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München

Für den Realisierungsteil des Wettbewerbs wurden folgende Preisträger ermittelt:

LIN Labor Integrativ Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, mit HOLZWARTH Landschaftsarchitektur, Berlin

su und z Architekten GbR, München, mit studio B Landschaftsarchitektur, München

h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH, Stuttgart, mit lohrer hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München

Ausstellung:

Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben nun die Möglichkeit, sich über das Wettbewerbsergebnis und die zur weiteren Überarbeitung ausgewählten Arbeiten zu informieren sowie Anregungen zur Planung vorzubringen. Die Wettbewerbsergebnisse sind an folgenden Tagen im Gemeindesaal der Kirche St. Andreas, Walliser Straße 11, ausgestellt:

Dienstag, 18.Oktober, und Donnerstag, 20. Oktober, jeweils von 14 bis 18 Uhr

Mittwoch, 19. Oktober, von 16 bis 20 Uhr

Führungen werden am Dienstag, 18. Oktober, um 16.30 Uhr und am Mittwoch, 19. Oktober, um 18 Uhr angeboten.

Im Anschluss an die Ausstellung ist für Samstag, 22. Oktober, ein Bürgerworkshop vorgesehen, bei dem die prämierten Wettbewerbsarbeiten interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt werden und Anregungen für die weitere Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses  entgegengenommen werden. Der Bürgerworkshop findet in der Aula des Gymnasiums Fürstenried, Eingang Engadiner Straße 1, statt.

Nach der Überarbeitung der Wettbewerbsarbeiten wird das Preisgericht im Dezember dieses Jahres das endgültige städtebauliche und  landschaftsplanerische Gesamtkonzept als Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren auswählen. Voraussichtlich im Januar 2017 werden die Wettbewerbsarbeiten im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28b, nochmals zu sehen sein.

Quelle: Referat für Stadtplanung und Bauordnung Landeshauptstadt München, 18.10.2016

Bildnachweis: St Matthias, Foto: Ulrich Lohrer; Bayerische Versorgungskammer BVK