Neue Atelierhäuser in der Maxvorstadt

Der Münchner Projektentwickler Bauwerk Capital startet mit dem Verkauf von vier Atelierhäuser in einem Rückgebäude der Augustenstraße 29. Der Rohbau ist gerade fertig gestellt, bezugsfertig sind die Stadthäuser im Frühsommer 2012. Ab 16.Juli 2011 können die Häuser besichtigt werden.

 

Die vier neu entstehenden Atelierhäuser in der Maxvorstadt wurden von tools off. architecture entworfen und finden derzeit durch den Bauherrn REDAG (Real Estate Development AG) Umsetzung. Die Häuser sind Teil eines Neubauprojektes, bestehend aus Vorderhaus sowie Hofbebauung. Die Wohnungen im Vorderhaus wurden bereits verkauft.

Jedes Atelierhaus erstreckt sich über ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss mit dazugehöriger Terrasse, zwei Obergeschosse sowie ein Dachgeschoss mit Dachterrasse in West-Ausrichtung, von der sich ein Blick in das urbane Panorama der Maxvorstadt bietet. „Wir bieten die Häuser mit etwa 200 Quadratmeter Wohnfläche etwa zwischen 1,3 und 1,4 Millionen Euro pro Atelierhaus an“, sagte Jürgen Schorn, geschäftsführender Gesellschafter von Bauwerk Capital. „Wir hatten das Grundstück mit der damaligen Notbebauung nach dem zweiten Weltkrieg vor dreieinhalb Jahren von einer Erbengemeinschaft erworben“, sagte Bert Hippmann, Betreuer und Vertreter des Bauherrn und Geschäftsführer der REDAG (Real Estate Developement AG). „Zunächst war unklar, ob wir das Projekt für eine gewerblich oder  wohnungswirtschaftlich ausrichten sollten, entschieden uns aber für das besondere Konzept der Atelierhäuser fürs wohnen.“ 

 

Der Zugang zu den Atelierhäusern erfolgt über einen Fußweg durch einen begrünten Innenhof. Jedem Haus vorgelagert ist eine Holzterrasse mit Pflanzbeeten als gekennzeichneter Eingang in das Atelierhaus. Ebenso ist der Zugang zu jedem einzelnen Haus durch die Tiefgarage im Untergeschoss möglich.

Als aufwendig hat sich wegen der Abstimmung mit den benachbarten Eigentümer und der technischen Umsetzung der Bau der zweistöckigen Tiefgarage gestaltet. In der Tiefgarage stehen den Atelierhaus-Besitzern jeweils zwei Einstellplätze mit Ladevorrichtung für Elektroautos zur Verfügung. Die Tiefgaragenzufahrt erfolgt über einen Autolift, der von der Augustenstraße aus befahren wird. Die Häuser bieten Wohnen mit unterschiedlichen Raumaufteilungen, die frei variierbar sind.

Eine besondere Herausforderung an die Architekten stellte die Belichtung wegen der Ausrichtung der Häuser nach Norden dar. Das Team um Eva Durant und Professor Andreas Notter lösten das Problem durch über zwei Geschosse reichenden Fenster an der Nordseite und einer einer Art Lichtschaufel von oben. „Das Tageslicht wird durch eine großzügige Verglasung der Dachetage sowie des Treppenhauses durch alle Stockwerke geführt“, erläutert Andreas Notter. „Dadurch werden die Zimmer von zwei Seiten belichtet.“

Je nach Ausbauvariante verfügen die Atelierhäuser über vier bis sechs Zimmer. Die über zwei Geschosse reichenden Fenster sorgen für viel Licht. Jedes Haus verfügt über eine nach Westen ausgerichtete Dachterrasse mit einem weitgehend verglasten Zugangszimmer. Die Westausrichtung sorgt im obersten Geschoss für perfekte Lichtverhältnisse, schirmmt gleichzeitig die Häuser von den Terrassen ihrer Nachbarn, die über einen Brandschutzgang miteinander verbunden sind.

In 2010 wurde dem Projekt A29 den Architektur-Preis „Jung, schön und noch zu haben – vergeben. Der Preis zeichnet noch nicht fertiggestellte Immobilien in München mit besonders guter architektonischer Gestaltung aus.

 

Weitere Neubauten:

Neu vertrieben werden zur Zeit ebenfalls im Bau befindliche Eigentumswohnungen in Solln.  

 

Bild oben: Gesamtansicht vom Innenhof

© Bauwerk Capital & Formstadt

kleines Bild oben: Dachterassen mit Westausrichtung

© Bauwerk Capital & Formstadt

kleines Bild unten: Ausbauvariante Loft

© Bauwerk Capital & Formstadt