Stadt erlaubt Bau neuer Wohnungen und neuer Quartiere

Die Stadt München hat die Bebauungspläne für 2500 neue Wohnungen beschlossen.  Zu den Neubauquartieren gehören das Areal an der Hochäckerstraße, der Baumkirchnerstraße und der Carl-Werystraße. Am Oberwiesenfeld und in der Freisinger Landstraße werden Gewerbeflächen zur Wohnnutzung umgewidmet. Zudem wurde der Rahmenplan für das Jahrhundertprojekt Freiham beschlossen.

 

Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Münchner Stadtrates hat durch den Beschluss von Bebauungsplänen  den Neubau von Wohnungen in den kommenden Jahren freigegeben. Zudem wurden Umwidmungen von Gewerbe- in Wohnflächen beschlossen sowie Verfahren für Wettbewerbe für künftige Bebauungspläne eingeleitet:

Quartier Hochäckerstraße: Im Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach in Altperlach nördlich des Neuen Südfriedhofes wurde der Bebauungsplan für das Wohnquartier mit rund 1100 Wohneinheiten beschlossen. Projektentwickloer ist dort die Bayerische Hausbau.

Quartier Baumkirchner Straße: Auf dem ehemaligen Grundstück des Bahnbetriebswerk 4 wird ein gemischt genutztes Quartier durch die Patrizia und die CA Immo entstehen. Der Realisierungswettbewerb für den Gebäudekomplex mit einem markanten Turm wurde vor kurzem zu Gunsten eines Entwurfs des niederländischen Architekturbüros UN Studio entschieden. Außer dem Quartierzentrum mit Büro und Gewerbe entstehen 560 Wohneinheiten sowie eine ökologische Vorrangfläche.

Quartier Carl-Wery-Straße: Südlich des S-Bahnhofes Neuperlach Süd soll ein Wohn- und Kerngebiet mit rund 270 Wohneinheiten entstehen. Zudem sollen 76.000 Quadratmeter an neuen Büroflächen entstehen.

Quartier Am Oberwiesenfeld: Direkt gegenüber dem U-Bahnhof Oberwiesenfeld entstehen auf dem Areal der Knorr-Bremse durch Umwidmung von Gewerbe- in Wohnflächen in einer geplanten Blockbebauung 400 Wohneinheiten durch die Bayerische Hausbau.

Quartier nördliche Freisinger Landstraße: Ebenfalls durch Umwidmung von Gewerbe- in Wohnnutzung sollen 160 Wohneinheiten geschaffen werden.

Umstrukturierung in Obersendling: Einen etwas längeren Vorlauf wird es bei der Umstrukturierung der ehemaligen Firmenareale von Siemens und E.ON in Obersendling geben. Am 4. Dezember 2013 hat der Ausschiss für Stadtplanung und Bauordnung den Weg für ein Wettbewerbsverfahren frei gemacht. Für den Teilbereich Campus Süd an der Baerbrunner Straße soll ein Wohnstandort mit Einzelhandel entstehen. Für das E.ON-Areal wurde dagegen bereits ein Wettbewerb zu Gunsten des Architekturbüro aufbauend entschieden. Auf der Grundlage dieses Entwurfs soll ein Bebauungsplan entwickelt werden.  Insgesamt sollen etwa 1100 Wohnungen an diesen Standorten in Obersendlng entstehen.

Rahmenplanung für Freiham beschlossen: Die größte Quartiersentwicklung der kommenden Jahrzehnte ist Freiham. Hier liegt allerdings die Verwirklichung noch relativ weit in der Zukunft. Immerhin wurde Freiham im Herbst mit einer S-Bahn-Haltestelle ausgestattet. Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat am 11. Dezember 2013 nun die Rahmenplanung samt Zeitplan für den ersten Realisierungsabschnitt Freiham Nord beschlossen. Auf deren Grundlage wird auf 85 Hektar Fläche Wohnraum für rund 10.000 Menschen geschaffen. Die Rahmenplanung ist Basis für den künftigen Bebauungsplan mit Grünordnung 2068, für den im Frühjahr 2015 der Satzungsbeschluss gefasst werden soll. Sie basiert auf dem Ergebnis des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs von 2011 und ist zugleich Grundlage für die Entwicklung eines Zwischennutzungskonzeptes: Bestehende Äcker und Wiesen sollen möglichst lange in der landwirtschaftlichen Nutzung gehalten werden und Zwischennutzungen wie Krautgärten oder naturnahe Spielflächen ermöglichen. Zur Qualitätssicherung der Planung wird eine Beratergruppe eingerichtet; Teilbereiche werden definiert, in denen Wettbewerbe zwingend sind. Ab 2017 sollen in Freiham die ersten Menschen in ihre Wohnungen ziehen.

 

Quelle: Meldungen der Landeshauptstadt München vom 4., 5. und 11.12.2013

Karte: Landeshauptstadt München