Neuperlach: Baubeginn für 438 GEWOFAG-Wohnungen

Am 21. Juli 2016 begann das städtische Wohnungsunternehmen GEWOFAG mit dem Bau von 438 Wohnungen an der Carl-Wery-Straße in Neuperlach-Süd. Stadtbaurätin Elisabeth Merk, Stadträtin Bettina Messinger und GEWOFAG-Chef Klaus-Michael Dengler nahmen den ersten Spatenstich vor.

 

Insgesamt investiert die GEWOFAG rund 110 Millionen Euro in das Projekt. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant. Die GEWOFAG wird am 26.07.2016 die direkten Nachbarn über das Bauvorhaben informieren. 
„Auch in diesem Quartier wird es eine gute Mischung mit einer Streuung von verschiedenen Einkommensgruppen geben: Hier werden in ein paar Jahren rund 1000 Menschen gut leben“, sagt Dr. Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der GEWOFAG. Aufgrund des Mangels an bezahlbarem Wohnraum in München hat die GEWOFAG die ursprüngliche Planung für das Bauvorhaben geändert und die Baukörper von jeweils sechs auf acht Geschosse aufgestockt. Statt 327 Wohnungen entstehen nun 438. Die prozentuale Aufteilung auf die einzelnen Fördermodelle ist gleich geblieben. Nach wie vor sind eine Kinderkrippe mit vier Gruppen sowie zwei Tiefgaragen vorgesehen. 



Im Rahmen einer Infoveranstaltung wird die GEWOFAG am 26. Juli 2016 gemeinsam mit dem Bezirksausschuss im Forum der GEWOFAG den Nachbarn das Bauvorhaben erläutern. 



Quelle: Pressemeldung GEWOFAG vom 21.07.2016

Bildnachweis: Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk, Dr. Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der GEWOFAG, und Stadträtin Bettina Messinger (SPD) beim Spatenstich an der Carl-Wery-Straße, GEWOFAG.

 

Die Bagger sind schon angerollt: In diesen Tagen beginnt die GEWOFAG mit dem Bau von 327 Wohnungen an der Carl-Wery-Straße in Neuperlach im 16. Münchner Stadtbezirk. Das Bauvorhaben ist Teil eines Entwicklungsgebiets, dass sich südöstlich des S-Bahnhofs Neuperlach-Süd und dem Bürokomplex Aviva Munich zwischen dem S-Bahn-Gleis, der Therese-Giehse-Allee sowie der Arnold-Sommerfeld-Straße befindet. Neben den GEWOFAG-Wohnungen soll der Büro- und Gewerbekomplex Perlacher Tor der Leonhard Moll AG sowie ein Leonardo-Hotel entstehen.

Das GEWOFAG-Bauvorhaben umfasst zwei Bauabschnitte. Geplant sind auch eine Kinderkrippe mit vier Gruppen sowie zwei Tiefgaragen. Insgesamt investiert die GEWOFAG rund 100 Millionen Euro in das Bauvorhaben. Die GEWOFAG startet im ersten Bauabschnitt mit dem südlichen der beiden Baukörper (WA 2). In dem Gebäude, dessen Grundriss etwas an ein U erinnert, entstehen insgesamt 205 Wohnungen, davon 117 Wohnungen im Fördermodell KMB (Konzeptioneller Mietwohnungsbau), 42 Wohnungen im München-Modell-Miete und 46 einkommensorientiert geförderte Wohnungen. Die Fertigstellung ist für Juni 2018 geplant. 



Für Anfang 2016 ist der Baubeginn des nördlichen Gebäudes (WA 1) geplant. In dem Gebäude mit einem J-förmigen Grundriss baut die GEWOFAG insgesamt 122 Wohnungen, davon 59 im Fördermodell KMB, 12 im Fördermodell München-Modell-Miete, 23 einkommensorientiert geförderte Wohnungen, 28 Wohneinheiten im Fördermodell KomPro/B und eine Kinderkrippe mit vier Gruppen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2018 geplant. 

„Auch in diesem Quartier wird es eine gute Mischung mit einer Streuung von verschiedenen Einkommensgruppen geben: Hier werden in ein paar Jahren rund 1000 Menschen mit geringem bis mittlerem Einkommen gut leben“, sagt Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der GEWOFAG. 



Gefaltete Fassaden und Klinkersockel 


Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Maier Neuberger Architekten, den Städtebau mit der prägnanten Form der Gebäude hat das Architekturbüro Von Ballmoos Krucker Architekten AG entworfen. Vorgesehen sind zwei schlangenförmige Gebäude mit sechs Geschossen und Flachdach. Rundherum wird es private und öffentliche Grünflächen geben. Die Form der Gebäude schafft grüne Höfe, zu denen auch die Hauseingänge hin orientiert sind, und Zwischenräume mit Aufenthaltsqualität.

Die Baukörper und die „gefalteten“ Fassaden mit Loggien, ziegelrotem Kratzputz und Klinkersockel nehmen Elemente der umliegenden Bebauung auf. Sie erinnern außerdem daran, dass es in dieser Gegend einmal Lehmabbau und Ziegelherstellung gab. 



Pilotprojekt „konzeptioneller Mietwohnungsbau“ 


Das Bauvorhaben der GEWOFAG ist eines von vier Pilotprojekten der Landeshauptstadt München zum neuen Modell des „konzeptionellen Mietwohnungsbaus“. Für die KMB-Wohnungen gelten keine Einkommensgrenzen. „Dieses Modell der Landeshauptstadt München sieht vor, dass die Wohnungen über lange Zeit verhältnismäßig günstig vermietet werden, um Druck aus dem Wohnungsmarkt zu nehmen“, erläutert Dr. Klaus-Michael Dengler. „Wir können hier erstmalig einen großen Anteil an Wohnungen bauen, deren Vermietung nicht an Einkommensgrenzen gebunden ist. Das Angebot richtet sich zum Beispiel an ‚Normalverdiener‘, die keine München-Modell-Förderung erhalten. Auch diese Wohnungen brauchen wir natürlich in München.“ 



Im Rahmen dieses Modells verpflichtet sich die GEWOFAG, die Miete der KMB-Wohnungen 60 Jahre lang nur im Rahmen der Anpassung an den Verbraucherpreisindex zu erhöhen. Der Mietpreis ist an den Münchner Mietspiegel gekoppelt.

Tiefgarage und Energiestandard KfW-Effizienzhaus 70 


Für beide Bauabschnitte errichtet die GEWOFAG eine Tiefgarage mit rund 270 Stellplätzen. Die geplante Kinderkrippe mit vier Gruppen wird den Bedarf der Neubauten wie auch den der umliegenden Wohnbebauung decken. Die Planungen entsprechen dem Energiestandard des KfW-Effizienzhauses 70. Das Baugebiet wird im Osten von der Carl-Wery-Straße, im Norden von der Therese-Giehse-Allee, im Westen von einem weiteren Wohngebiet und im Süden von einer Grünfläche begrenzt. Das Quartier liegt in direkter Nähe zum U- und S-Bahnhof Neuperlach Süd sowie zur Buslinie 196 und ist damit sehr gut an das öffentliche Nahverkehrsnetz angeschlossen.

Quelle: Pressemeldung GEWOFAG vom 04.12.2015

Bilder:
 Zwischenraum zwischen den Baukörpern (großes Bild oben, Quelle Maier Neuberger Architekten), Lageplan (oben links, Quelle: Maier Neuberger Architekten / Kübert Landschaftsarchitektur), Blick nach Süden/nördlicher Baukörper (Quelle: Maier Neuberger Architekten); Gestaltungskonzept (unten, Quelle: Maier Neuberger Architekten),