Zinsen: US-amerikanische Notenbank erhöht Leitzins

Zum zweitenmal innerhalb weniger Monate hat die US-Notenbank Federal Reserve (kurz: Fed) unter ihrer Vorsitzenden Janet Yellen ihren Leitzins erhöht. Das Zielniveau liegt damit nun bei 1,0 bis 1,25 Prozent und damit um 0,25 Punkte höher als bisher.

 

Der Beschluss der Zinserhöhung gilt als Maßnahme zur Vermeidung des Anstiegs der Inflationsrate nach der jahrelangen expansiven Geldpolitik mit den historisch niedrigem Zinsnveau. Die amerikanischen Zentralbanker haben die Entscheidung zwar getroffen, obwohl die Inflation jüngst leicht nachgegeben hatte und auch weniger neue Arbeitsplätze geschaffen wurden als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote war zuletzt auf 4,3 Prozent gefallen, allerdings waren unterm Strich nur 140.000 neue Stellen geschaffen worden. Fed-Chefin Janet Yellen machte allerdings deutlich, dass sie das Nachgeben der Inflation lediglich auf Sonderentwicklungen zurückführt. Es war die  zweite Leitzinserhöhung in diesem Jahr. Zuletzt hatte die Fed am 15. März 2017 die Leitzinsen um ein Viertelprozentpunkt erhöht.

Damit hat sich der Abstand zu dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Eurozone – aktuell Null Prozent – weiter vergrößert. Obwohl EZB-Präsident Mario Draghi offiziell weiterhin an der ultralockeren Geldpolitik festhält, mehren sich die Anzeichen, dass auch die EZB langsam ihr Programm zum Ankauf von Staatsanleihen auslaufen lässt.

Quelle: FED, Medien vom 14.06.2017

 

15. März 2017: Fed erhöht Leitzins

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) unter Leitung von Janet Yellen dreht wieder etwas den Geldhahn zu. Der Zinssatz, zu dem sich Banken des Landes gegenseitig Geld leihen, steigt nach der letzten Zinserhöhung im Dezember 2016 von 0,75 Prozent auf nun bis 1,0 Prozent. Weitere Zinsschritte sind 2017 zu erwarten.

Die Zinserhöhung am 15. März 2017 war von den Märkten erwartet worden. Die Fed begründete ihn mit der anhaltend guten Situation auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt sowie der anziehenden Inflation von 2,5 (Januar 2017) auf 2,7 Prozent (Februar 2017).

Die Federal Reserve unter Leitung von Janet Yellen deutete an, dass im laufenden Jahr bei anhaltend positiver Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage bis zu drei weitere Zinsschritte möglich seien.

Damit erhöht sich die Zinsdifferenz zum Euro-Raum weiter. Obwohl dort (Januar 2017: 1,8 Prozent)  – insbesondere in Deutschland (Februar: 2,2 Prozent) – ebenfalls die Inflation zuletzt deutlich gestiegen ist, hält die Europäische Zentralbank (EZB) unter Leitung von Mario Draghi die Leitzinsen weiter auf Tiefstand von 0 Prozent. Damit steigen nicht nur mittelfristig die Risiken eines unkontrollierbaren Anstiegs der Verbraucherpreise, sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollars und damit eines Vermögensverlust der in Euro gehaltenen Anlagen.

Bild: Federal Reserve Building in Washington, AgnosticPreachersKid;  Federal Reserve Chairman Janet Yellen, United States Federal Reserve - http://www.federalreserve.gov/aboutthefed/bios/board/yellen_janet_rdax_161x201.jpg