Zinsen: US-amerikanische Notenbank erhöht Leitzins

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) unter Leitung von Janet Yellen dreht wieder etwas den Geldhahn zu. Der Zinssatz, zu dem sich Banken des Landes gegenseitig Geld leihen, steigt nach der letzten Zinserhöhung im Dezember 2016 von 0,75 Prozent auf nun bis 1,0 Prozent. Weitere Zinsschritte sind 2017 zu erwarten.

 

 

Die Zinserhöhung am 15. März 2017 war von den Märkten erwartet worden. Die Fed begründete ihn mit der anhaltend guten Situation auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt sowie der anziehenden Inflation von 2,5 (Januar 2017) auf 2,7 Prozent (Februar 2017).

Die Federal Reserve unter Leitung von Janet Yellen deutete an, dass im laufenden Jahr bei anhaltend positiver Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage bis zu drei weitere Zinsschritte möglich seien.

Damit erhöht sich die Zinsdifferenz zum Euro-Raum weiter. Obwohl dort (Januar 2017: 1,8 Prozent)  – insbesondere in Deutschland (Februar: 2,2 Prozent) – ebenfalls die Inflation zuletzt deutlich gestiegen ist, hält die Europäische Zentralbank (EZB) unter Leitung von Mario Draghi die Leitzinsen weiter auf Tiefstand von 0 Prozent. Damit steigen nicht nur mittelfristig die Risiken eines unkontrollierbaren Anstiegs der Verbraucherpreise, sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollars und damit eines Vermögensverlust der in Euro gehaltenen Anlagen.

Bild: Federal Reserve Building in Washington, AgnosticPreachersKid;  Federal Reserve Chairman Janet Yellen, United States Federal Reserve - http://www.federalreserve.gov/aboutthefed/bios/board/yellen_janet_rdax_161x201.jpg