Neuhausen: Eine schmucke Villa in der Villenkolonie Gern

Nördlich des Nymphenburger Schlosskanals liegt die Villenkolonie Gern. Hier wurde eine denkmalgeschützte Villa aufwendig saniert.  Nun wurde es mit dem Fassadenpreis 2017 der Landeshauptstadt München prämiert.

 

Die Villa wurde als zweigeschossiger, barockisierender Satteldachbau mit Eckerker und Seitenrisalit mit Schweifgiebel und Giebelvorbau, von 1892 bis 1897 von Heilmann und Littmann erbaut. Die Villa ist Bestandteil der „Familienhäuser-Colonie Nymphenburg-Gern“ die erste gutbürgerliche Reihenhaussiedlung Münchens, die der Bauunternehmer und Projektentwickler Jakob Heilmann nördlich des Nymphenburger Schlosskanals in dem ehemaligen Bauerndorf, heute ein zu Neuhausen gehörende Stadtteil zwischen zwischen Klug-, Waisenhaus- und Gerner Straße Ende des 19. Jahrhunderts errichtete.

Die heutigen Eigentümer (Lutz Bunnenberg, bei der Bewerbung zum Fassadenpreis vertreten durch Architekten Grill & Köppel) hatten sich zum Ziel gesetzt, mit den Umbaumaßnahmen das ursprüngliche Erscheinungsbild wiederherzustellen. Dafür wurden die Kunststofffenster durch neue Holzsprossenfenster ersetzt und die im Krieg zerstörte Dachhaube des Eckturms rekonstruiert. Der durch Dispersionsfarbe stark geschädigte Putz musste erneuert werden, die Stuckelemente wurden restauriert und fehlende Teile ergänzt. Abschließend strich man die Fassade in einem mittleren Steinton mit heller abgesetzten Gliederungen. Mit der Instandsetzung der originalen Grundstückseinfriedung ist die Villa nun wieder vollwertiger Bestandteil des historischen Doppelhausblocks geworden.

Prämiert wurde mit dem Fassadenpreis 2017 der Landeshauptstadt München eine Instandsetzungsmaßnahme, die nicht nur das Baudenkmal selbst aufwertet, sondern im Ensemble „Villenkolonie Gern“ wieder einen attraktiven Blickpunkt schafft.

Quellen: Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Landeshauptstadt München;

Bildnachweis: Foto: maurer und sigl GmbH / Landeshauptstadt München