Ingolstadt: Starker Preisanstieg bei Familienhäusern

Die gleichbleibend hohe Zuwanderung in den Automobilstandort Ingolstadt bei einem relativ hohen Einkommensniveau bewirkt laut einer Studie des Immobilienverbands IVD Mitte 2015 im Vergleich zum Vorjahrszeitraum weiterhin einen kräftigen Preisanstieg am Wohnungsmarkt. Welche Marktsegmente besonders betroffen sind.

 

Die höchsten Kaufpreisanstiege sind laut dem „CityReport Ingolstadt 2015“ des IVD-Marktforschungsinstituts mit rund zehn Prozent  bei Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften zu beobachten. „Rückblickend auf das letzte Jahr ist der Wohnraum in Ingolstadt, im Verhältnis zur gleichbleibenden hohen Zuwanderung“, so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD- Marktforschungsinstituts, „weiterhin knapp. Aufgrund eines Nachfrageüberhangs steigen die Kauf- und Mietpreise weiter an. Dabei hatten im Frühjahr die freistehenden Einfamilienhäuser und neuerrichteten Doppelhaushälften mit einem Preisanstieg von 9,2 Prozent beziehungsweise von zwölf Prozent gegenüber Herbst 2014 die höchsten Kaufpreisanstiege zu verzeichnen.“

Der Kaufpreis für ein freistehendes Einfamilienhaus in Ingolstadt liegt derzeit im Durchschnitt bei 519.000 Euro pro Objekt, für eine bestehende Doppelhaushälfte bei 460.000 Euro pro Objekt (Anstieg gegenüber Herbst 2014 +9,1 Prozent) und für ein bestehendes Reihenmittelhaus bei 367.000 Euro (+2,7 Prozent).

Der Quadratmeterpreis für eine bestehende Eigentumswohnung mit gutem Wohnwert liegt in Ingolstadt derzeit durchschnittlich bei 2800 Euro pro Quadratmeter (Veränderung gegenüber Herbst 2014 +5,7 Prozent). Für eine Neubauwohnung werden im Schnitt 3680 Euro pro Quadratmeter bezahlt (+4,2 Prozent).

Bei den Eigenheimen (Einfamilien-, Reihenmittel- und Doppelhäusern) werden ins- besondere Objekte mit einer Wohnfläche zwischen 115 und 175 Quadratmetern im Preissegment zwischen 225.000 und 400.000 Euro nachgefragt. Bei den Eigentumswohnungen sind Objekte mit einer Fläche zwischen 65 und 150 Quadratmeter und Preisspanne von 125.000 und 275.000 Quadratmeter gesucht.

Der Markt für Baugrundstücke zeichnet sich durch ein sehr begrenztes Angebot und hohes Preisniveau aus. Neben der Ausweisung neuer Baugebiete am Stadtrand wie derzeit Hagau und Pettenhofen entstehen zusätzliche Bauplätze in der Innenstadt fast ausschließlich durch Nachverdichtung sowie Lückenschließung.

„Der Ingolstädter Mietmarkt wird weitgehend über Bestandswohnungen geregelt“, so Roland Stieren vom IVD-Mitgliedsunternehmen RS Roland Stieren Immobilien- beratung. „Der Anteil der Neubauwohnungen machte etwa zwanzig Prozent aus. Die Mietpreissteigerungen von  fünf bis zehn Prozent waren hier in den vergangenen Jahren keine Seltenheit. Auch zukünftig sind weitere Mietpreisanstiege nicht auszuschließen.“

Die Mieten für Altbauwohnungen mit gutem Wohnwert liegen im Frühjahr 2015 in Ingolstadt im Durchschnitt bei 9,90 Euro pro Quadratmeter (+3,7 Prozent gegenüber Herbst 2014), für Wohnungen aus dem Bestand bei elf Euro pro Quadratmeter (+3,1 Prozent) und für Neubauwohnungen bei 12,30 Euro pro Quadratmeter (+6,7 Prozent).

Quelle: Pressemeldung IVD-Süd vom 19. August 2015

Weitere Informationen:

IVD-Institut: CityReport Ingolstadt 2015

Der „CityReport Ingolstadt 2015“ kann beim IVD-Institut (Gabelsbergerstr. 36, 80333 München, Tel. 089/29082020, institut@ivd-sued.net) oder im Online-Shop www.ivd-sued.net erworben werden.

Bildquelle: Blick auf die westliche und nördliche Altstadt von Ingolstad, Fotograf Brian Clontarf