München: Stabilere Mieten im Top-Segment

Nach einer Stabilisierung in der ersten Jahreshälfte stiegen die Mietpreise in München im zweiten Halbjahr 2014 wieder an, so der Marktbericht Residential City Profile München von JLL. Zwischen dem Top-Bereich und dem unteren Segment gibt es gegenläufige Entwicklungen der Preise und Mieten.

 

Auf Jahressicht verteuerten sich die Angebotsmieten um + 4,4 Prozent auf 15,65 Euro pro Quadratmeter und Monat. Während die untere Markthälfte überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnete, sanken die Preise im Top-Segment sogar geringfügig. So erhöhten sich die Angebotsmieten in der unteren Markthälfte in den Bezirken West (Aubing-Lochhausen-Langwied, Pasing-Obermenzing, Allach-Untermenzing) und Süd-Ost (Berg am Laim, Trudering-Riem, Ramersdorf-Perlach) am stärksten. Das betraf beispielsweise Bestände in der Großwohnsiedlung Neuperlach und auch in Pasing.

 Einen ähnlichen Trend zeigte der Markt für Eigentumswohnungen. Hier erhöhten sich die Angebotskaufpreise jedoch auf Jahressicht mit 9 Prozent wesentlich stärker und erreichten im Mittel nun 5590 Euro pro Quadratmeter. „Der Nachfragedruck bleibt in München bis auf weiteres hoch und wird durch die Bautätigkeit nur unzureichend abgefedert“, so Roman Heidrich, bei JLL Teamleader Residential Valuation Advisory Berlin. Der höchste Preisanstieg wurde im Wohnungsmarktbezirk Nord (Moosach, Milbertshofen-Am Hart, Feldmoching-Hasenbergl) mit + 14,9 Prozent auf 5060 Euro pro Quadratmeter registriert. „Die Verlagerung der Preiszuwächse in die unteren Marktsegmente steht für Ausweichbewegungen von Mietern und Kaufinteressenten und das Erreichen von preislichen Obergrenzen in der oberen Markthälfte“, sagt Heidrich. „Dennoch scheinen weitere Miet- und Kaufpreisanstiege in München aufgrund der angespannten Marktsituation sehr wahrscheinlich.“

 

Weitere Informationen:

JLL Residential City Profile: München – 2. Halbjahr 2014

 

 

Quelle: Pressemeldung JLL im Februar 2015-02-23

Foto: Ulrich Lohrer