Neuhausen: Rohbau für Mehrgenerationenhaus am Reinmarplatz fertig

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG und die Wohnbaugenossenschaft WOGENO feierten Richtfest für das Mehrgenerationenwohnen am Reinmarplatz. Das Gebäude mit 125 Wohnungen soll Endes 2014 bis Anfang 2015 fertig gestellt sein.

 

Insgesamt entstehen am Reinmarplatz westlich des Dantebades 125 barrierefreie Wohnungen, ein Begegnungszentrum für Jung und Alt mit Wohncafé, ein Kindertageszentrum und ein weiterer Stützpunkt des GEWOFAG-Projektes „Wohnen im Viertel“. Der Platz befindet sich an der Schnittstelle der beiden Stadtviertel Neuhausen und Dom Pedro im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG investiert rund 16 Millionen Euro, die Genossenschaft knapp acht Millionen Euro in das Bauvorhaben. Die Beteiligung der künftigen Bewohner und gegenseitige Unterstützung der Bewohner sind die Besonderheiten dieses Wohnprojekts. 
50 Wohnungen der 125 Wohnungen hat die WOGENO an ihre Mitglieder vergeben. 75 Wohnungen wird die GEWOFAG belegen. Sie sind nach dem Kommunalen Wohnungsbauprogramm A (KomPro A) gefördert. Davon werden 55 über das Amt für Wohnen und Migration an berechtigte Personen vergeben, wenn die Fertigstellung näher rückt. 20 Wohnungen hat die GEWOFAG bereits direkt an berechtigte Mieter vergeben, die schon bei der GEWOFAG wohnen und aus unterschiedlichen Gründen eine neue Wohnung benötigen. Die Fertigstellung des Projektes ist für Ende 2014/Anfang 2015 geplant. 



„Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, dass es einen großen Bedarf an neuen zeitgemäßen Wohnformen gibt – vor allem für ältere Menschen. Dazu gehört ein unterstützendes Umfeld. Aber auch Familien wünschen sich Austausch und gegenseitige Hilfe. Dies bietet das Mehrgenerationenwohnen am Reinmarplatz. Wir freuen uns, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit der WOGENO verwirklichen können“, so Sigismund Mühlbauer, Prokurist der GEWOFAG. 
„Die Zusammenarbeit mit der GEWOFAG war sehr fruchtbar. Wir konnten vom Know-how eines großen Akteurs am Münchner Wohnungsmarkt profitieren. Gleichzeitig haben wir sicher auch Denkanstöße hinsichtlich der frühzeitigen Einbindung von Bewohnern und sozialen Akteuren in den Planungsprozess gegeben“, so Christian Stupka, Vorstand der WOGENO. 

Begegnungszentrum und weitere Einrichtungen 
Herzstück des Projekts ist das Begegnungszentrum für Jung und Alt mit offenem Café. Das Café wird vom Wohnwerk München e.V. betrieben, einem Verein, der sich um die Integration von geistig behinderten Jugendlichen in den Arbeitsmarkt kümmert. Im Café werden Jugendliche zur „Service-Assistenz“ ausgebildet. Die AWO betreut das Begegnungszentrum, koordiniert die Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner und vernetzt die Aktivitäten aller am Projekt beteiligten Akteure. Betreiber des KITZ Kindertageszentrums ist die Diakonie - Jugendhilfe Oberbayern. Eine zentrale Rolle spielt auch der neue Stützpunkt von Wohnen im Viertel, einem Angebot der GEWOFAG für ältere und hilfsbedürftige Menschen, die in der eigenen Wohnung von einem Pflegedienst vor Ort bei Bedarf rund um die Uhr betreut werden. Zehn Projektwohnungen und eine Pflegewohnung auf Zeit für kürzere Aufenthalte, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt, stehen am Reinmarplatz zur Verfügung. Die Pflege- und Betreuungsleistungen können jedoch von allen Mieterinnen und Mietern im Umkreis von 1.000 Metern in Anspruch genommen werden. Kooperationspartner ist hier, wie auch im Wohnen-im Viertel-Stützpunkt Gern der Evangelische Pflegedienst München e.V.. Acht Wohnungen vermietet die GEWOFAG an den Verein „Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter e.V.“. 



 

Künftige Bewohner wurden von Beginn an am Projekt beteiligt. Neben der umfänglichen Information über alle Planungsschritte konnten die Bewohner bei der Ausformung der Gemeinschaftsbereiche, der Freiflächen und im WOGENO-Bereich auch bei der Ausgestaltung der konkreten Grundrisse mitgestalten. Diese frühzeitige Einbindung in das Projekt soll weit über die Beteiligung an Planungsthemen hinaus die Identifikation mit dem Haus und der Nachbarschaft fördern und damit das gemeinschaftliche Zusammenleben aktiv gestalten. Eine funktionierende Nachbarschaft ersetzt in der urbanen Gesellschaft oftmals traditionelle Familienstrukturen. Deshalb setzen WOGENO und GEWOFAG am Reinmarplatz auf die Beteiligung, um wirksam gegen Vereinsamung und für Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe einzutreten. 



 

 

Quelle: GEWOFAG, Pressemeldung vom 15. Mai 2014

 

Bilder: GEWOFAG/WOGENO