Südgiesing: Optima-Aegidius entwickelt Fasangarten-Quartier

Das Münchner Familienunternehmen Optima-Aegidius-Firmengruppe kauft mit IKR 45.000 Quadratmeter Baugrund in Fasangarten im Bezirksteil Obergiesing. Der städtebauliche Wettbewerb des geplanten Wohnquartiers mit rund 200 Wohneinheiten hatte sich bereits Ende 2016 entschieden.

 

Die Optima-Aegidius-Firmengruppe hat gemeinsam mit IKR an der Münchberger Straße rund 40.000 Quadratmeter Grund erworben. Das Areal im Südostrand des Bezirksteil Südgiesing des 17. Münchner Stadtbezirks (Obergiesing-Fasangarten) soll gemeinsam mit der Landeshauptstadt München entwickelt werden. Der städtebauliche Wettbewerb wurde Ende 2016 abgeschlossen. Der Siegerentwurf geht auf das Architekturbüro Beer Bembé Dellinger zurück, das sich gegen Büros wie Henning Larsen und Steidle durchsetzen konnte.

Geplant sind neben frei finanzierten Wohnungen auch Wohnungen nach EOF und dem München Modell. Das Gesamtvolumen des Projekts mit 21.000 Quadratmetern BGF umfasst rund 60 Millionen Euro.

Die Optima-Firmengruppe hat damit derzeit in München rund 60.000 Quadratmeter Büros und Wohnungen auf bereits erworbenen Grundstücken in der Pipeline. Mit Berlin und Dresden werden derzeit 130.000 Quadratmeter beziehungsweise 500 Millionen Euro Investmentvolumen abgewickelt.

Quelle: Pressemeldung Optima-Aegidius-Firmengruppe vom 12.05.2017; Korrektur vom 28.06.2017

 

Februar 2017: Beer Bembé Dellinger planen Fasangarten-Quartier

Optima-Aegidius, IKR Kuschel und die Stadt wollen im Münchner Süden 200 Wohnungen zwischen der Münchberger Straße und der A8 errichten. Nun gibt es einen Siegerentwurf von einem Architekturbüro, das sonst eher moderne Luxusvillen im Fünfseenland entwirft.

 

Auf einer vier Hektar großen Wiese im Fasangarten des Stadtviertels Südgiesing im Stadtbezirk Obergiesing-Fasangarten soll ein neues Wohnquartier entstehen. Nun gewannen Architekten Beer Bembé Dellinger in Greifenberg mit den Münchner Landschaftsarchitekten Valentien + Valentien, den von KLP,  einer Entwicklungsgesellschaft der Optima-Aegidius Firmengruppe und IKR Huschel, sowie der Stadt München ausgelobten Wettbewerb. Den zweiten Preis erhielten mit ihrem Entwurf Steidle Architekten mit mahl gebhard konzepte, München, den dritten Preis N-V-O Nuyken von Oefele Architekten mit topnauten, Freising

Das Greifenberger Architekturbüro Beer Bembé Dellinger entwirft sonst eher moderne Villen im Fünfseenland, aber auch Wohnanalagen, wie zuletzt in Garmisch-Partenkirchen und hat bereits zahlreiche Auszeichnungen, etwa den BDA-Preis Bayern 2016 für die Neue Mitte Wettstetten, gewonnen. Das Bauareal ist zu 30 Prozent im Besitz der Stadt und zu 70 Prozent Eigentum der KLP. 30 Prozent der KLP und 50 Prozent der städtischen Flächen werden als geförderter Wohnungsbau errichtet

Der Entwurf sieht einen Wohnpark mit sieben freistehenden Baukörpern im Westen und mit einer vier- bis fünfgeschossigen Schallschutzbebauung im Osten zur Autobahn München-Salzburg vor (siehe Modell oben, Lageplan links). Ein Park aus Obstbäumen und Blumenwiesen bildet einen Zwischenraum zu den bestehenden Einfamilienhäusern an der Münchberger Straße, wo sich auch eine Kindertagesstätte befinden wird.

Beurteilung der Jury:

„Dem ersten Preisträger gelingt es in seinem Entwurf mit einer Lärmschutzbebauung zur Autobahn und sieben freistehenden Baukörpern mit insgesamt etwa 220 Wohnungen, einen schlüssigen Übergang zur Bestandsbebauung zu finden und gleichzeitig eine markante, differenzierte Raumkante zu formulieren.... Die in der Höhe gestaffelte Lärmschutzbebauung bietet funktionale Grundrisse, deren Aufenthaltsräume sich überwiegend nach Westen orientieren; die wenigen Räume nach Osten können mit technischen Möglichkeiten ausreichend vor dem Lärm geschützt werden.

Die frei geformten Punkthäuser im Westen weisen sehr attraktive, in der Mehrzahl über Eck organisierte Wohnungsgrundrisse auf und lassen gerade durch die unterschiedlichen Sichtbezüge viel Raum für Individualität und eine gute Adressbildung. Die hohe Anzahl an Wohnungen bedeutet in diesem Konzept keinen Qualitätsverlust. Die dafür optional vorgeschlagene Kindertagesstätte ist funktional richtig an der Münchberger Straße situiert.

Ausstellung:

Die Wettbewerbsergebnisse sind in der Zeit vom 31. Januar bis 10. Februar 2017 bei einer Ausstellung im Referat für Stadtplanung und Bauordnung (Foyer), Blumenstraße 28b, zu sehen. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Quelle: http://www.competitionline.com/de/ergebnisse/253621

Bildnachweis: Beer Bembé Dellinger

Oktober 2016: Stadt plant neues Baugebiet im Fasangarten

Im Stadtbezirk Obergiesing-Fasangarten soll ein neues Wohngebiet entstehen. Der Stadtplanungsausschuß hat Ende September 2016 den Aufstellungsbeschluss vorberatend gefasst: Das neue Wohngebiet soll zwischen der Bebauung an der Münchberger Straße und der Autobahn A8 entstehen.

Zur Entwicklung des Wohngebietes zwischen der Bebauung an der Münchberger Straße, der Autobahn A8 und der Fasangartenstraße (siehe Bild, südwestlich vom Planungsgebiet) soll der Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2118 aufgestellt werden. Das Planungsgebiet mit einer Größe von zirka vier Hektar im Südostrand des Bezirksteil Südgiesing des 17. Münchner Stadtbezirks (Obergiesing-Fasangarten), südlich der Kronacher Straße sowie der Trasse der S-Bahn S7 und nördlich der Fasangartenstraße wird zur Zeit überwiegend als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Die Landeshauptstadt München beabsichtigt, im Planungsgebiet Wohnbebauung mit privaten und öffentlichen Freiflächen zur Deckung des Bedarfs an Wohnflächen zu entwickeln und damit den Siedlungsrand nach Osten entlang der Autobahn zu arrondieren. Zusätzlich sollen die vorhandenen Strukturen ergänzt und weiterentwickelt werden. Vorgesehen sind Wohnungen für unterschiedliche Einkommensgruppen.

Gemäß den in München geltenden Regularien der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) sind 30 Prozent auf den privaten Flächen und 50 Prozent auf den Flächen der Landeshauptstadt München als  geförderter Wohnungsbau zu errichten. Die mit dem Bebauungsplan zu überplanenden Grundstücke in der Gemarkung Perlach befinden sich zu zwei Dritteln im privaten Eigentum. Ein Drittel der Flächen ist im Eigentum der Landeshauptstadt München. Das hierfür notwendige städtebauliche und landschaftsplanerische Gesamtkonzept soll nach dem Aufstellungsbeschluss in einem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb erarbeitet werden. Bei dem Wettbewerb sind Konzepte für die Freiraumgestaltung und -nutzung in die Planung zu integrieren.

Quelle: Landeshauptstadt München Referat für Stadtplanung und Bauordnung vom 21.09.2016

Bildnachweis: Fasangartenstraße, Foto: Ulrich Lohrer