Passau: Stabile Wohnimmobilien-Preise an Donau und Inn

Am Zusammenfluss der Donau, Inn und Ilz  sind vor allem 3- und 4-Zimmerwohnungen begehrt. Studentischen Wohngemeinschaften konkurrieren in diesem Segment mit Familien, die entsprechenden Wohnraum suchen.

 

„Aufgrund der hohen Nachfrage und eines kaum vorhandenen Angebots“, so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, „sind die Kaufpreise sowohl für Häuser, Grundstücke und vor allem auch Eigentumswohnungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Vereinzelte Neubauaktivitäten, die sich bis auf wenige Ausnahmen auf kleinere Wohnanlagen beschränkten, konnten die hohe Nachfrage bei weitem nicht befriedigen.“

Im Segment Ein- und Zweifamilienhäuser wurde in der Vergangenheit nur für den Eigenbedarf gebaut. Es gibt in diesem Segment keine Bauträgeraktivitäten. Dies führt dazu, dass die derzeit hohe Nachfrage nicht befriedigt werden kann. Die wenigen Bauaktivitäten decken bei weitem nicht den Wohnraumbedarf. Auch zukünftig muss mit einem deutlichen Nachfrageüberhang gerechnet werden.

Die Preise für Einfamilienhäuser liegen in Passau im Frühjahr 2015 bei 305.000 Euro, für Doppelhaushälften bei 245.000 Euro und für Reihenmittelhäusern bei 215.000 Euro (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen). Bei den Eigentumswohnungen/Bestand werden im Frühjahr 2015 Quadratmeterpreise zwischen 1000 Euro (einfacher Wohn- wert) und 1850 Euro (sehr guter Wohnwert) bezahlt. Der Kaufpreis für eine Neubau- wohnung liegt bei 2350 Euro pro Quadratmeter (guter Wohnwert).

„Aktuell studieren in Passau rund 12.000 Studenten“, so Günter Resch vom IVD- Mitgliedsunternehmen Passauer Immobilien. „die den Mietmarkt erheblich beeinflussen. Diese Nachfragegruppe sucht vor allem Wohnraum im Stadtzentrum und in der Nähe der Universität. Dabei werden nicht nur kleine 1-Zimmerappartements gesucht. Im Segment der 3- und 4-Zimmerwohnungen konkurrieren die studentischen Wohngemeinschaften mit Familien, die entsprechenden Wohnraum suchen. Gerade bei den Objekten dieser Größe konnten in den vergangenen Jahren deutliche Mietanstiege verzeichnet werden. Als Folge wird es für Familien und Normalverdiener immer schwerer bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu finden.“

Nach wie vor ist der Mietwohnungsmarkt in Passau durch einen deutlichen Nachfrageüberhang geprägt. Die Vermarktungsdauer ist relativ kurz.

Das Mietpreisniveau stieg im Frühjahr 2015 gegenüber Herbst 2014 bei den Altbauwohnungen um +1,3 Prozent auf 7,80 Euro pro Quadratmeter, bei den Bestandwohnungen um 1,2 Prozent auf 8,50 Euro pro Quadratmeter und bei neuerrichteten Wohnungen um 1,1 Prozent auf 9,40 Euro pro Quadratmeter.

Weitere Informationen:

IVD-Sued: City Report Passau 2015-09-14

Der „CityReport Passau 2015“ gibt Auskunft über Entwicklungen und aktuelle Preise im Bereich der Wohnimmobilien. Der Bericht wird weiterhin durch umfangreiche Grafiken re- gionaler Wirtschaftsdaten ergänzt. Er kann beim IVD- Institut (Gabelsbergerstr. 36, 80333 München, Tel. 089/29082020, institut@ivd- sued.net) oder im Online-Shop ivd-sued.net erworben werden.

Quelle: Pressemeldung IVD-Süd im September 2015

Bild: Passau – Blick von der Schaanzbrücke auf die Altstadt von Passau, Fotograf: Aconcagua