Marsfeld: Strabag Real Estate erwirbt Telekom-Grundstück

Projektentwicklerin sichert sich gemeinsam mit der Brixx projektentwicklung eines der letzten Filetgrundstücke in der Blutenburgstraße im Stadtteil. Verkäufer ist die Telekom, die das Gebäude vermietete sowie als Kindergarten genutzt hatte.

 

Die Strabag Real Estate GmbH (SRE) hat ein rund 10.000 Quadratmeter großes Telekom-Grundstück an der Pappenheimstraße / Ecke Ecke Blutenburgstraße im Bezirksteil Marsfeld der Maxvorstadt gekauft. Die Entwicklung des Quartiers, eines der letzten Filetgrundstücke in der Maxvorstadt, plant die SRE gemeinsam mit der Brixx Projektentwicklung GmbH durchzuführen.

Bisher steht auf dem Areal ein dreigeschossiges Backsteinhaus. Die 1890 von Gustav Freiherr von Schacky errichtete und heute denkmalgeschützte Bestandsimmobilie soll erhalten bleiben. Anfangs war hier die Kriegsakademie untergebracht. 1949 wurde das Gebäude zum Städtischen Krankenhaus umgebaut. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege nennt in seiner Liste der schützenswerten Gebäude als besondere Merkmale den "zweiflügeligen Mansarddachbau mit Seiten- und Eckrisaliten" und "Sichtbacksteinfassaden mit reicher Sandsteingliederung in Formen der Neurenaissance".

Bislang nutzte die Telekom das Gebäude nur zum Teil für sich: für die Kinder von Telekom-Mitarbeiter als Kindergarten. Die Ankündigung der Schließung des von der AWO betriebenen Kindergartens löste im Sommer 2016 Proteste von Seiten der Gewerkschaft ver.di aus. Die drei Etagen darüber hat die Telekom an die 2-Rent GmbH vermietet.

Darüber hinaus sollen auf dem Gelände Neubauten entstehen, die sich mit dem Backstein-Gebäude zu einem Wohn- und Gewerbeensemble zusammenfügen. Genaue Flächenangaben könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht machen, erklärte Marcus Müller, SRE-Bereichsleiter München. „Wir steigen nun in die Detailplanungen ein.“ Beim Verkaufswettbewerb war SRE zusammen mit brixx angetreten. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Quellen: Pressemeldungen SRE vom 23.03.2017; verdi von 22.07.2016

Bildnachweis: ver.di (md) Foto zur Pressemeldung vom 22.07.2016