Parkstadt Schwabing & Domagkquartier

 

Die neuen Quartiere Parkstadt Schwabing sowie das geplante Domagkquartier befindet sich nördlich vom Mittleren Ring im Stadtbezirk Schwabing-Freimann. Es entspricht weitgehend einem großen teil des Bezirksteil Alte Heide - Hirschau.

 

Konkret wird das Siedlungsgebiet Parkstadt Schwabing von der Autobahn A9, Mittlerer Ring, Leopoldstraße und Domagkstraße begrenzt. Das neue Quartier mit Wohnungen, Bürogebäude und einer Parkalage entsteht seit 2001 nach dem städtebaulichen Entwurf des Architekten André Perret (in der Karte links unterhalb der Domagkstraße) . Allein der Wohnungsbau umfasst bislang 105.000 Quadratmeter Geschossfläche für etwa 1500 Wohnungen mit 500 Sozialwohnungen. Im Kerngebiets befinden sich Büro- und Verwaltungsgebäude, Läden, Restaurants, Hotels mit einer Geschossfläche von 450.000 Quadratmeter
für etwa 12.000 neue Arbeitsplätze. Markanter Landmark sind die beiden Bürotürme des Highlight Munich Business Towers des Chicagoer Architektenbüros Murphy/Jahn. Entlang der Blickachse nach Norden planten Murphy/Jahn auch das m.pire genannte Gebäude auf der anderen Seite der Parkstadt Schwabing, das gerade fertiggestellt wurde. Parallel dazu durchzieht ein rund 700 Meter langer, nach den Entwürfen des Landschaftsarchitekten Rainer Schmidt angelegter Park das Gelände (Bild oben: mit Blick auf das m.pire). Die Parkstadt Schwabing ist weitgehend fertiggestellt. Einzelne Gebäude sollen noch auf dem Brachland zwischen dem Highlight Towers und den bereits erstellten Bürogebäude entstehen.

Etwa auf der Höhe der Parkstadt Schwabing nach Westen zur Leopoldstraße entsteht zudem ein weiteres Wohn- und Büroviertel (rote Gebäude in der Karte oben, links von der Leopoldstraße).

 

Nördlich der Parkstadt-Schwabing, über der Domagk-Straße hinaus, soll ein weiteres Neubauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne realisiert werden. Der Bebauungsplan für etwa 1600 Wohneinheiten wurde Ende 2010 verabschiedet. Das künftige Wohngebiet soll den Namen "Domagkquartier" erhalten. Der Bebauungsplan wurde nach einem Wettbewerb von dem Siegerentwurf des Berliner Architektenbüro ortner + ortner Baukunst ausgearbeitet  (Plan links). Im zukünftigen Wohngebiet sollen auch rund 800 geförderte Wohnungen entstehen. Die Wohngebäude gruppieren sich um den zentralen Park mit altem Baumbestand vor allem Baufelder für unterschiedliche Wohngebäude. Daneben finden sich gewerbliche Nutzungen, eine Grundschule sowie ein Haus für Kinder, Jugend und Familie mit angrenzendem, großen Bolzplatz und vier Kindertagesstätten für die kleinsten zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner. Im  neuen Kunsthof sollen in einem sanierten Bestandsgebäude der Verbleib der ansässigen Künstlerinnen und Künstler garantiert werden. Wie die Parkstadt Schwabing profitiert auch das „Domagkquartier“ von der neuen Tram 23 zur Münchner Freiheit. Die Trambahnhaltestelle befindet sich am zentralen Quartiersplatz. Hier werden Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf angeboten und ein Arbeitsplatzangebot geschaffen. Das Erschließungskonzept mit kurzen, barrierefreien Fuß- und Radwegen wurde unter Sicherheitsaspekten geplant und unterstützt die klare Trennung zwischen privaten und öffentlichen Bereichen. Wohnstraßen mit Baumalleen ermöglichen eine hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Voraussetzung hierfür war der 2002 durchgeführte städtebauliche und landschaftsplanerische Ideenwettbewerb für Flächen nördlich und südlich der Domagkstrasse, und vor allem nördlich der Parkstadt Schwabing. Nach der Freigabe der 33 Hektar großen Kaserne von militärischer Nutzung, bildete sie den größten Teilbereich des Ideenwettbewerbs. Der Entwurf der Berliner Büros Ortner & Ortner mit dem Landschaftsplanungsbüro Topotek 1 aus Berlin, sehen vor, dass die Baufelder um einen zentralen Park angeordnet werden, in dem möglichst viele der schönen alten Bäume erhalten werden können. Auf den verbleibenden neun Hektar der ehemaligen Funkkaserne fand die Bundespolizei ein nunmehr durch Bauleitplanung gesichertes neues Domizil.

 

Nördlicher Abschnitt der GEWOFAG

Im Januar 2012 entschied ein von der GEWOFAG ausgelobter Architektenwettbewerb über die Bebauung im nördlichen Abschnitt der Funkkaserne beziehungsweise des Domagkquartiers. Die GEWOFAG baut rund 420 Wohnungen und soziale Einrichtungen. An dem Realisierungswettbewerb hatten sich 18 Planungsteams beteiligtt. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Manfred Ortner entschied sich einstimmig für den Entwurf des Architekturbüros Léon Wohlhage Wernik, Berlin, mit Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten, ebenfalls Berlin. Der Baubeginn erfolgt frühestmöglich. Das Bauvorhaben am Frankfurter Ring ist eines der größten Projekte der GEWOFAG in den letzten Jahren. Die Jury begründete ihr Urteil unter anderem mit der klaren Struktur des Konzepts und den gut proportionierten, großzügigen Innenhöfen. „Der Siegerentwurf löst die komplexe Wettbewerbsaufgabe hervorragend: Die vorgeschlagenen städtebaulichen Figuren bestechen in ihrer Differenzierung, der geforderte Schallschutz wird durch Gebäude gelöst, die in ihrer architektonischen Gestaltung und dem gelungenen Wohnmix zu einer Visitenkarte des gesamten Quartiers werden.“

Mit einer Länge rund 350 Metern bildet der Bauabschnitt die Grenze zum Frankfurter Ring. Nach innen bilden sie einen Schutz gegen den Straßenlärm für die südlichgelegenen Bereiche. Vorgesehen ist eine Bebauung aus fünf Baukörpern mit unterschiedlichen Geschosshöhen. Laubengänge mit „Erkern“, die der Fassade einen räumlichen Charakter geben, erschließen die Gebäude. Insgesamt errichtet die GEWOFAG auf dem 19.600 Quadratmeter großen Grundstück rund 180 einkommensortientiert geförderte Wohnungen, 30 KomPro C- Wohnungen und 80 Wohnungen, die nach dem München Modell Miete gefördert werden. Darüber werden rund 130 Studentenwohnungen sowie eine Tiefgarage mit 280 Stellplätzen gebaut. Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern fördert die Studentenwohnungen.

Hinzu kommen eine Kindertagesstätte, ein Familienzentrum und ein neuer Stützpunkt von „Wohnen im Viertel“ mit zehn Pflegewohnungen, Nachbarschaftstreff und Gemeinschaftsraum. „Wohnen im Viertel“ ist ein Projekt der GEWOFAG das selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung mit der Sicherheit und Pflege durch einen ambulanten Dienst im Haus verbindet. Ältere und behinderte Menschen, die Hilfe und Pflege benötigen, können so möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung bleiben und rund um die Uhr versorgt werden – ohne Betreuungspauschale.

Nach dem nördlichen Teil wird die GEWOFAG noch in diesem Jahr mit den Planungen für ihr zweites Grundstück im südlichen Teil der Funkkaserne beginnen. Die nächsten Einrichtungen des täglichen Bedarfs für die künftigen Mieterinnen und Mieter befinden sich an der Domagkstraße im „Parkstadtcenter“, weitere Einkaufsmöglichkeiten gibt es am Frankfurter Ring und der Ingolstädter Straße. Zusätzlich sind im westlich angrenzenden Bereich des GEWOFAG-Grundstücks weitere Einzelhandels- und Gewerbeeinheiten geplant. Ebenfalls westlich liegt in etwa 350 Meter Entfernung die Endhaltestelle der Trambahnlinie 23, die eine gute Verbindung zur Münchner Freiheit und von dort mit andern öffentlichen Verkehrsmitteln Richtung Innenstadt bietet. Sowohl auf dem Frankfurter Ring als auch südlich in der Domagkstraße verlaufen Buslinien, die die Verbindung zu den U-Bahnlinien U6 und U2 herstellen. Im Südwesten der Funkkaserne entsteht eine neue Grundschule zur Versorgung des Quartiers.

 

Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe

Im Forum der GEWOFAG in der Kirchseeoner Straße 3 können interessierte Bürgerinnen und Bürger alle Wettbewerbsarbeiten begutachten. Die Ausstellung ist vom 8. bis 22.02.2012 jeweils von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr und am Freitag von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet.