Ausstellung geplanter GEWOFAG-Wohnungen im Prinz-Eugen-Park

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung zeigt die Entwürfe für 460 Wohnungen, die die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag voraussichtlich ab 2017 auf dem Areal der ehemaligen Kaserne errichtet.

 

Der Realisierungswettbewerb für die geplanten GEWOFAG-Wohnungen  auf den fünf Baufeldern der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne wurde am 21. und 22. April 2015 entschieden. Nun werden die Ergebnisse von 6. bis 17. Juli im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28b, gezeigt.

 

Die Wettbewerbsentwürfe der neun Preisträgerinnen und Preisträger sind von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 18 Uhr in Raum 17 im Erdgeschoss des Hochhauses zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Eröffnung
: Montag, 6. Juli, 18 Uhr
 durch Walter Buser, 
Leiter der Hauptabteilung Stadtsanierung und Wohnungsbau.

April 2015: Entscheidung für GEWOFAG-Wohnquartier 

Der Realisierungswettbewerb für 460 Wohnungen der städtischen Wohnungsgesellschaft GEWOFAG im Neubauquartier der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne wurde im April 2015 entschieden. Insgesamt will die GEWOFAG dort 630 Wohnungen für rund 140 Millionen errichten. Gebaut wird voraussichtlich ab 2017.

 

Auf dem Areal der ehemaligen Pionierkaserne Prinz-Eugen in Oberföhring im Stadtbezirk Bogenhausen entsteht das neues Stadtquartier Prinz-Eugen-Park mit insgesamt etwa 1800 Wohnungen und Infrastruktureinrichtungen, in dem einmal ungefähr 4500 Menschen leben werden. Die Ausschreibung der ersten Baugrundstücke für andere Bauträger hat die Stadt München gerade gestartet.

Weitaus größter Bauherr ist die städtische Wohnungsgesellschaft. Die GEWOFAG baut auf sechs der 16 Baugebiete des neuen Quartiers insgesamt rund 630 Wohnungen. Für fünf dieser Baugebiete mit insgesamt rund 460 Wohnungen hat die GEWOFAG einen Realisierungswettbewerb ausgelobt. Der Wettbewerb ist in drei Lose aufgeteilt (siehe Karte links). Insgesamt beteiligten sich 36 Architekten-Teams.

Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Markus Allmann hat entschieden, die ersten Preise wie folgt zu vergeben:

Los 1: AllesWirdGut Architektur ZT GmbH, Wien, mit club L94 Landschaftsarchitekten, Köln (Aufmacherbild oben)

Los 2: Fink + Jocher Architekten und Stadtplaner, München, mit HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GbR, München (Bild links unten)

Los 3: Maier Neuberger Architekten GmbH, München, und Laux Architekten GmbH, München, mit terra.nova Landschaftsarchitekten, München

In der Bewertung der Jury heißt es zum Siegerentwurf von AllesWirdGut Architektur ZT GmbH, Wien, mit club L94 Landschaftsarchitekten, Köln, unter anderem: „Dem Projekt gelingt es überzeugend, mit einzelnen Gebäuden eine erwünschte Kleinteiligkeit in eine übergeordnete Struktur einzubinden. Die vorgeschlagene Gebäudetypologie wird am Standort als angemessen und richtig bewertet. Die neu entstehenden einzelnen Häuser können mit ihrer individuellen Ausformung zur Identifikation im neuen Stadtquartier beitragen.“

Zum Siegerentwurf von Fink + Jocher Architekten und Stadtplaner, München, mit HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GbR, München, schreibt die Jury: „Das Verfasserteam setzt an den beiden Perimetern in ihrer Haltung ähnliche und doch für den Ort differenzierte Baukörper. Die städtischen Häuser wirken sehr gekonnt gegliedert und in ihrer Erscheinung stimmig. Mit wenigen tektonischen Mitteln des Fügens wird bei den Fassaden den bestimmenden Eindruck einer sehr städtischen Architektur erzielt.“

Der Entwurf von von Maier Neuberger Architekten GmbH, München, und Laux Architekten GmbH, München, mit terra.nova Landschaftsarchitekten, München (Bild links), überzeugt die Jury aus folgenden Gründen: „Die Arbeit ist ein gelungener Beitrag zur gestellten Aufgabe. Insbesondere die Interpretation der Fassade ist hier einleitend hervorzuheben. Die Arbeit leitet über die eigenständige Ausformulierung und die gestalterische Überhöhung des Kopfbaues städtebaulich gut zur niedrigeren Hofbebauung über.“

Im Wettbewerbsgebiet entstehen einkommensorientiert geförderte Wohnungen, Wohnungen gemäß dem Kommunalen Wohnungsbauförderprogramm B, München-Modell-Wohnungen sowie Wohnungen im „Konzeptionellen Mietwohnungsbau“. Im Südteil des Areals baut die GEWOFAG darüber hinaus weitere rund 170 Wohnungen innerhalb einer ökologischen Mustersiedlung.

GEWOFAG-Geschäftsführer Dr. Klaus-Michael Dengler sagt: „Die GEWOFAG verfügt bereits über einen wertvollen Erfahrungsschatz in der Planung umfangreicher Stadtentwicklungsprojekte: Dazu beigetragen hat unser Engagement in der Messestadt Riem oder im DomagkPark, der ehemaligen Funkkaserne. Unsere Erfahrungen hier bringen wir – gemeinsam mit unseren Projektpartnern – in die Bebauung des Prinz-Eugen-Parks, der ehemaligen Pionierkaserne, ein.“

Stadtrat Christian Amlong ergänzt: „Mit dem Neubauprojekt im Prinz-Eugen-Park geht die Stadt effektiv gegen die Wohnungsknappheit vor – maßgeblich mit den eigenen Gesellschaften wie der GEWOFAG.“

Bürger/innen in die Planungen eingebunden

Die GEWOFAG bezog Anwohnerinnen und Anwohner, Institutionen und Vereine aus dem Umfeld des Areals sowie den Bezirksausschuss Bogenhausen von Anfang an aktiv in den Quartiersentwicklungsprozess mit ein. Das Wohnungsbauunternehmen führte beispielsweise umfangreiche Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger durch, aus denen wichtige Hinweise und Anregungen hervorgingen.

Darüber hinaus orientiert sich die GEWOFAG bei ihren Planungen am Gestaltungsleitfaden, der allen am Prinz-Eugen-Park beteiligten Bauherren und Planern als Leitlinie dient. Ziel ist eine möglichst hohe Architektur- und Gestaltungsqualität der Wohnbauten und Freiräume. Außerdem berät ein Fachgremium aus Vertreterinnen und Vertreter des Referates für Stadtplanung und Bauordnung, den Entwurfsverfassern GSP Architekten und Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten sowie aus externen Architektinnen und Architekten sowie Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten bei den Planungen.

Barrierefreiheit für Wohnungen und Wohnumfeld

Alle GEWOFAG-Wohnungen im Prinz-Eugen-Park werden barrierefrei gestaltet, ein Anteil der Wohnungen ist außerdem auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern ausgerichtet. Auch das gesamte Wohnumfeld wird barrierefrei und stufenlos gestaltet – beispielsweise Freibereiche oder Abstellmöglichkeiten für Fahrräder oder Kinderwägen.

Die umfassende Barrierefreiheit im Prinz-Eugen-Park gewährleistet es künftigen Mieterinnen und Mietern, auch im Alter oder bei steigender Hilfebedürftigkeit in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben zu können. Familien mit Kindern profitieren ebenso von den barrierefreien Anlagen.

Inklusiver Ansatz sorgt für vielfältige Nachbarschaft

Im Prinz-Eugen-Park leben künftig Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in einem Quartier. Die GEWOFAG verfolgt hier einen zukunftsweisenden inklusiven Ansatz und integriert in die Wohnanlagen Wohnungen für körperlich oder kognitiv eingeschränkte Menschen. In zentraler Lage entstehen beispielsweise zwei rollstuhlgerechte Einrichtungen der Stiftung Pfennigparade. Hier finden mehrere betreute Wohngruppen ein Zuhause, in denen Menschen auch bei Unterstützungsbedarf ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen können. Im Norden und im Zentrum des Baugebiets erhalten betreute Schülerwohngruppen für körperbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene Wohnraum.

Soziale Einrichtungen und attraktive Freiräume

Die künftigen GEWOFAG-Mieterinnen und Mieter des Prinz-Eugen-Parks profitieren von vielfältigen sozialen Angeboten, darunter ein weiterer Standort des erfolgreichen Wohn- und Versorgungsmodells der GEWOFAG Wohnen im Viertel, Häuser für Kinder, sodass die Wege für Familien im Quartier kurz sind, eine Heilpädagogische Kindertagesstätte sowie mehrere Bewohnertreffs und Gemeinschaftsräume für den Austausch untereinander. Diese Angebote bilden die Basis für ein lebendiges und lebenswertes Quartier mit aktiven Nachbarschaften.

Das Freiraumkonzept für das Wettbewerbsgebiet sieht eine enge Verzahnung von Wohnen und Grün vor. Beispielsweise verfügen alle Wohnungen über einen Balkon, eine Terrasse oder einen Wohnungsgarten.

 

Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe

Interessierte können die Entwürfe des Realisierungswettbewerbs vom 28. April bis 8. Mai 2015 im Forum der GEWOFAG-Hauptverwaltung in Ramersdorf, Kirchseeoner Straße 3, 81669 München, besichtigen. Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 07:15 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet, freitags von 07:15 bis 17:00 Uhr.

 

Quelle: Pressemeldung von der GEWOFAG vom 28. April 2015

Bilder: Aufmacherbild oben – Los 1 – AllesWirdGut (Perspektive); Übersichtsplan der Bebauungsgebiete der GEWOFAG mit den Losen 1, 2 und 3; Los 2 – Fink + Jocher; Los 3 _ Maier Neuberger; GEWOFAG-Ausstellungseröffnung Prinz-Eugen-Park