Therese in der Maxvorstadt

Formart ist Deutschlands zweitgrößter Wohnimmobilienentwickler. Das größte Formart-Projekt in München ist derzeit die im Bau befindliche Wohnanlage Therese mit 116 Eigentumswohnungen. Es befindet sich auf dem ehemaligen Innenhof-Areal des Filmkameraherstellers ARRI.

 

Im Januar 2016 begann Formart mit dem Verkauf der Wohnungen des Quartiers Therese. Dort wo früher ARRI ihre legendäre Filmkameras herstellte, im Innenhof mit der Adresse Theresienstraße 71a/75 im Stadtviertel Augustenstraße der Maxvorstadt, werden acht Wohngebäude mit Wohnungen im gehobenen Preissegment gebaut.

Eine Imagefilm soll mit lässigem Großstadt-Flair die Käuferklientel ansprechen. Laura Kaufmann mokierte sich in dem „SZ.de“-Artikel „Seltsames Kino“ vom 12. März 2016 über das „Dauergrinsen“ der Darsteller des Imagefilms und äußerte den Verdacht, dass „die Therese vielleicht mehr Sekte als Luxusimmobilie“ sei. 

Ein etwas unfairer Bezug. Bei Quadratmeterpreisen von 7300 bis  über 10.000 Euro werden viele Kaufinteressenten sicher davon ausgehen, dass es sich um eine Luxusimmobilie handelt – insbesonders hinsichtlich einer ebenfalls angebotenen 330 Quadratmeter großen Sechs-Zimmer-Wohnung oder  des Penthouses mit Dachgarten. „Das Grundstück in der Theresienstraße besticht durch seine hervorragende Lage im Herzen Münchens. In der Maxvorstadt hat sich mit den alteingesessenen Einzelhandelsgeschäften, Handwerksläden und Cafés ein Stück des ursprünglichen Charmes der Stadt bewahrt. Der Stadtteil verbindet somit Urbanität mit entspanntem Wohngefühl“, sagt Harald Meerße, formart Geschäftsführer (COO) und ergänzt: „Auf Grund der verschiedenen Innenhofflächen können wir unseren Kunden eine für die Innerstadt nahezu einzigartige Wohnqualität in einem ruhigen und grünen Umfeld bieten.“

Der Plan der Häuser geht nach einem Realisierungswettbewerb auf den Siegerentwurf von Palais Mai zurück. Die Münchner Architekten erläutern ihr Konzept wie folgt: „Die Maxvorstadt wird durch eine starke Polarität belebter Straßenräume und privaterer Innenhofsituationen geprägt. Die Unterschiedlichkeit der Lagen „an der Straße“ und „im Hof“ wird als Merkmal städtischen Wohnens in Form von „verschränkten Höfen“ als kontinuierliche, gemeinschaftliche städtische Räume weiter entwickelt. Fünfgeschossige Gebäude, die sich zu den Höfen und je nach Lagegunst auf vier Geschosse abstaffeln, bilden die Grundbausteine des Gefüges. Durchblicke werden gefasst, Passagen entstehen und bilden eindeutige Adressen an der Theresienstraße aus.“

Das Bedürfnis nach ruhiger und ungestörter Privatheit stehe aber im Gegensatz zum gemeinschaftlichen Wohnen im Städtischen Umfeld. In den sehr verdichteten Räume werde daher ein sinnvolle Verteilung von Privatheit und Öffentlichkeit und durch unterschiedlich gestaltete Freiräume Aufenthaltsbereich hergestellt.

Mit der Fertigstellung rechnet formart Anfang 2019.

Quellen: „Seltsames Kino“ vom 12. März 2016 in „SZ.de“, Pressemitteilung formart vom 18.01.2016; Palais Mai

Bildnachweis: Visualisierungen von HHVision im Auftrag von formart nach Entwurf von Palais Mai