Münchner Stadtspitze: Geplante Beschlüsse zum Wohnungsbau

Im Januar stellte die Münchens Regierungskoalition aus SPD und CSU mit Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) an der Spitze, die kommenden Entscheidungen und Bauvorhaben für das Jahr 2015 vor. Hier ein Überblick über die wichtigsten Entscheidungen für den Wohnungsmarkt.

 

Ein wesentlicher Beitrag für die Wohnraumschaffung in München hält die Stadtspitze die Fortschreibung des wohnungspolitischen Handlungsprogramms „Wohnen in München VI“. Die nächste Fortschreibung soll Ende 2016 abgeschlossen werden. Ab 2015 nimmt dafür eine Arbeitsgruppe ihre Arbeit auf. Der Stadtrat soll frühzeitig über die Schwerpunktthemen informiert werden. So wird geprüft, die Baufertigstellungen von derzeit 7.000 auf 8.000 Wohneinheiten pro Jahr zu erhöhen. 2014 wurden über 8.000 Wohnungen genehmigt.

Dieses Jahr sollen die Bebauungspläne einiger großer Stadtquertiere vom Stadtrat abgesegnet werden. Bis zum Bau und dann bis zur Fertigstellungen vergehen allerdings in der Regel 2 - 4 Jahre. Beispiele für umfangreiche Baurechtschaffungen durch Bebauungspläne 2015 (Satzungsbeschlüsse) sind laut Angaben der Stadt:

1. Freiham Nord (4000 Wohneinheiten), Freiham

Das Gelände des ersten Realisierungsabschnitts Freiham Nord im neuen Bezirksteil Freiham des 22. Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied umfasst zirka 85 Hektar. Im Westen berücksichtigt die Planung die weiteren Realisierungsabschnitte von Freiham Nord sowie den geplanten Landschaftspark Freiham.

Es sollen rund 4000 Wohneinheiten einschließlich aller notwendigen öffentlichen Infrastruktur und Grünflächen entwickelt werden. Zusätzlich sind ein neues Stadtteilzentrum mit attraktiven Handelseinrichtungen und Dienstleistungsangeboten sowie ein überörtlicher Bildungscampus mit vier Schu- len und einem Sportpark geplant. Insgesamt sollen 44 Hektar Bauland mit rund 600.000 Quadratmeter Geschossfläche sowie rund 15 Hektar öffentliche Grün- und Freiflächen entstehen. Die Beschlussfassung des Stadtrats ist für das erste Halbjahr 2015 geplant.

2. ehemaliges E.ON-Gelände/Am Südpark (1100 Wohneinheiten), Obersendling

Auf dem brachliegenden, ehemaligen E.ON-Gelände an der Boschetsrieder Straße, Ecke Drygalski-Allee in Obersendling im 19. Münchner Stadtbezirk Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln  soll das neues Quartier Am Südpark mit etwa 1.100 Wohnungen, Grün- und Freiflächen entstehen. Darüber hin- aus sind Geschäfte, ein Ärztezentrum und soziale Einrichtungen geplant. Es ist vorgesehen, den Bebauungsplan 2015 zu billigen und Ende 2016 mit der Realisierung der ersten Gebäude zu beginnen.

Die Planung sieht drei in sich gegliederte Wohnblöcke mit sechs bis acht Geschossen vor. Ein zentral gelegener Park wird über grüne Wege in die Umgebung eingebunden. Durch die Blockränder wird das Wohngebiet gut vom Straßen- und Gewerbelärm abgeschirmt, die Wohnungen wenden sich dem Park und den ruhigen privaten Innenhöfen zu. Für die soziale Infrastruktur ist ausreichend Platz vorgesehen. Im südlichen Bereich an der Kistlerhofstraße ist ein Geschäftshaus mit Büros, Einzelhandels- und Dienstleistungsflächen geplant. Der Billigungsbeschluss soll im Sommer 2015 erfolgen, so dass mit dem Bau der ersten Wohnungen 2016 begonnen werden kann.

3. ehemalige Bayernkaserne (4000 Wohneinheiten) in Freimann

Auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne in Freimann im Bezirk Schwabing-Freimann sollen ab 2018 rund 4000 Wohnungen, Freiflächen und Versorgungseinrichtungen entstehen. Das 48 Hektar große städtische Areal bietet enorme Chancen für die Münchner Stadtentwicklung und den angespannten Wohnungsmarkt. Im Februar 2013 stellte der Stadtrat die Weichen für die Auslobung eines Planungswettbewerbs. Das Wettbewerbsergebnis wird dem Stadtrat im ersten Halbjahr 2015 bekannt gegeben und dabei wird über das weitere Vorgehen entschieden.

4. SWM Grundstück Zschokkestraße (bis 850 Wohneinheiten) in Laim

Auf dem Grundstück des Trambahn-/Busdepots an der Zschokkestraße im Stadtviertel Friedenheim des 25. Münchner Bezirk Laim soll ein neues Wohngebiet mit zirka 800 – 850 Wohneinheiten entstehen. Es ist vorgesehen, hier in großem Umfang genossenschaftliches Wohnen zu realisieren und rund 300 Wohneinheiten  für genossenschaftliches Wohnen zu realisieren. Die Stadt unterstützt dadurch die Idee des genossenschaftlichen Wohnens und macht den Weg frei für die Realisierung eines großen genossenschaftlichen Wohnquartiers. Damit gelingt es auch, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Münchner Bevölkerung sicherzustellen.

 

Quelle: Landeshauptstadt München – Rathaus aktuell vom 13. Januar 2015

Bilder: OB Dieter Reiter (mitte), Bürgemeister Josef Schmid (links), Bürgermeisterin Christine Strobl (rechts) Foto Michael Nagy, Presse- und Informationsamt; klein - Oberbürgermeister Reiter klein; Landeshauptstadt München, Presse