Schlachthofviertel: Stadt plant Bau von 420 Wohnungen auf dem Viehhof

Der Bau des Volkstheaters auf dem Areal des ehemaligen Pferdemarktes ist bereits beschlossene Sache. Nun wird dem Stadtrat vom Kommunalreferat und Planungsreferat für das südöstlich daran angrenzende Areal der Bau von städtischen Wohnungen vorgeschlagen.

 

Die Stadtverwaltung will das Areal des ehemaligen Viehhofs neu bebauen. Es befindet sich gegenüber dem Schlachthof zwischen der Zenettistraße, der Thalkirchner-Straße sowie der Tumblingerstraße im Schlachthofviertel der Ludwigvorstadt-Isarvorstadt. Als Teil des „Bauchs der Stadt“ – Großmarkthalle, Viehhof und Schlachthof – soll an der Zenettistraße / Ecke Tumblingerstraße bereits im Jahr 2020 das neue Volkstheater auf einer Fläche von 10.000 Quadratmeter fertig gestellt sein. Insgesamt stehen aber zur Entwicklung das komplette Viehhof-Areal mit insgesamt 71.000 Quadratmeter zur Verfügung. Frühere Überlegungen zu den Perspektiven zur Entwicklung des Viehhof-Areals scheinen sich nun zu konkretisieren. Auf dem südöstlich daran angrenzenden Grundstück, um das Wirtshaus am Schlachthof, könnten bis zu 420 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von insgesamt 38 000 Quadratmetern entstehen. Zudem  könnten dort öffentliche Freiflächen mit 18 500 Quadratmetern entlang der Bahnlinie entstehen und die restlichen 16.500 Quadratmetern Geschossfläche gewerblich genutzt werden. Aktuell wird das Areal für Veranstaltungen (Viehof Kino / Open-Air-Kultur-Festival) sowie von Gewerbe aus Lebensmittelgroßhändlern (Moby Dick Fisch Geflügel Delikatessen Handel, Monti – Bistro – Feinkost, Wine Store) genutzt.

Das Kommunalreferat unter Leitung von Kommunalreferent Alexander Markwart, das auch das Areal für die Stadt verwaltet, und das Planungsreferat unter Leitung von Elisabeth Merk, haben nun eine Vorlage zur Entwicklung des Viehhof-Areals ausgearbeitet. Diese soll in den nächsten Wochen im Stadtrat diskutiert und Ende Juli zur Abstimmung vorgelegt werden.

Geplant ist, dass die entstehenden Wohnungen in städtischer Hand bleiben sollen. Merk zufolge soll die Entwicklung schrittweise vor sich gehen. Allein die Planung des Großprojekts wird fünf Jahre in Anspruch nehmen. Mit dem Bau des Volkstheaters soll jedoch bereits im Frühjahr 2018 begonnen werden.