Laim: Zwei erste Preise für Entwürfe Wohnquartier Zschokkestraße

In dem Architektenwettbewerb für die Wohnbauentwicklung auf dem Gelände des Bus- und ehemaligen Straßenbahnbetriebshofs haben Laux Architekten, München und Teleinternetcafe, Berlin, jeweils zwei erste Preise erhalten.  Ab 14. März können die Entwürfe besichtigt werden.

 

Zur Vorstellung der prämierten Entwürfe fand am 14. März im Foyer des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbands München (ÄKBV), Elsenheimerstraße 63, in Laim (Erdgeschoss – barrierefrei erreichbar) eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Ausstellungseröffnung statt. 

Die Landeshauptstadt München beabsichtigt, das Gelände des Bus- und ehemaligen Straßenbahnbetriebshofs an der U-Bahn-Haltestelle Westendstraße im Bezirksteil Friedenheim des Stadtbezirks Laim für die Wohnbauentwicklung zu überplanen.

Dazu hatten das Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie die Stadtwerke München (SWM) gemeinsam mit der Eisenbahner- Baugenossenschaft München – Hauptbahnhof eG einen zweistufigen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb ausgelobt. Die teilnehmenden Planungsgemeinschaften sollten auf dem zirka 8,7 Hektar großen Planungsgebiet ein städtebauliches und landschaftsplanerisches Gesamtkonzept für Wohn- und Geschäftsnutzungen, eine öffentliche Grünfläche sowie soziale Infrastruktur einschließlich einer Grundschule entwickeln. Nach Auswahl einer Preisgruppe mit sechs teilnehmenden Büros in der ersten Stufe des Wettbewerbs mit anschließender Öffentlichkeitsbeteiligung haben fünf Bürogemeinschaften in der zweiten Stufe ihre Entwürfe überarbeitet.

Die Jury vergab am 23. Februar zwei erste Preise: an Laux Architekten, München, mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, Zürich (Modelfoto oben, Visualisierung oben links), und an Teleinternetcafe, Berlin, mit TH Treibhaus Landschaftsarchitektur (siehe Zeichnung links), Hamburg. Der dritte Preis ging an die Riegler Riewe Architekten, mit yellow z, Berlin und lad+landschaftsarchitektur diekman, Hannover.

Das Preisgericht empfiehlt, eine konzeptionelle Umsetzbarkeit der Arbeiten zu prüfen und dann einen der ersten Preise mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen.

Neben den Planungsteams, die ihre prämierten Entwürfe erläuterten, standen Vertreter und Vertreterinnen des Planungsreferats, die Auslober sowie der Bezirksausschuss des Stadtbezirkes 25 München-Laim für weitere Informationen und Fragen zur Verfügung.



Die Wettbewerbsentwürfe stehen der Öffentlichkeit darüber hinaus noch in folgenden Ausstellungen zur Besichtigung bereit:

Gesamtausstellung aller Arbeiten der ersten und zweiten Stufe des Wettbewerbs vom 15. März bis 31. März in der SWM Zentrale, Emmy-Noether-Straße 2, Foyer Bauteil B, wochentags von 8 bis 17 Uhr.

Ausstellung der Arbeiten der zweiten Stufe des Wettbewerbs vom 3. April bis 7. April im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28 b, Erdgeschoss Foyer, Raum 017 /018, wochentags von 8 bis 18 Uhr.

Die Veranstaltungen werden vorbereitet durch das Büro Dragomir Stadtplanung GmbH aus München, welches auch das Wettbewerbsverfahren betreut.

Quelle: Pressemeldung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München vom 9.3.2017

Oktober 2016: Infoverastaltung zur ersten Wettbewerbsstufe

Zum Wettbewerbsverfahren für die Wohnbauentwicklung auf dem Gelände des Bus- und ehemaligen Straßenbahnbetriebshofs Zschokke-/Westendstraße im Bezirksteil Friedenheim des Stadtbezirks Laim fand am 27. Oktober 2016  im Foyer des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbands, Elsenheimerstraße 63 (Erdgeschoss, barrierefrei), eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. Dabei wurden die Ergebnisse der ersten Stufe des Ideenwettbewerbs vorgestellt.

Sommer 2015: Künftiges Wohnquartier Zschokkestr wird größer

Durch die geplante Verlagerung des Busbetriebshofs von Laim nach Moosach wird Baugrund für Wohnungen frei. Nun hat der Münchner Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung den geplanten Bebauungsplan für das geplante Quartier mit über 800 Wohnungen südlich der Zschokkestraße erweitert.

Durch die geplante Verlagerung des Busbetriebshofs der Stadtwerke München GmbH von Laim an den Georg-Brauchle-Ring besteht die Möglichkeit, das ursprüngliche Planungsgebiet an der Zschokkestraße im Bezirksteil Friedenheim des Stadtbezirks Laim zu erweitern. Die Erweiterung bezieht sich auf ein bereits im Jahr 2008 gefassten Aufstellungsbeschluss. Damit würde sich der Baugrund für das geplante Quartier von 4,4 Hektar auf knapp acht Hektar nahezu verdoppeln. Mit der Verlagerung des Busbetriebshofs nach Moosach – die Pläne für den neuen Busbetriebshof Hybrid M in Moosach stehen seit einem Architektenwettbewerb im Sommer 2014 mit dem Siegerentwurf von JSWD Architekten weitgehend fest – würde mit dem damit verbundenen Wegfall der Lärmimmissionen und Verkehrsbelastungen aus dem Busbetrieb der gesamte Bereich aufgewertet und ein qualitätvolles und attraktives Wohnquartier entwickelt werden. Nach mehrmaligem Hin- und Her über eine Verlagerung des Busbetriebshofes hat sich die MVG letztlich doch für den neuen Standort in Moosach entschieden.

Im Planungsgebiet soll innerstädtisches Wohnen mit mindestens 800 bis 850 Wohneinheiten nach den Grundsätzen der Sozial- gerechten Bodennutzung entstehen. Dabei sollen vier Kindertageseinrichtungen, eine fünfzügige Grundschule mit ganztägiger Betreuung sowie eine zirka zwei Hektar große öffentliche Grünfläche geschaffen werden. Im Kreuzungsbereich Zschokke-/ Westendstraße soll ein Misch- beziehungsweise Kerngebiet mit Büro- und Nahversorgungsflächen entstehen. Die verkehrliche Erschließung des Areals soll möglichst flächenschonend abgewickelt und durch eine vernetzte Rad-und Fußwegebeziehung durch das neue Quartier ergänzt werden.

Um ein qualitätsvolles städtebauliches und freiraumplanerisches Gesamtkonzept für das gesamte Areal zu erhalten, soll ein Plangutachten unter Teilnahme der Architekturbüros erfolgen, deren Arbeiten im Wettbewerb 2007 prämiert beziehungsweise angekauft wurden (drei Preisträger und vier Ankäufe). Die Auslobung erfolgt als zweistufiges Verfahren mit Reduzierung des Bearbeiterkreises auf drei Büros.

Um die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in die Planungen mit einzubeziehen, sind mehrere Informationsveranstaltungen - über die gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungen der Öffentlichkeit hinaus - geplant.

Quelle: Presseinformation des Referats für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München vom 17.06.2015

Foto: Busbetriebshof bei der Zschokkestraße - Ulrich Lohrer