3XN: Ovaler Solitär für die Deutschen Eishockey- und Basketballmeister

Das dänische Architekturbüro 3XN erhält mit den Landschaftsarchitekten Latz + Partner den Auftrag den Auftrag zum Bau der bis zu 11.500 Zuschauer fassenden Spielstätte des Deutschen Eishockeymeisters Red Bull München und des Deutschen Basketballmeisters FC Bayern München.

 

Die Landeshauptstadt München, der FC Bayern Basketball, SAP und Red Bull haben am 14. Februar den Siegerentwurf der neuen multifunktionalen Sportarena auf dem Standort des ehemaligen Olympia-Radstadions im Münchner Olympiapark im Bezirksteil am Riesenfeld im 11. Münchner Stadtbezirk Milbertshofen – Am Hart vorgestellt. Um die Infrastruktur für den Schul-, Freizeit- und Nachwuchssport zu optimieren, entstehen neben der Sportarena drei weitere überdachte Eissportflächen für Trainingszwecke und für den nichtwettkampforientierten Breitensport. Hierzu wurde ein umfangreicher Eiszeitenvertrag mit der Landeshauptstadt München abgeschlossen. Bauherr des Projekts ist die Red Bull Stadion München GmbH.

Die  62.500 Quadratmeter  große Arena selbst tritt als ovaler, eigenständiger ovalen Solitär hervor und fügt sich durch seine natürliche Einbindung nahezu selbstverständlich und respektvoll in das Olympiapark-Ensemble mit dem Olympia-Stadion ein. Das begrünte Dach und die vertikal strukturierte Fassade verstärken diesen Eindruck. Die Fassade wird durch eine vertikale Lamellenstruktur bestimmt, die über den verglasten Eingängen nach oben schwingt und so die Haupteingänge betont. Die eingegrabenen Trainingsflächen werden zu einem begrünten Hügel modelliert, nehmen die Topografie auf und ermöglichen die logische Fortführung der Wege und der Landschaftsgestaltung des Olympiaparks.

„Während des Designprozesses haben wir uns ständig Gedanken zu den Ideen hinter dem ursprünglichen Design gemacht und uns oft gefragt, was Günter Behnischs Ansatz wäre. Es war uns wichtig, eine flexible und vielseitige Arena mit starker Identität zu schaffen, die dennoch die Geschichte und Vision des ursprünglichen Olympiaparks respektiert, und die sich natürlich in den Olympiapark einfügt. Wir möchten die Rahmenbedingungen für ein großartiges Fan-Erlebnis schaffen“, erläutert Jan Ammundsen, Head of Design 3XN. Das Kopenhagener Architekturbüro hat unter anderem durch den Bau der dänischen Botschaft in Berlin, des Amsterdamer Konzerthaus  Muziekgebouw aan 't IJ, dem Museum of Liverpool  und er Royal Arena in Kopenhagen für Aufmerksamkeit in der Architekturszene gesorgt. Nach einem ersten Wettbewerbsentscheid im November 2018 setzte sich ihr der Entwurf von 3XN gegen den des letzten verbliebenen Konkurrenten gmp (Hamburg) durch. Beide Teams hatten ihre überarbeiteten Pläne zur finalen Entscheidung einreichen dürfen.
Abhängig vom Verlauf des Bau- und Genehmigungsprozesses ist die Grundsteinlegung für den Winter dieses Jahres geplant. Die Eröffnung der neuen Sportarena wird für den Spätsommer 2021 angestrebt. Die Namensrechte hatte sich bereits im September 2018 SAP gesichert, noch bis zum 4. März können unter www.NameGameOn.com Namensvorschläge eingereicht werden.
Die beiden zukünftigen Hauptnutzer FC Bayern München Basketball und Red Bull München können bei voller Nutzungsauslastung jährlich jeweils bis zu 40 Partien in der Sportarena austragen. Zusätzlich dürfen bestenfalls 20 weitere Sportevents sowie 20 sportnahe Veranstaltungen durchgeführt werden.

Die Sportarena in Zahlen:

•    62.500 m² Bruttogeschossfläche
•    Zuschauerkapazität: bis zu 11.500 Plätze
•    Drei überdachte Eisflächen
•    Tiefgarage in der Sportarena mit 220 Stellplätzen

•    Ca. 1.000 Business-Seats
•    Elf Logen mit ca. 156 Plätzen
•    Fanshops
•    Büro- und Konferenzräume

Quellen: 3XN; RedBull; Landeshauptstadt München; FC Bayern Basketball, SAP

Renderings: 3XN & MIR