Der Turmbau am Bahnhof

Am Starnberger Flügelbahnhof des Münchner Hauptbahnhofs will die Bahn einen Büroturm errichten. Nun wurden die angepassten Pläne vom Architekturbüro Auer Weber vorgestellt.

 

Vor knapp 100 Jahren, am 30.April 1921, wurde der Starnberger Flügelbahnhof des Hauptbahnhof (HBF) München eingeweiht. Obwohl seit 2010 denkmalgeschützt, will die Bahn 2023 den Flügelbahnhof abreißen und durch ein 17-geschossiges Hochhaus ersetzen.

Der geplante Neubau des Starnberger Flügelbahnhofs in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags ist ein Projekt der DB Station&Service AG und erfolgt im Rahmen des Neubaus der Empfangshalle des Münchner Hauptbahnhofs. Dessen Entwurf stammt von dem Büro Auer Weber Assoziierte, dem Sieger eines Wettbewerbs 2015. Der überarbeitete Plan des Turms des Architekten Martin Klemp wurde nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Glich der ursprüngliche Entwurf des 85 Meter hohen Hochhauses einer „futuristischen Abschussrampe“ („tz“), wird er nun konventioneller gestaltet und soll nur noch 69 Meter erreichen. Dafür soll die „Krone“ des Gebäudes mit einer Skybar öffentlich zugänglich sein.

In der öffentlichen Diskussion mit Bürgern und Vertretern des Bezirksausschuss wurde kritisiert, dass der untere Gebäuderiegel mit Läden vom Bahnhof entwidmet werden soll und dadurch kein  direkter Zugang durch den Shoppingbereich mehr zu den Bahngleisen besteht.  Ein weiterer Einwand war, dass die beiden Tiefgaragenebenen nicht ausschließlich für die Mieter, sondern auch für Bahnreisende zur Verfügung stehen sollten. Bis zur Fertigstellung des gesamten HBF-Neubaus werden wohl noch zwölf Jahre vergehen.

Bildrechte Visualisierungen: Auer Weber