Pasinger Marienplatz: Austellung der Wettbewerbsentwürfe

Der Realisierungswettbewerb für das Geschäftshaus mit Hotel und Appartements am Pasinger Marienplatz wurde im September entschieden: Der erste Preis ging an das Büro Auer Weber Architekten mit Latz + Partner Landschaftsarchitekten Stadtplaner.

 

Pasing putzt sich raus. Nach der Neugestaltung des Bahnhofsplatzes und der Nordumgehung erhält nun der Marienplatz von Auer Weber ein schmuckes Geschäftshaus. Es soll Leben und Konsumenten in Pasings neue Mitte bringen.

Im Sommer feierte Pasing seine neue Mitte: Nach jahrelangen Bauarbeiten, Straßensperren, Lärm und Dreck, erstrahlt die neu vergoldete Mariensäule über die Ringe aus hellem Granit und dunklem Gabbro des Pflasterbelags des Marienplatz.

 

Mehr Raum für Bürger

Doch weil die meisten Passanten in die Pasinger Arcaden am Bahnhofsplatz strömen und der laute Autoverkehr nun entlang der Nordumgehung Pasing (NUP) fließt, ist Pasings neue Mitte eigenartig ruhig. Durch die „Schaffung eines neuen Magneten als Gegengewicht zu den Arcaden“, so Stadtrat Christian Müller, sollte der Marienplatz mehr Leben und Urbanität eingehaucht werden.

 

Martin Bucher baut Geschäftshaus anstelle der Pappschachtel

Nun wurde der vom Projektentwickler Bucher Properties ausgelobte Wettbewerb zugunsten von Auer Weber entschieden. Das Architekturbüro mit Sitz in München und Stuttgart hat in diesem Jahr mit der Erweiterung des Stadtmuseums München und dem neuen Münchner Hauptbahnhof die Gestaltung eines weiteres Großprojekts sichern können. Den zweiten Platz belegte das Büro Allmann Sattler Wappner Architekten mit Realgrün Landschaftsarchitekten. Der dritte Preis ging an Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner mit Plandrei Landschaftsarchitektur. 

Anstelle eines provisorischen zweigeschossigen Ladenbaus entlang der Planneger Straße, von den Pasinger „Pappschachtel“ genannt, wollen Auer Weber ein fünfgeschossiges Geschäftshaus mit einer aus hellem Kalkmörtel geschlämmten Fassade setzen. Ein Anbau an das denkmalgeschützte Gebäude mit dem Café Confetti am Marienplatz wird aufgrund eines besseren Quartierdurchgangs verzichtet. Der skulpturale Neubau passt sich der umgebenden Bebauung mit einer Giebel- und Walmdachform über einer durchgehenden Trauflinie ohne historisierenden Anspruch an. Nach Südwesten erstreckt sich die neue Blockbebauung entlang der Institutsstraße und einem Innenhof, dem neuen „Klosterhofs“ am Schmiedwegerl. Die dort noch befindliche Staatliche Wirtschaftsschule soll in einen Neubau nach Sendling verlagert werden.

Der Marienplatz dürfte damit sicher aufgewertet werden. Projektentwickler und künftige Ladenmieter dürften vor allem daran interessiert sein, dass der neue Magnet auch viele Kauffreudige in die neue Durchwegung des Quartiers mit ihren Einzelhandelsflächen anzieht.

 

Ausstellung
 der Wettbewerbsarbeiten

Ort: Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Foyer des Hochhauses,
Blumenstraße 28b

Zeit: Ausstellungsdauer bis 27. November
 
2015 Montag bis Freitag
 8 bis 18 Uhr

 

Quellen: Auer Weber, AZ, SZ

Bildquellen: Visualisierungen Auer Weber, Vogelperspektive Jonas Bloch, Fotografie Ulrich Lohrer