Arabellapark: Chipperfield gewinnt Wettbewerb um BVK-Zentrale

Ihre Entscheidung begründet die Fachjury mit der schlichten und klaren Formensprache des Entwurfs sowie dessen hochflexiblen Grundrissen. Platz zwei belegte Hadi Teherani Architects aus Hamburg, Platz drei das Münchner Architekturbüro Steidle.

 

Die Diskussion des Preisgerichts am 29. März 2019 war leidenschaftlich und lang. Gegenstand der Debatte waren zwölf Architekturentwürfe für die Bebauung des ehemaligen Siemens-Areals. Letztlich setzte sich die Einreichung von David Chipperfield Architects durch. „Es war ein eindeutiges Votum für einen grandiosen Entwurf“, betont Thomas Spiegels, Bereichsleiter Development Services bei STRABAG Real Estate GmbH (SRE). Gemeinsam mit der SRE München entwickelt sein Unternehmensbereich das Grundstück in München-Bogenhausen. Dabei handelt es sich um ein Development auf Bestellung. Eine OHG aus neun Altersversorgungseinrichtungen bei der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) hatte 2016 das ehemalige Siemens-Gelände an der Richard-Strauss-Straße 76 im Arabellapark der Parkstadt Bogenhausen erworben. Künftig wird die Bayerische Versorgungskammer hier ihre Münchner Standorte Denninger Straße und Arabellastraße zusammenziehen. Als größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands bekennt sie sich mit dem langfristigen Investment in ihre neue Zentrale zum bisherigen Standort, dem Münchner Arabellapark.

Große städtebauliche Aufgabe

Die Aufgabe eines der letzten Filetgrundstücke in Bogenhausen zu bebauen ist von großer städtebaulicher Bedeutung. Um die bestmögliche Lösung zu finden, lobte die verantwortliche Projektentwicklerin SRE in enger Abstimmung mit ihrer Auftraggeberin BVK den Architektenwettbewerb aus. Grundlage für die Ausschreibung bildet der Eckdatenbeschluss der Landeshauptstadt München vom 24.10.2018. In Anlehnung daran ging es im Wettbewerb nicht nur um die wirtschaftliche, funktionale und architektonische Qualität der Entwürfe, sondern auch um die überzeugende städtebauliche und landschaftliche Einbindung des Bauvorhabens in seine Umgebung.

Mit der Kür des ersten Platzes ist der Auswahlprozess allerdings noch nicht gänzlich abgeschlossen. In den kommenden Wochen werden die Preisträger ihre Entwürfe nach den von der Jury aufgeworfenen Themen hin optimieren. Die endgültige Entscheidung, welcher Entwurf die Realisierungsgrundlage für die neue Zentrale der Bayerischen Versorgungskammer bildet, fällt voraussichtlich im Mai 2019.

Wettbewerbsergebnisse im Überblick

Das Preisgericht wählte aus insgesamt zwölf Einreichungen.

Platz 1: David Chipperfield Architects mit Atelier Loidl Landschafts- architekten

Platz 2: Hadi Teherani Architects mit Brunn & Möllers Garten- und Landschaftsarchitektur

Platz 3: Steidle Architekten mit grabner huber lipp landschafts- architekten und stadtplaner

Anerkennungen gingen an Max Dudler mit TOPOS Stadtplanung und an Müller Reimann Architekten mit Vogt Landschaftsarchitekten.

Quelle: Bayerische Versorgungskammer vom 01.04.2019

Visualisierung: Chipperfield Architects